Das Gute erwarten

Freudig begrüsse ich den Briefträger, der gerade dabei ist, die Briefkästen bei unserer Haustür zu füllen. Ich erzähle ihm, dass ich vom Einkauf schon etwas müde bin und mich nun richtig auf eine Kaffeepause auf dem Balkon freue, bei der ich gemütlich meine Post durchsehen kann.
Der Briefträger weiss allerdings, dass heute gar keine Post für mich dabei ist. Doch er möchte mich nicht enttäuschen. Deshalb schenkt er mir kurzerhand eine Zeitung, noch bevor ich die Leere in meinem Briefkasten entdecke.

Die Tageszeitung zum Kaffee hatte ich nun wirklich nicht erwartet. Wie freundlich doch diese kleine Geste war.
Und ja – vielleicht sollte ich viel öfter das Gute erwarten und es voller Zuversicht und Freude aussprechen.
Wer weiss, was dann alles noch „in meinem Briefkasten“ landet …

Dasselbe gilt vielleicht auch für die Welt und ihre Menschen – was meint ihr?
Was wäre, wenn wir anfangen würden, Gutes für sie zu erhoffen und daran zu glauben?
Wenn wir es immer wieder aussprechen würden?

Habt noch ein schönes Wochenende


Humor ist eine ernste Sache

Humor ist eine ernste Sache
Aber das Geniale daran ist,
dass man über Dinge lachen kann,
obwohl sie zum Weinen sind.
Und manchmal
muss man dann doch weinen
vor lauter Lachen

😀😀😀

„Komm, lass uns wieder mal lachen,“
sagte ich zu meiner Mama.
Da hat sie sich einen Ruck gegeben
und wir lachten, bis die Tränen (Zähne) kamen


Was KI dazu meint:

„Humor ist eine ernste Sache“ ist ein oft zitiertes Paradoxon, das unterstreicht, dass Humor weit mehr als blosser Spass ist. Er dient als Resilienzmechanismus, soziale Kompetenz, Ausdruck von Intelligenz und als tiefgründige Lebenshaltung. Echter Humor ermöglicht einen Perspektivwechsel in schwierigen Zeiten, fördert die Gesundheit und verbindet Menschen

Hier sind wesentliche Aspekte, warum Humor eine ernste Sache ist:

  • Bewältigungsmechanismus & Resilienz: Humor hilft, Spannungen abzubauen, schwierige Situationen zu überstehen und dient als Notwehr gegen Dinge, die man nicht ändern kann.
  • Gesundheitliche Wirkung: Lachen setzt Endorphine frei, reduziert Stress, erhöht die Schmerztoleranz und steigert das Wohlbefinden.
  • Soziale Kompetenz: Humor fördert zwischenmenschliche Bindungen, ist ansteckend und erleichtert die Kommunikation.
  • Intelligenz & Perspektive: Humor gilt als Zeichen von Klugheit und ermöglicht es, durch eine heitere Gelassenheit Absurditäten zu durchschauen.
  • Politischer/Gesellschaftlicher Spiegel: Oft als „Schwarzer Humor“ oder satirische Kraft eingesetzt, um Kritik in repressiven Systemen zu äußern.

 

übers Sterben reden

„Vom Leben berührt“ heisst der Untertitel meines Blogs, auf welchem ich seit nunmehr zehn Jahren meistens Gedichte, aber auch Geschichten und Gedanken zu dem, was mich gerade bewegt, veröffentliche.
Mal lustig, mal ernst, mal verrückt, mal verliebt – wie das Leben eben.
In letzter Zeit ist es vor allem der Tod, der mich berührt. Es wird grad viel gestorben in meinem Bekanntenkreis.

Der Tod hat mich schon immer fasziniert. Für mich – als Novemberkind, das mitten im „Sterben der Natur“ ins Leben hineingeboren wurde – hat der Tod nichts Endgültiges an sich. Er ist wie eine „Jahreszeit“, ein Übergang zu einem neuen Anfang, zu neuem Leben, sowohl für die Gegangenen als auch für die Dagebliebenen.
Jedoch weiß ich auch um den Schmerz und die Trauer, die der Tod mit sich bringt. Wer meine Beiträge liest, hat das unweigerlich mitbekommen. Das Schreiben hilft mir, Verlusterfahrungen zu verarbeiten. Aber ich schreibe ganz allgemein gerne über diese besondere „Jahreszeit“. Ab sofort auch auf dem Totenhemd-Blog. Mal werden es Infos zum Thema sein, mal Erlebtes, Gesehenes, Gehörtes – Gedichte und Geschichten, die der Tod dem Leben schrieb.

