Limerick/conspiracy theory

There is a nice guy in Wetherby 
who is very much into conspiracy 
but from the many 
he can't tell you any 
which are not simply a theory 

Wer Lust hat, kann es hier noch ausführlicher auf Deutsch lesen:

The nice guy from Wetherby war derjenige, der mir für die Zeit der 10-tägigen Quarantäne bei die Einreise nach England Unterschlupf gewährte. Wahrscheinlich dachte er: „Gut, kommt die zu mir, da ist sie wenigstens nicht so eingesperrt.“ Nebst der Tatsache, dass sich die Behörde überhaupt nicht dafür interessierte, wo ich meine Quarantäne verbringe, landete ich also ausgerechnet bei einem Coronaleugner, der mich entsetzt anguckte, als ich brav mit Maske vor seiner Haustüre stand. Er glaube nicht an die Wirkung von Masken und vor allem die blauen seien sehr problematisch, meinte er. Ich solle lieber keine tragen.
Mir war das mehr als recht und bald erfuhr ich auch den Grund für seine Sorge. Er erklärte mir, die blauen Masken wären mit Trockenwürmern getränkt (trocken oder getränkt jetzt?), die durch die feuchte Atemluft zum Leben erweckt, und den Weg in die Lunge fänden um dort ihr Werk der Zerstörung zu vollbringen.
Dasselbe passiere übrigens auch mit den Wattestäbchen, die man den Menschen mit Gewalt bis zum Hirn hinaufschiebe. Die Würmer würden dort freigesetzt und in das Hirn eindringen.
Ich konnte das alles nicht glauben, und zudem hatte ich meinen Kopf voll mit anderen Dingen. Ich wollte möglichst friedlich und schnell diese Tage hinter mich bringen. Nun war der junge Mann durchaus nicht alleine mit seiner Meinung. In seinem Hause trafen sich während meines Aufenthaltes Coronaleugner und Aktivisten, die es mit der verschwörten Regierung aufnehmen wollten. Von Quarantäne machen war also keine Spur, es waren täglich Leute auf Besuch. Einmal kam eine junge Schottin, welche behauptete, Zugang zu einem Labor zu haben, wo sie eben die blauen Masken und Wattestäbchen testen würden. Ich sagte, dass die Schweizer Stäbchen sicher „clean“ seien, worauf sie promt ein Testset von mir haben wollte. Ich habe ihr – schon alleine wegen ihres herrlichen schottischen Akzents – gerne eins geschenkt mit dem Vermerk, dass ich das Resultat des Labortests erfahren möchte. Ich habe nie wieder von ihr gehört.
Dafür hörte ich eines Nacht ein heftiges Rumpeln. Ich war sofort hellwach und wusste bereits, was passiert war, noch bevor ich die Tür von meinem Schlafzimmer öffnete. Seitdem ich auf einer Ferienfahrt einen Mitreisenden mitten in der Nacht blutüberströmt im Hotelkorridor vorgefunden habe, gehe ich jedem Rumpeln nach und siehe da – mein Gastgeber lag splitternackt und ausgestreckt am Fusse der steilen Treppe, die vom oberen Stock nach unten führte und von welcher er offenbar runtergefallen war.
Erst musste ich sichergehen, dass er noch lebte, denn er regte sich nicht mehr. Er musste mindestens bewusstlos sein. Immerhin war kein Blut zu sehen und als ich seinen Herzschlag prüfte, schien es ruhig zu schlagen. Ich beugte mich über sein Gesicht und da kam er auch schon wieder zu sich. Es mutete fast wie eine Neugeburt an, wie er da lag – der Kopf von der Hebammen Hand gehalten – und da gab er auch schon einen Laut von sich: „Lass mich alleine!“ Ich holte eine Wolldecke, deckte ihn zu und riet ihm, noch ein Weilchen liegen zu bleiben. Ach…ich hätte so gerne die ersten Gehversuche mit ihm gemacht. Der Morgen kam, und er war wieder völlig hergestellt. Wir haben nicht mehr darüber gesprochen.
Apropos Viren und Bakterien…so hübsch sein kleines Häuschen auch ausschaute, so dreckig war es. Und ich bin jetzt keine empfindliche Person, was Dreck anbelangt. Vor allem die Küche war grenzwertig. Ich empfand gar kein Bedürfnis von seinem Angebot, mich jederzeit zu bedienen, Gebrauch zu machen. Da war ich froh, um die täglich frischen Nahrungslieferungen seitens meines geschätzten Studenten. Trotzdem war die Küche bei meinem Weggang um einiges sauberer, als sie bei meinem Einzug war.

