Was reimt sich uf „impfe“?

Ich froge mich grad, was reimt sich uf „impfe“
und chume zum Schluss, es reimt sich nur „schimpfe“
und würklich, es schimpfe
grad all wägem impfe
si tüend au enand gar bös verunglimpfe

Am Schluss mues me fürchte, mer hei statt Gimpfti
vom ville Schimpfe nur Verunglimpfti
wo gnueg hei vom Impfe
müed si vom Schimpfe
Me cha denn nur hoffe, s’goht alles no glimpfli…

Luftmatratze und es Zmorge (Juniverse)

Luftmatratze und Frühstück – auf Englisch übersetzt: Airbed and breakfast, kurz Airbnb.
Mein heutiger Beitrag ist in Schweizerdeutsch. Leider wollte das Wort Airbnb rythmisch überhaupt nicht reinpassen deshalb musste ich es zu Airbb (Erbibi) umwandeln. Verzeiht mir dies und habt viel Spass beim Lesen.
Den letzten Absatz dürft ihr gerne persönlich nehmen, ich freue mich auf einen tollen Gästesommer!

Drüü Luftmatratze und es Zmorge
inklusiv am nöchschte Morge.
isch es günschtigs Agebot
wemme nid is Hotel wott.
Bueche chönne alli Lütt
eifach gschnäll im Internet.
Schlofe tuet me halt am Bode
in dr Stube und am Obe
trinkt me no es Gläsli Wy
und gnüssts, dass me cha zämme si.

Eso het alls sin Afang gno
und hütte stoht ä Firma do
wo wältwiit Unterkünft vermittlet
schlicht als Airb(n)b betitlet

(wägem Reim fallts „n“ anheim)
Aussprache fortan: erbibi

Ich sälber biete mine Gescht
uf Airbb nur s’Allerbescht
Anstatt ufre Luftmatratze
darf de Gascht sich glücklich schätze
ime grosse, warme Bett
im eigne Zimmer hübsch und nett
am Morge früeh erholt z’verwache
während ich tue Zmorge mache

Du dörfsch, als Läser vo mim Blog
eifach bitte ohni Dog (nur wägem Reim)
eimol Gascht und König si
gratis i mim Airbb
am beschte mäldisch dich gli aa
dass ich für dich grad bueche cha.
Wenn denn me als fünf wei cho
hätts au no Luftmatratze do

😂😂😂

das kleine Städtchen Werdenberg im Herzen des St. Galler Rheintales, welches für sich schon einen Besuch wert ist!
Zudem ist Buchs/Werdenberg Ausgangspunkt für viele schöne Ausflüge und Wanderungen in der Umgebung,
in Liechtenstein und Österreich. Wir beherbergen Gäste in Privatzimmern und in einem Studio mit eigenem Eingang.
(kursiv anklicken)
Herzlich willkommen!

s’erschti Mol

S’erschti Mol bruucht echli Muet
s’bruucht de Glaube «es chunnt guet»
Echli Verrucktheit und chli Gwunder
mischt sich under s’erscht Mol drunder
S’erschti Mol isch es probiere
me hofft eifach, s’wird funktioniere
S’erscht Mol – wie so oft im Läbe
goht villicht au chli dernäbe
Doch gar alls foht aa demit
ohni s’erscht Mol chunntsch nid wiit
und überhaupt – isch es nid toll
öppis z’mache s‘erschti Mol?
Egal wies chunnt – öb guet,  öb chrumm
die erschte Mol vergisst me nümm
und wemme denn zum letschte Mol
öppis macht isch’s ohni Groll
d‘Erinnerige an all die Erschte
mached s‘Läbe voll zum Berschte

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?

Schwiige isch nid immer Gold

Manchmal wird das Schweigen zwischen Menschen so laut
dass einer sich die Ohren zuhalten muss


Im Dorli drin schwigts eländ lutt
sit me ihm het gseit
dass me ebe schwiige wett
will mes nid vertreit

Ja, was denn? Was vertreit me nit?
Isch’s öppe d’Wohret, säg?
Derbi wärs aller höchschti Zyt
und s’Gspröch der einzig Wäg

Dr einzig Wäg um sich z‘verstoh
isch d’Tatsach zerscht z‘verträge
dass ein nid s‘Gliiche fühlt wie du
und d’Gfühl – dörf jede säge

Villicht hesch dich no gar nie traut
vo eigne Gefühl z’verzelle
und s’Rede isch dir nid vertraut
au wenn’s no gärn hetsch welle

