unluther?

Übersetzung ins Deutsche am Schluss

I säg‘s emol luut
und no chli luuter:
De Luther het gseit
es isch nid unluter
dass d’Frau für sich en Liebhaber het
wenn ihre Gemahl nid cha und nid wett
Vor 500 Johr het er das gseit!
E wiisi Maa
het Wiitsicht gha
und gseh, dass me das mache cha
Und dass en Dritte
do chan chitte
und d’Ehr von’ere Familie rette!
Doch abgseh vo dem eine Grund –
nämlich dem: Mir bruuched Chind
isch d’Liebi was die meischte Mönsche
körperlich sich sehnlichscht wünsche
Was jetzt – wenn’s en Partner git
wo das Bedürfnis gar nid het?
Wieviel Lut(h)er, liebi Lüt,
wär sone „dritti“ Lösig hüt?

Vom ehelichen Leben (Martin Luther)
2, 146
„Wenn ein tüchtig Weib zur Ehe einen untüchtigen Mann überkäme und könnte doch keinen anderen öffentlich nehmen und wollte auch nicht gerne wider ihre Ehre tun, soll sie zu ihrem Manne also sagen: Siehe, lieber Mann, du kannst mein nicht schuldig werden und hast mich und meinen jungen Leib betrogen, dazu in Gefahr der Ehre und Seligkeit bracht, und ist für Gott keine Ehre zwischen uns beiden, vergönne mir, dass ich mit deinem Bruder oder nächsten Freund eine heimliche Ehe habe und du den Namen habst, auf dass dein Gut nicht an fremde Erben komme, und lass dich wiederum williglich betrügen durch mich, wie du mich ohne deinen Willen betrogen hast.“
(1522)

Übersetzung ins Deutsche

Ich sag es mal laut und noch etwas lauter:
Luther sagte, es ist nicht unlauter, dass eine Frau einen Liebhaber hat, wenn ihr Gemahl nicht kann oder nicht will. Vor 500 Jahren sagte er das! Ein weiser Mann, der Weitsicht hatte und sah, dass dies eine Möglichkeit ist
und dass ein Dritter  hier „kitten“ und die Ehre der Familie retten kann. Doch abgesehen von dem einen Grund – nämlich Kinder zu zeugen – ist körperliche Liebe ja etwas wonach sich die meisten Menschen sehnen.
Was nun, wenn der Partner dieses Bedürfnis nun gar nicht oder nicht mehr hat? Wie „Luther“ (lauter) wäre es denn, liebe Leute, wenn man so eine „dritte“ Lösung heutzutage wählen würde?

Wär bin i?

I bin d’Brig
doch das tuet wächsle
je nach dem wär vor mir stoht
bin i d‘Brigitt oder d‘Brixlä
„Brischit“ tuets au in dr Not
De Vater seit mer stolz Brigitta
und für d‘Änkel bin i d‘Dita
Äs Ängeli bin i für de Götz
und mängisch rüeft er mich au Schatz
Für mini Maitlä bini s‘Mami
unglaublich villi Näme hani!


Sälte losen i uf „Baby“
öppe die bin i „my lady“
was uf Dütsch heisst „mini Dame“
das isch au en schöne Name

I de Läde grüesset‘s mi:
„Frau Meier, Grüezi, was dörf‘s si?“

au d’Ruth und s’Dorli sind no zwöi
wo a mir en Ateil hei
Doch wenn i mit mer sälber red
denn säg i zuemer eifach Brig

Brig in ihrem Steinparadies



Über den Namen Brig gibt es auf Wikipedia Interessantes zu lesen:

Der moderne Vorname Brigitte leitet sich entweder von Brigida von Kildare oder von Birgitta von Schweden ab, welche wiederum nach Brigida von Kildare benannt wurde. Diese wiederum ist nach der keltischen Gottheit Brigid benannt

