Kann ich einen Kaffee haben, einen kleinen Kaffee please ? Sonst ist alles gut, ich brauche just a coffee for my peace.
Oki Doki, ich kann warten, die Crew ist busy im Moment. Und das Flugzeug wackelt heftig, was ich gar nicht lustig find.
Hello there, where is my coffee? Bald ist Landung angesagt 😳 Just a coffee wäre super, Zweimal hab ich schon gefragt.
Ach, der Service lässt zu wünschen übrig bleibt mein trockner Mund. Just a coffee für den Frieden wäre jetzt nicht viel verlangt.
Ess ich halt den Kuchen ohne, ohne Kaffee, sei‘s halt drum. Dazu ein klein Gedichtlein schreiben, so geht die Zeit im Fluge um.
Das Essen auf dem Flug war übrigens schrecklich Ein geschmackloses Sandwich mit undefinierbarem Inhalt, ist in der Mikrowelle beinahe verbrannt 🙈 Das könnten sie sich echt sparen!
Mein Bruder hat mir kürzlich offenbart, dass ihm das Zusammensein mit mir keinen Mehrwert bringt 😢
Bruder, ich bin mehr wert als der Mehrwert, den du von mir erwartest. Brächte ich ihn, welchen Wert würde er vermehren?
Ich bin Mensch. Du bist Mensch. Wertvoll, so wie wir sind.
Solche Aussagen könnten einem wahrlich erdrücken und sich wie ein bedrohlicher Berg vor einem auftürmen. Aber man kann den Berg auch erklimmen und „drüber“ stehen. Oben angekommen, weiter sich der Blick und was da unten eben noch bedrohlich war, verliert plötzlich seine Grösse. 😌
Du kanntest mich, mein Liebster,
du wusstest, wer ich war.
Du sahst mein stetig Werden
und Wachsen, Jahr um Jahr.
Du hast mit mir gesungen
und hast mit mir gelacht.
Du wusstest was ich liebe
und was mir Freude macht.
Du warst mein eng Vertrauter,
der auch mein Scheitern sah,
und der mich trotzdem liebte,
was immer auch geschah.
Du nanntest mich beim Namen,
den du mir selber gabst,
und der nun längst verklungen,
weil du ihn mit Dir nahmst.
Du hättest manche Tage,
wie diesen heut bedacht,
und hättest Sonnenblumen
vom Felde mitgebracht.
Kannst du wohl ermessen,
Wie schwer es manchmal ist,
dass du, der alles wusste,
nicht mehr bei mir bist?
Und dass mit dir viel Schönes
aus meinem Leben ging,
so dass ich mich schon fragte,
wer ich denn jetzt noch bin?
Ich sag: „Ich bin!“ Und: „Ja, ich werde
mit dir im Herzen weitergehn!“
Und eines Tages, Götz, mein Lieber,
werden wir uns wiedersehn.
Vor langer Zeit lebte auf einem Hof ein Knecht namens Johann. Er war kein schlechter Mensch, aber er trug eine schwere Last im Herzen. Nach dem plötzlichen Verlust seiner Liebsten verfiel Johann in eine tiefe, stumme Trauer. Er sprach kaum noch ein Wort, verrichtete seine Arbeit im Stall mechanisch und zog sich von allen Menschen zurück. Sein Glaube an das Gute in der Welt war erloschen.
In einer klirrend kalten Winternacht, als der Frost das Holz des Stalls zum Knacken brachte, saß Johann allein bei den Kühen. Er öffnete für einen Moment die Stalltüre, blickte in die endlose, schwarze Nacht hinaus und rief voller Verzweiflung: „Wenn mich doch nur die Erde verschlucken würde, damit dieser Schmerz im Herzen endlich aufhört. Ich will kein Teil dieser Welt mehr sein!“
Die alten Sagen erzählen, dass in solchen Nächten die Grenze zwischen den Welten hauchdünn ist und das Schicksal jedes verzweifelte Wort auf die Goldwaage legt. Plötzlich fuhr ein tiefer, warmer Windstoß durch die Ritzen des Stalls. Es war gerade so, als hätte die Vorhersehung seine Worte gehört.
Als Johann die Stalltüre schließen wollte, spürte er, wie die Wärme seinen ganzen Körper wie eine Umarmung durchströmte. Es fühlte sich wunderbar an. Seine Hände hielten den Holzbalken der Türe umklammert. Da wurde er gewahr, dass die Wärme allmählich durch die Finger von ihm wich. Es tat nicht weh; es war vielmehr so, als würde gleichzeitig die schwere Trauer aus seiner Brust direkt in die Fasern des Holzes fließen. Langsam, Zentimeter für Zentimeter, verschmolz sein Körper mit dem hölzernen Pfosten des Stalltors. Er wehrte sich nicht. Er schloss die Augen und fand endlich den Frieden, nach dem er sich so sehr gesehnt hatte.
