ich hatte einen Traum

Ich hatte einen Traum
aus längst vergangen Tagen
jemand aus der Zukunft
wollte mir was sagen:

 Wir trafen uns im Treppenhaus
so wie damals
wie es oft geschah
sein Angesicht
uralt war es geworden
überraschte mich
erschreckend war‘s beina

Das Reden fiel ihm schwer
er brauchte eine Weile
doch ich verstand ein jedes Wort
z
wischen jeder Zeile

 Langsam fuhr er fort:
weisst du noch im alten Haus
du bist zu uns gekommen
als junge Frau
wir mochten dich
du warst uns sehr willkommen

doch deine Welt
sie drehte sich
vor allem um das Deine
du warst voll Leben
voller Ideen
und hattest viele Pläne

 bei uns, da gingst du ein und aus
mit deiner Kinderschar
ihr fröhlich Lachen
füllt‘ das Haus
ich fand es wunderbar
noch ein Frühling hoch im Alter
ach, wie war das schön
des Lebens Hoffnung
blühte auf
es würde weiter gehn

 doch dann
du hattest deine Gründe
gingst du für immer fort
und wärest nicht für einmal mehr
zu uns zurück gekehrt
auch nicht an unser Grab
als hättest du ihn ausgelöscht
den Ort, den Tag
und seine Menschen

 mit ihren guten Wünschen
s
ie haben oft an dich gedacht
und an die kleinen Kinder
schmerzvoll war’s,
sie zu verlier’n
ein Leben miteinander

für Onkel Karl und Tante Anna und für all jene, die ich verlassen musste

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