Brigid (so altirisch, auch Brighid oder Brig, schottisch Bride, neuirisch Bríd) ist in der keltischen Mythologie Irlands der Name einer Göttin. Ihr Name wird als „die Helle“, „die Strahlende“ oder auch „die Streiterin“ gedeutet und geht auf eine altkeltische Göttin namens Brigantia oder Brigindo, die Stammesgottheit der keltischen Briganten, zurück. „Briganti“ heisst übersetzt „erhaben“ und „göttlich“ . Die beliebtesten Interpretationen von Brigitte sind daher „die Erhabene“ und „die Hohe“.
die Göttin Brigid soll unter anderem eine Personifikation der Dichtkunst und Beschützerin der Poeten gewesen sein. Ihr Namenstag ist der 1.Februar, an welchem das keltische Fest Imbolc oder das Fest der Brigid gefeiert wurde. Die Christenheit hat das Fest zu Maria Lichtmess umgetauft.

Mehrere Ortschaftsnamen (Brig und Brigels in der Schweiz, Brixen im Südtirol, Bregenz in Österreich, Braganca in Italien, die Ebene Brega in Irland). gehen auf dieselbe Wortwurzel „briga“ zurück, welche soviel wie kleine (befestigte) Anhöhe
oder Berg bedeutet.

Ab in Ghüsel!

Chum Schätzli, nimm’s Lätzli
und sitz a dis Plätzli!
Lueg, s‘Mami het Päppli
gchocht für sis Schnäggli

Ohje! Hesch de Pfnüsel
schnütz mal min Schnüsel
mir gheiet denn s’Lätzli
nachher in Ghüsel

Jöö….muesch grad brüele
du tuesch dich verchüele!
Wo hesch denn dis Chäppli?
und wo dini Schläppli?

Jetzt muesch au no bislä
Chumm!
Chasch grad ä no schisslä
mach schön in Haafe
Eh! Bisch doch en Brave!

Isch fein gäll, dr Nuggi!
Oh lueg min Schnuggi!

Lueg au, es Gaggi!
das goht jo rugg zugg, zagg zaggi!

Nei! Aber nei au, du Suggi!
Nei, lueg jetz wo isch er, din Nuggi
lit de doch voll i dim Gaggi
wäähh!….und jetzte, was maggi?

Ab in Ghüsel, de Grüsel!

Lexikon Schweizerdeutsch – Deutsch

Ghüsel – Abfall
Lätzli  – Esslatz
Päppli – Brei (Pappe)
lueg!  – schau!
Pfnüsel – laufende Nase
schnütze – schneuzen
Schnüsel  – Herziger Süsser
Schläppli – Hausschuhe
Chäppli – Kappe
Bislä – Pippi machen
Haafe – Töpfchen
Nuggi – Schnuller
Gaggi  – Stuhlgang
Suggi – Schweinchen
Schnuggi – Herziger, Süsser
Grüsel – ekliger Mensch

Anwalt

Braucht nicht jeder von uns hin und wieder einen Anwalt?
Jemanden, der sich vor uns hinsteht und unsere Sache verteidigt?
Einen Menschen, der es liebt, Brücken zu bauen und Frieden zu stiften?
Oder hat man dieses Privileg nur als Kind?

I bruuch en Awalt
Ein, wo für mich red
e
s gwaltigs Wort
wo Würkig hett
I bruuch e Macht
wo Muure bricht
u
nd Wiisheit
wo mit Liebi spricht
I bruuch en Awalt
für ä Sach
eleini schaff is nümme
mini Wort
sind eifach z‘schwach


Die Bezeichung Anwalt bedeutet Fürsprecher, Verteidiger und geht auf das alteenglische Wort onweald / Macht, Gewalt zurück, welches sich über anawalto / Machthaber zu anwalde /Bevollmächtigter, Gesandter entwickelte. Im Wort Anwalt ist das Wort Gewalt enthalten.
Quelle: wissen.de

Sunntigsschuel

Dita isch gern z’Chile gange
scho wo si chli isch gsi
sie het sich gfreut und afe blange
wär nur d’Wuche schnäll verbi!

Am Sunntig denn zur Chile’n ufe
het ihres Härzli ufgregt gumpt
sie het glache, müesse schnufe
und het vor Freud es Liedli gsummt

Churz druf ab, ir Sunntigschuel
d’Chind sind alli scho im Saal
isch näb de Lehrerin en Stuehl
grad no frei – so genial!