Als die Bauersleute am nächsten Morgen durch die offene Stalltüre eintraten, war Johanns Schlafplatz leer. Niemand hatte ihn gehen sehen, und im Schnee gab es keine Spuren. Erst als der Bauer wieder aus dem Stall trat und das Tor schliessen wollte, entdeckte er das Abbild im Holz: Es war das Gesicht von Johann. Doch es zeigte keinen Zorn, sondern den unendlich traurigen, sehnsuchtsvollen Blick, den er an seinem letzten Abend gehabt hatte.
Seit diesem Tag, so erzählt man sich, ruht der Hof unter einem besonderen Schutz. Johann war zwar aus der Welt der Lebenden verschwunden, doch als stummer Wächter im Stalltor wacht er fortan über das Vieh und den Hof – gebannt im Holz, bis seine Trauer irgendwann ganz vergangen sein wird.
Geschichten und Sagen sind schon immer durch Zusammenarbeit entstanden. Früher saßen die Menschen in der Spinnstube zusammen: Einer hatte die Idee oder brachte ein Fundstück mit, der Nächste spann den Faden weiter, und der Dritte schmückte es mit den passenden Worten aus. Genau so haben wir das auch gemacht: KI und ich 😀
Das Emmeli war unser Familienbäbi. Wie es zu uns kam, weiss heute niemand mehr. Vielleicht gehörte es tatsächlich dem Chregel, meinem grossen Bruder – aber auch das weiss keiner mit Sicherheit. Er jedenfalls erhob jedes Mal Anspruch auf das Bäbi, wenn ich oder meine noch kleinere Schwester damit spielen wollten. Dabei hatte er keine Ahnung von Bäbis. Er glaubte wohl, es freue das Emmeli, wenn man es entführte und ihm mit einem rosaroten Filzstift das ganze Gesicht bemalte. Das Emmeli sagte natürlich nichts. Ich erinnere mich aber noch an den schrecklichen Moment, als mein Bruder der Schwester und mir stolz sein Kunstwerk auf Emmelis Gesicht präsentierte. Der Aufschrei von uns „kleinen Müttern“ rief die grosse Mutter herbei. Auch sie war entsetzt über die rosafarbene Bemalung und versuchte sofort mit allen Mitteln, das Bäbi wieder sauber zu bekommen. Leider mit wenig Erfolg. Es sah ganz so aus, als würde das Emmeli sein Leben lang gezeichnet bleiben. Ich war untröstlich.
Aber ich war ein gutes Mütterchen. Ich liebte das Emmeli trotzdem von Herzen, pflegte und hätschelte es, und später nähte ich ihm sogar selbst Kleider. Vielleicht gerade wegen des Unglücks, das ihm widerfahren war, wurde es mein allerliebstes Bäbi. Es behielt diesen besonderen Platz sogar, als später andere Bäbikinder dazukamen.
Mit der Zeit verblassten die rosa Striche auf seinem Gesicht, und das Emmeli lebte noch viele Jahre. Es durfte sogar noch meine Kinder kennenlernen. Wie das Emmeli schliesslich verloren ging, weiss heute ebenfalls niemand mehr. Ich befürchte, dass ihm irgendwann etwas zugestossen ist. Geblieben ist nur noch der kleine Stuhl, auf dem ich das Emmeli damals gefüttert habe. Manchmal denke ich wehmütig an mein geliebtes Bäbi zurück. Doch es gibt auch eine schöne Verbindung in die Gegenwart: Eine von meinen Enkeltöchtern heisst ebenfalls Emmi – so wie auch meine Urgrossmutter. Der Name Emmi hat deshalb in unserer Familie bis heute eine ganz besondere Bedeutung. Er bedeutet übrigens „die Ehrgeizige“, „die Fleissige“ oder auch „die Grosse“. Zu unseren drei Emmis passt der Name auf jeden Fall. Und wenn ich die Fotos betrachte, würde „furchterregend“ auch noch passen….😂
das berühmte Emmeli auf meinem Schoss (die Bemalung war schon stark verblasst)
auch sie hatte ich oft auf meinem Schoss – die grosse, ehrgeizige und oft auch herrlich, theatralische Emmi in Aktion
meine Urgroßmutter Emmi habe ich nie kennengelernt. Man sagt, sie sei eine strenge Frau gewesen.
Es sagt Mama Hansen zum Franz: „Deine Fransen, schau mal, wie sehr sich diese zerfransen. Ich schneid‘ sie dir ab komm her, mach kein Tanz! Schluss mit den Fransen, dem Firlefanz!
Der arme Franz, er wollt’ sich verschanzen, hinter dem Schrank, hinter den Pflanzen, es half jedoch nichts.
Was war aber dort, an Mama‘s Pflanzen? Ein kurzer Check - er sah es sofort, sie war‘n voller Wanzen! Da dachte der Franz: „Bevor sie zerfransen, schneid ich die ab. Schluss mit den Pflanzen, dem Firlefanz!“
Und so liess der Franz seine Fransen, ganz ohne Tanz.
Doch später fand die arme Frau Hansen die kahlen Pflanzen befreit von Wanzen und Blättern ganz.
Die heutige Schreibanregung hat mich tatsächlich angeregt und an eine schöne Begebenheit erinnert. Ihr könnt sie gerne auf Totenhemdblog nachlesen. Liebe Grüsse, eure Brig