Es isch Zyt

Es isch Zyt
für en neue Umgang
unterenand
en Schnitt
mit de alte Zyt

Es isch Zyt
für en neue Afang
mitenand
en Schritt
in e neui Zyt

Es isch Zyt
für en neue Zuegang
zunenand
wenn de witt
es isch Zyt

hart wie Stein

Ich traf den Herren heut beim Baden
und dachte mir, es könnt nicht schaden
ihm ein liebes Wort zu geben
sicher ist’s nicht leicht, sein Leben.
Auf meine Frage, wie’s ihm gehe
meinte er, das man’s ja sehe
und ich doch keine Ahnung hätte
vom Leben in des Flusses Bette.
Ständig würde er von Steinen
geschubst, sogar schon von den Kleinen.
Da tat‘s mir leid um solch ein Los
und legte ihn auf meinen Schoss.
Ich fragte, ob es ihm genehm
wenn ich ihn nach Hause nähm
nur – er müsse mir versprechen
ab und zu auch mal zu lächeln.
Da sagte er: „Du musst verzeihn
Ich bin nun mal so hart wie Stein.
Da blieb am Schluss der Herr im Fluss
dort liegt er noch am selben Ort
und wird geschubst in einem fort.

mein schönster Gewinn

Die Jahre ziehen wie Wasser im Fluss
und spülen so manches an Land
mal ists Geröll, mal ein freundlicher Gruss
des Lebens Spuren im Sand

Und manchmal glitzern die Sterne darin
und künden von Jubel und Glück
Mädchen, du warst mein schönster Gewinn
denk ich an dein Kommen zurück

Du brachtest mir Freude und Tränen zugleich
das Wasser stieg manchmal gar hoch
doch waren die Jahre wie nie zuvor reich
und reich sind sie immer noch

Oft halt ich nun inne – ich liebe es sehr
am Fluss Deines Lebens zu stehn
und wünsche, er bringt dir an Gutem noch mehr
mein Kind, deine Welt ist so schön

Wer sind sie?

Wer sind sie, die heimlich planen
sie, die offiziell „Humanen“
sie, die uns regieren wollen
und längst wissen, wie sie’s rollen
Sie, die uns nach Strich und Faden
nur belügen wenn sie sagen:
„Wir haben auf die Menschen acht!“
doch wahrlich geht’s um ihre Macht.
Sie sind stark und wir, die Schwachen
lassen uns zu Sklaven machen
Derweil sie unser Schicksal lenken
schuften wir, anstatt zu denken.
Wir geben ihnen alle Zeit
und selber kommen wir nicht weit
Ins Essen schmuggeln sie das Gift
was nur uns und nicht sie trifft
mit den Viren aus dem Schrank
machen sie uns alle krank
Auch G5 und Flugzeugstreifen
sind dazu da, uns anzugreifen
und weil wir nun darüber schimpfen
muss man uns jetzt endlich impfen
bis wir geistig dumm und blind
ihnen völlig Willens sind
Unser Geld gehört schon ihnen
sie, die lachen und sich rühmen
folgen uns auf Schritt und Tritt
chippen uns, weil sie damit
kontrollieren was wir tun
und sie werden niemals ruhn
bis sie uns verhaftet haben
weil wir ihnen zu sehr schaden
und zum Schluss wird liquidiert
jeder der nicht kooperiert
(und auch die, die kooperieren)
bis die Menschheit reduziert
und ihnen dann die Welt gehört

Ja, sag einmal, was sie dann machen
wenn sie dieses Ziel erreicht?
Und überhaupt, wer sind die „Drachen“
Wer sind SIE?
Sind Sie’s vielleicht?

s’Dorli

Wer ist eigentlich das Dorli? Ich benütze den Namen manchmal, um eine Geschichte zu erzählen. Es gibt sie aber tatsächlich, die Frau, die Dorothea heisst. Liest selbst:

S’Dorli isch im Grund gno jo
en alti Frau, ä bravi
Zytläbens hätt si gärn das do
was hüt ein seit, das darf i

Sie het nie dörfe, het nur welle
Si het’s villicht scho au mol gwogt
und denne gseit:  „I het nid selle!“
und s’schlächte Gwüsse het si plogt

So isch si brav und aapasst bliibe
het all Erwartige erfüllt
vo de Lüüt und vo de Gschiide
und het kei dummi Frooge gstellt

Wie wärs ächt cho in ihrem Läbe
hetti sie vo ihrem Muet
chli zämme gno und chönne säge
das woni dänke, das isch guet?

Das mach i jetze! Ganz egal
was anderi vo mir wei!
Ich han en Traum und mini Wahl
die triff i ganz elei?

Zum Glück isch villes anders hüt
und s‘muess no besser wärde
dr Mönsch isch frei und jede dörf
sich sälber si uf Ärde

Was eine tuet – i würd doch meine
solang’s mit Achtig gescheht
isch richtig und es git ä keine
wo z‘Rächt dergege redt

Wäg däm het s’Dorli do bi mir
e Stimm und no es Läbe
es dörf und was es eus verzellt
isch gwüss nid so drnäbe

Sini Gschichte sind au eusi
mä chas sich spiegle
drinne
und eigentlich – genau das wei si
dass mer eus chli bsinne