Und Dita isch mit frohem Härz
die ganzi Stund derbi
si wär am liebschte- s’isch kei Scherz
bis Zobe spoot dört gsi
 
D’Lehrerin, am Schluss vor Stund
het – will si lieb sind gsi
es Gschänkli gha für jedes Chind
es Bild zum heime neh

Es Bild vor Gschicht, wo me het ghört
vor Bible und vo Gott
vo Jesus wo als guete Hirt
s‘Bescht für d’Mönsche wott

Dita het de lieb Gott gliebt
grad wäge dene Gschichte
und wäge der Frau Lehrerin
das tuet si hüt no brichte

der gute Hirte (1)

Kirche Bubendorf
de Dita ihri Chile,
wo anno 1974 abgrisse worde isch
http://www.geschichte.bl

Sälbschtgschprööch

S‘Dorli macht oft sälber Gschprööch
mit sich elei im Kreis
grad das, was ihm persönlich nöch
und niemert anders weiss

besprichts mit sich, wenn’s keine ghört
denn redt em niemert dri
es disskutiert ganz ungestört
und chan sich sälber si

Meischtens findets denn dr Rank
mit sich und mit dr Welt
si Härzenstimm isch Gott sei Dank
am Schluss die Stimm wo zellt

offe

D‘Lüt sind oft
will i so offe
vo miner Offeheit betroffe
und ich jewils
cha denn nur hoffe
i heb nid grad
de wundi Punkt
mit miner Offebarig troffe
und
es wird e keine schroff

sus gits nur eis
i will kei Zoff
i
gangen off
denn isch es gloffe

…..tschüss!

Jesus, do bini

Jesus, do bini,
si hei mi gschickt
die, wo säge
nur du chönisch hälfe
mi Lag sei verzwickt

Hei gseit, i brüüch Jesus
müess wärde wie du
jetzt bin is glaub worde
– si hei mi verloh –

Wei nüt mit mir z’tue ha
i läschteri Gott
heisi so gmeint
i miech ihn zum Spott

Du weisch jo wie bitter
wie truurigi es isch
w
enn Mönsche dich miide
will d‘andersch bisch

Damals isch’s dir jo
ganz schlimm ergange
will „gschpottet“ hesch
bisch am Chrüz obe ghange

Mich lönd’s lo läbe
si meinets no guet
und merket doch nid
wie weh, dass es tuet

wenn d’plötzlich als Mitchrischt
dernäbe bisch
und all für eim bättet
dass grettet wirsch

Was ich aber bätte
s’isch würklich min Wunsch
wie du möchte i wärde
du liebsch jede Mönsch

 

 

 

 

 

de falsch Momänt

S’Dorli isch scho lang am Wäge
hin und her het‘s überleit
Si Sach isch nid ganz eifach z’säge
und was mol gseit isch, das isch gseit

Doch säge möchts es will es meint
me sett doch offe si
ir Familie mitenand
und Äs…ghört au dört dri

Äs dänkt bi sich mit chli Humor
chame das Ganze würze
echli Witz und trotzdem wohr
das chönnt de Sach nur nütze

Leider hets de falsch Momänt
de falschi Witz verwütscht
und isch mit siner guete Gschicht
nid glandet sondern grüütscht

Verzwiiflet hets sich welle hebe
a sine liebe Lüüt
doch die hei gseit wie chasch au nur
so öppis macht me nid

Si hend sich abdreit will es het
en Andere afo rede
d‘Gschicht vo ihm isch rächt zur Zyt
und wichtiger vo Bedne

hüt isch scho morn

Hüt isch scho morn
und geschter isch wenn
wenn isch das gsi
i weiss es scho nümm

I weiss nümme wie
und was isch wo
warum isch alles so
schnälläbig do?

Wett nümme renne
haltet se aa
stoppet die Chugele
si söll eifach staa

Weiss de Himmel
was los isch uf Ärde
warum denn alles
no schnäller mues wärde

No meh inedrücke
in jede Tag
dass me am Ändi
eifach nüm mag

nur en Momänt
e Stund oder und zwei
wett i verschnuufe.
mit mir ganz elei

danke…