Zum Ende wurden der junge Mann und ich irgendwie doch noch Freunde. Ich war ihm endlos dankbar für die offene Unterkunft mit Garten (!) und für seine nette Gesellschaft. Was das ganze Theater mit Lockdowns, Tests und Quarantäne anbelangt – da waren wir uns einig – man hätte es den Menschen ersparen können.
Die Sache aber mit all den Verschwörungstheorien (die Wattestäbchen waren nur die Spitze des Eisbergs) – das beschäftigt mich bis heute, denn der junge Mann ist leider nur einer von vielen, die mit ihren extremen Ansichten in den letzten drei Jahren unzählige Menschen zusätzlich verunsichert haben und es immer noch tun.

gemütliches Quarantänehäuschen 🙂
fresh food daily!
romantischer Garten im Hinterhof
Zimmer mit Aussicht

Fotoprojekt 2023 / Werdenberg Margelkopf

Beitrag zum Fotoprojekt 2023 von Royusch „die vier Jahreszeiten“

Gerne beteilige ich mich an Rolands Fotoprojekt „die vier Jahreszeiten“
Jeden Monat werde ich ein Bild von Werdenberg mit dem Margelkopf im Hintergrund veröffentlichen.
Beides – die Stadt und der Berg sind Teil meines Lebens geworden. Im Laufe des Jahres erzähle ich euch auch ein paar Geschichten dazu bzw. ich lade euch herzlich ein, diese beiden Orte zu besuchen. Wer es wagt, dem garantiere ich Übernachtung und eine tolle Führung durch die Stadt wie auch auf den Berg, wo es übrigens einen Hang voller Edelweiss gibt. Aber das dauert jetzt noch ein paar Monate….
Man sieht, dass es ein wenig über die Berge geschneit hat. Ansonsten ist das Gras schon verdächtig grün, was auf die warmen Temperaturen in den letzten Wochen zurückzuführen ist

13. Januar 2023, 11 Uhr / Stadt Werdenberg mit Margelkopf im Hintergrund

our future

When I dream about our future
when I 'm lost in thoughts with you
I see us walking through the pasture
underneath the sky of blue

I see the sheep and how they’re grazing
no worries there of what will be
nothing of a time that's racing
only peace and harmony

When I dream about our future
when I'm lost in thoughts with you
I wish the time would pass much faster
and my dreams - they would come true
 even without the blue sky  - a dream!

liebt Gott die Welt so sehr…

...dass er seinen einzigen Sohn hergab
damit alle,
die nicht an ihn glauben
umkommen
und auf ewig verloren gehen?

Wenn es so wäre
würden nicht nur alle „Ungläubigen“ brennen
sondern auch meine Weihnachtskrippe
würde in Flammen aufgehen

Wir müssen begreifen, dass die Liebe Gottes mehr ist als alles , 
was sich je unser erbarmt hat. 
Erst dann werden wir erahnen, zu was sie fähig ist 
Ich wünsche allen Lesern ein herzerwärmendes
und hoffnungsvolles Fest der Liebe

wortlos

Wortlos
bist du fort gegangen
ohne einen Blick zurück 
Alles hast du mitgenommen
wars auch gestern erst
da strahltest du vor Glück

Wortlos
sind wir da gestanden
ohne Antwort, ohne dich
nichts mehr war von dir vorhanden
dein Platz war leer
unabänderlich

Wortlos
sind wir auch geblieben
Traurigkeit und manchmal Wut
sind eingezogen anstatt Frieden
wie du gegangen bist
das war nicht gut

Doch heute 
bin ich dir begegnet
schweigend schauten wir uns an
ich fühlte ihn
den Augenblick, der segnet
und nahm dich fest in meinen Arm

Nur ein Wort
hab ich gesprochen
weil ich weiss, wieviel es wiegt
in allem was in uns zerbrochen
wird etwas heil
wenn unsere Seele liebt

zu viel

Ich empfinde zu viel
es geht immer tief
einfach viel zu intensiv
Oft bin ich dann
mit allem Empfinden
allein und ich kann
mich selbst nicht mehr finden
Will da nicht weilen
es ist mir zuwider!
Anstatt, dass ich's horte
mit wem könnt ich's teilen?
Doch lässt sich's nicht fassen
schon gar nicht in Worte
so muss ich’s belassen
und hoffen 
s’wird wieder

sanft und leise

         
Ein Wunder war es, sanft und leise 
plötzlich stand ich mittendrin
ganz berührt von seiner Weise
schaut ich auf zum Himmel hin
fühlte, wie sich alles kläret
wie es war von Anbeginn
und wusste wieder, dass es währet
und ich darin geborgen bin

den Herbst geniessen…

…denn die Natur macht glücklich. Diesen Sachverhalt konnte ich kürzlich unverhofft miterleben und auf einem Filmchen festhalten. Trotz der Schreckenssekunden am Ende des Videos kann ich euch versichern, dass die Beiden im Herbstwald glücklich fortalberten bis es dunkel wurde…

am Schluss wurde aus dem schüchternen Beifahrer (er hat noch nie einen Baumstamm geritten)
ein mutiger Herbstwaldverflechter
Ein gelungenes Bild – finde ich – zum Abschluss von Royusch’s Fotoprojekt „der Herbst 2022“

Natur macht glücklich
😀😀😀