Einige von euch kennen den Totenhemd-Blog bereits. Vielleicht werde ich euch ab und zu einladen, mitzuschreiben. Aber auch ohne Einladung dürft ihr , lieber Leserinnen und Leser euch gerne melden, falls ihr zum Thema Tod, Leben und Sterben etwas beitragen möchtet. Jedenfalls freue ich mich auf einen regen Austausch auf dem Totenhemd-Blog.

Eure Brig

zum 91. Geburtstag

Meine Eltern sind nun beide 91 Jahre alt geworden
Es geht ihnen gut und sie dürfen noch zusammen in ihrem Häuschen leben. Welch ein grosses Geschenk!
Beiden habe ich ein Gedicht gewidmet . Mal auf Deudch, mal uf Schwiizerdütsch – wie es halt grad kam 😊

Liebes Mutti

Denke an die vielen Jahre,
an alles, was du schon gesehn,
an all die lieben, guten Menschen,
die seit jeher mit dir gehn.

Denke an die schönen Zeiten,
bei der Arbeit und daheim,
an das, was deine Hände schufen,
nichts wird je vergessen sein.

Denke an die vielen Träume,
die du seit jeher hast geträumt.
So mancher ist doch wahr geworden
und hat deinen Weg gesäumt.

Denk an all die Augenblicke,
voller Freude, voller Mut.
Denk an deinen starken Glauben
der dir sagt, s'wird alles gut.

Denk an Kind und Kindeskinder,
die du schon „geboren“ hast.
Auch die noch kommen, werden wissen,
welch gute Mutter du uns warst.

Schau an des Lebens schöne Dinge,
lass sie in dein Herz hinein.
Ein jeder Tag birgt seine Wunder
und ein bisschen Sonnenschein.


Vati dänk,
so’nes Alter isch es Gschänk!
Chasch no laufe, chasch no ässe,
hesch no nid alles ganz vergässe.
Bisch no im Huus,
hesch d’Frau dernäbe.
Wie vill Glück isch so’nes Läbe!
Zämme gseht me euch voruss,
Händli haltend. Und im Bus
fahred dir fascht täglich no
zum Spass und zum go poschte go.
Aber was mir bsunders gfallt,
isch, dass de Friede us dir strahlt.
Du bisch.
Bisch do.
Bisch Du.
Grad so.
Wie’s isch,
wie’s chunnt,
nimmsch jede Tag
nimmsch jedi Stund.
Und wärs die letscht,
du würsch se fiire
und würsch es eifach akzeptiere.
Und will nid du, und niemert do,
weiss, wenn säbi Stund wird cho,
so fiire mir mit dir e jedi,
vo jetz a und es gilt für bedi.
Du und’s Mutti,
siget gsägnet!
Und jede au,
wo euch begägnet.

Von Herzen alles Gute zum Geburtstag
❤️❤️❤️


Adieu, lieber Bruder

Du warst mir Bruder
in schwerer Zeit,
Geschenk des Himmels
und tröstlich Geleit.
Geh nun in Frieden,
die Engel mit dir,
und bring meinem Liebsten
Grüsse von mir.
für meinen Schwager Geri, 
in dankbarer Erinnerung

5.November 1954 - 9. Februar 2026

Wiler/Lauchernalp

Täglicher Schreibanreiz
Nenne eine Sehenswürdigkeit oder Stadt in deiner Nähe, die du noch nicht besucht hast, weil du noch nicht dazu gekommen bist.

Das erste Mal auf der Lauchernalp im Lötschental…

-Über die Tschäggättä im Lötschental gibt es HIER interessantes zu lesen

Persönlich gefallen mir die allgegenwärtigen
Bergdohlen aber besser.
Sie sind zutraulich und haben sich über die Apfelstückchen sehr gefreut

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende
❄️❄️❄️

eine schmale Brücke…

frei übersetzt aus dem hebräischen Lied „Gesher tsar meod“

Die ganze Welt 
ist eine sehr schmale Brücke
und das Wichtigste ist:
Hab keine Angst
wenn du drüber gehst!
Hab keine Angst!




Vielmehr sollte man in sich selbst nach Verdienst und guten Eigenschaften suchen und forschen. 
Und mit diesem kleinen Gut, das man in sich selbst findet, sollte man sich freuen und ermutigen, und seinen Platz nicht verlassen.
Und das Wichtigste ist, stets fröhlich zu sein.
Ein Mensch sollte sich auf jede erdenkliche Weise zur Freude bringen.
Der Text des bekannten Liedes "Gesher tsar meod" ist die Kurzform der oben erwähnten Lehre, 
welche in verschiedenen Schriften des Rabbi Nachman von Breslov vorkommt,
aber die ursprüngliche Formulierung ist wahrscheinlich aus Likutei Moharan Teil II 48:4 

Mit diesem Lied
wünsche ich allen Lesern 
von Herzen ein gutes neues und 
vor allem ein frohes Jahr!

Hier gehts zum Lied