Doch het e jedes Gfühl en Grund
und jede Grund si Gschicht
drum loss es zue zur rächte Stund
bevor gar alls zerbricht

Irgendeinisch isch es z‘schpoot
und s‘git vom ewig Schwiige
ä Tinnitus wo nüm vergoht
wo immer luut wird bliibe

Was eimol isch gsi

Was eimol isch gsi
und denn lang nümm,
isch plötzlich wieder
dis Lache, di Stimm
Du bisch es, isch’s möglich
nach so langer Zyt
gsehn ich dich wieder,
dass es so öppis git!
Vertraut und doch neu,
zwüsche nöch und no fern
gschpüre mer bedi,
mir hend eus no gern

für meinen Schulschatz
(mit Blume in der Hand)
den ich nach 45 Jahren wieder getroffen habe

und wo ist die Brig?

Traum vo dr Erkenntnis

Gott hett hütte i de Nacht
bim Dorli churz es Bsüechli gmacht
und hett ihm gseit: „Los emol zue,
ei Sach git mir eifach kei Rueh.
Es goht um d’Schöpfig – weisch, de Bricht,
in Wohrheit isch es nur ä Gschicht.
Es het vor Adam und sir Frau
scho Zyte geh und Mönsche au.
I ha dr das nur welle säge
und dass di nid verchopfsch drwäge.“

S’Dorli het drab scho chli gschmunzlet
doch plötzlich hett es d’Stirne grunzlet,
denn uf eimol wird ihm klar,
wie tüüf die Botschaft und wie wahr.
Am Änd isch’s anders, als mer meine
und wüsse tuets jo eh e keine.
Nur – isch wäge däm die Gschicht
nid eifach falsch, sie het scho Gwicht.
Zwüsche de Ziile stoht vill meh
als me grad eso cha gseh

Das het jetzt s’Dorli welle säge, und ja
verchopf die ruhig chli drwäge

verchopfe – sich zuviel Gedanken machen

S’Dorli und sini Tierli

S’Dorli findets gar nid nett
jedi Nacht elei im Bett
drum schloofts mit villne Tierli ii
um z’Nacht nid ganz eleini z’si
Chüssi hets au meh als eis
uf em Bett wie ime Kreis
und äs zmitts drinne träumt wie immer
es chiem si grossi Lieb is Zimmer
würdi Tier und Chüssi büschele
und näbe ihns sich häre kuschele 

Chüssi – Kissen
chiem – käme
büschele – ordnen

Es isch Zyt

Es isch Zyt
für en neue Umgang
unterenand
en Schnitt
mit de alte Zyt

Es isch Zyt
für en neue Afang
mitenand
en Schritt
in e neui Zyt

Es isch Zyt
für en neue Zuegang
zunenand
wenn de witt
es isch Zyt

s’Dorli

Wer ist eigentlich das Dorli? Ich benütze den Namen manchmal, um eine Geschichte zu erzählen. Es gibt sie aber tatsächlich, die Frau, die Dorothea heisst. Liest selbst:

S’Dorli isch im Grund gno jo
en alti Frau, ä bravi
Zytläbens hätt si gärn das do
was hüt ein seit, das darf i

Sie het nie dörfe, het nur welle
Si het’s villicht scho au mol gwogt
und denne gseit:  „I het nid selle!“
und s’schlächte Gwüsse het si plogt

So isch si brav und aapasst bliibe
het all Erwartige erfüllt
vo de Lüüt und vo de Gschiide
und het kei dummi Frooge gstellt

Wie wärs ächt cho in ihrem Läbe
hetti sie vo ihrem Muet
chli zämme gno und chönne säge
das woni dänke, das isch guet?

Das mach i jetze! Ganz egal
was anderi vo mir wei!
Ich han en Traum und mini Wahl
die triff i ganz elei?

Zum Glück isch villes anders hüt
und s‘muess no besser wärde
dr Mönsch isch frei und jede dörf
sich sälber si uf Ärde

Was eine tuet – i würd doch meine
solang’s mit Achtig gescheht
isch richtig und es git ä keine
wo z‘Rächt dergege redt

Wäg däm het s’Dorli do bi mir
e Stimm und no es Läbe
es dörf und was es eus verzellt
isch gwüss nid so drnäbe

Sini Gschichte sind au eusi
mä chas sich spiegle
drinne
und eigentlich – genau das wei si
dass mer eus chli bsinne