Souvenir

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Die chlini Dita stoht verlore

im Lädeli grad näbedra

vom Ferielager i de Bärge

und luegt die schöne Sachen a

 

Am liebschte würd sie heime fahre

s’Lager, das isch nüt für si

gäb‘s nid das Maitli, wo si plooget

wär‘s villicht no andersch gsi

 

S‘Lädeli isch wien‘en Troscht

mit sine schöne Sache

und Dita weiss denn plötzlich au

was sie chönnti mache…

 

Ich chauf mir doch es Souvenir

vo mim Feriebatze

und Eis für alli, wo dihei

das würdet‘s sicher schätze

 

Natürlich längt das Gäld nid wiit

nur grad für’s Murmeltier

es bitz enttüüscht drückt si’s an sich

du Chlises – ghörsch jetzt mir.

 

Am Obe nimmt sie alle Muet

goht und frogt de Leiter

„chasch du mir nid…?“

„doch doch, ich chan

es bitzeli chan i“, seit er

 

Jede Tag chauft Dita jetzt, 

im Lädeli es Gschänkli

am Obe sitzt si gwöhnlich denn

bim Leiter uf em Bänkli

 

Und de git ihre immer wieder

no en Batze druf

bis eines Tages meint er denn

„Maiteli, jetzt isch Schluss!“

 

Schluss isch‘s au mit Lagerläbe

Dita isch so froh

d’Gschänkli het si alli packt

d‘Eltere sind scho do

 

Fröhlich seit sie jedem „tschüss“

jetzt cha si wieder lache

und dihei – was werdet‘s ächt

für grossi Auge mache?

 

Wenn Dita denn us ihrem Sack

die schöne Gschänkli nimmt

und jede vor Familie

vo ihre eis bechunnt?

 

De Vati ladet d‘Koffer uf

„hesch au nüt vergässe?

Mir wei fahre,“ seit er denn

„und nöime no go ässe.“

 

Dita isch versöhnt mit sich

es isch doch ganz guet gloffe

do chunnt de Lagerleiter no

und sait:

„Ei Rächnig wär no offe…“

16016959 - cute ground squirrel in banff national park, canada

 

 

Tinitus

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Tinitus, du chlini Muus

hocksch mer in de Ohre

und wenn‘s dusse ruhig wird

fosch drin afa suure

chlini Muus, i chas nid ha

chasch nid bitte höre?

mich tuet das Grüsch i mine Ohre

unwahrschinlich störe

s‘Müüsli seit, los guet du Mönsch

de Ohreschmalz würd nütze

putz dine Ohre lieber nümm

das chläbrig Züüg tuet schütze

Gesagt getan und siehe da

s’Müüsli het nid glooge

sither schloof i zobe i

ohni Grüsch

chan‘s sälber fascht nid gloobe

in der Eisenbahn

So oft ich in der Eisenbahn sitze

Und zum Fenster hinaus schaue

ziehen sie vorbei

Die Erinnerungen

Stationen meines Lebens

manchmal geb ich mich ganz dem Träumen hin

manchmal lächle ich

manchmal trifft mich gar ein schauen

und nur zu bald

steig ich wieder aus

ins nächste Abenteuer

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verwandt

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Wuet und Niid ha

ufenand

Meinige gönge

usenand

überenander

Schimpf und Schand

am Schluss isch alles

abenand

 

aber mir si doch verwandt!

 

enand vergeh 

und zämestoh

mitenander wiitergo

s‘Läbe teile

fürenand

Friide ha

und sich freue

anenand

mir sind nämlich fescht verwandt!

de Feufer und s’Weggli

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De Feufer und s‘Weggli

beides goht nid

und nimmt‘s eine doch

het en Andere nüt

 

mängisch dunkt‘s mi

uf dere Wält

isch das s‘ einzig Ziel

me will s‘Brot und au s‘Gäld

 

wie wär‘s denn Lüüt

wenn mir würde teile

alli hetted

es würd öppis heile

 

mir wäre nid arm

und mir wäre nid riich

mir wäre verschide 

und doch alli gliich

 

denn niemert bruucht meh 

als es Dach überem Chopf

en Arbet wo Spass macht 

und z‘Ässe im Topf

 

oder?

 

denn wär no Zyt

fürenand wo würd bliibe

zum Mönsch si und und läbe

zum‘s Läbe fiire

12647523 - child who breaks a piece of bread with your hands