Lockdown / Erinnerung an England, April 2021

Mitten im Lockdown
über den Grenzzaun
Sorry, ich musste 
einfach mal abhaun

Nicht links und nicht rechts schaun
flugs durch den Luftraum
dem Herzen folgen 
und einfach vertraun
England, April 2021

die stärkste Erfahrung
die ich während der Pandemie gemacht habe:
Trotz nationalem Lockdown durch die Passkontrolle kommen
und nach Monaten endlich meinen Lieblingsmenschen wiedersehen




Kinder, Kinder!

Eines der schönsten Geburtstagsgeschenke, das ich von meinen Kindern erhalten habe, ist ein kleines Fotobuch mit ihren Kinderfotos, welche die Mädels genial nachgestellt und nochmals fotografiert haben. Zwischen den Fotos liegen ca. 25 Jahre. Hier ein kleiner Auszug davon:

Kinder, Kinder 
Jahre sind
seit ihr Kinder wart geschwind
vorbei gegangen
und vorüber!
Kommt ein nächstes 
und geht wieder!
Jahr um Jahr 
und längst sind eure
Kinder da und eine neue
eine nächste Generation
wächst heran 
und ist es schon!
Jedoch 
was nie vergeht ,was bleibt
ist
dass ihr mein Liebstes seid 
mein schönstes 
und mein grösstes Glück
durch all die Jahre 
und 
in diesem Augenblick
die Puppe auf dem  zweiten Bild ist echt 
😂😂😂

Erinnerung an meine letzte Israelreise 2019 – wir fliegen zusammen

Du fliegst zurück
und ich fliege fort
wir fliegen zusammen
an denselben Ort
Bald, kleine Alma
bald sind wir dort
dir ist‘s die Heimat
und mir ist‘s ein Hort
Für meine kleine Sitznachbarin Alma 
die mir mit ihrem fröhlichen Wesen und lustigen Erzählen  
einen kurzweiligen Flug nach Israel bescherte 
„Ich liebe Israel über alles!“, rief sie laut und unaufhörlich 
als wir die Küste von Tel Aviv erblickten  
Sie sprach mir damit ganz aus dem Herzen.  
Hätte ich ahnen können, dass dies vorläufig mein letzter Aufenthalt in diesem Land sein würde? 
Wehmütig denke ich an die vielen wunderbare Zeiten in Eretz Israel zurück 
aber auch dankbar, dass ich sie erleben durfte. 

Sunntigsschuel

Dita isch gärn z’Chile gange
scho wo si chli isch gsi
sie het sich gfreut und afe blange
wär nur d’Wuche schnäll verbi!

Am Sunntig denn zur Chile’n ufe
het ihres Härzli ufgregt gumpt
sie het glache, müesse schnufe
und het vor Freud es Liedli gsummt

Churz druf ab, ir Sunntigschuel
d’Chind sind alli scho im Saal
isch näb de Lehrerin en Stuehl
grad no frei – so genial!

Und Dita isch mit frohem Härz
die ganzi Stund derbi
si wär am liebschte- s’isch kei Scherz
bis Zobe spoot dört gsi
 
D’Lehrerin, am Schluss vor Stund
het – will si lieb sind gsi
es Gschänkli gha für jedes Chind
es Bild zum heime neh

Es Bild vor Gschicht, wo me het ghört
vor Bible und vo Gott
vo Jesus wo als guete Hirt
s‘Bescht für d’Mönsche wott

Dita het de lieb Gott gliebt
grad wäge dene Gschichte
und wäge der Frau Lehrerin
das tuet si hüt no brichte

Kirche Bubendorf

de Dita ihri Chile, wo anno 1974 abgrisse worde isch
http://www.geschichte.bl


wenn ich erwache

DSC03245 (Medium)

Ich wache auf
ein neuer Morgen
meine Seele kehrt zu mir
und erzählt
von allen Orten
wo ich war
und von dem Traum mit dir

Ach, könnte es
doch wieder Sommer werden
und käme
jener Augenblick
wo ich mit dir am frühen Morgen
erwachte
noch einmal zurück

 

min erschte Flug

 

DSC00504 (Medium)

Mit fünfi bin i s‘erscht mol gfloge
und ha abegluet uf d‘Wält
mit em Mami wiit wiit obe
han i Städt und Dörfer zellt 

D’Tschduwardess, die liebi Frau
het mer Farbstift und Papier
Orangesaft und Tchipsli au
uf’s Tischli gstellt am Platz bi mir

I weiss no guet und wie’s isch gsi
und wieni gstuunet ha
d’Hüüser, d‘Stroose, alli chli
und druff hets Spielzügauti gha

Obwohl, so ganz verstande
han i die Reis jo nid
und dass mer denn sind glande
isch ir Erinnerig zwiit

Es isch mir aber bliibe
de bsunders schöni Tag
Ich und s’Mami si go fliege
nach Gänf und wieder zrugg

Sit denn si füfzig Jahr vergange
j
etz sitz i drin im Autobus
näbe mir isch mini Mame
mir sind schon bald am Airport dus

Ich bin‘s jetzte, wo tuet luege
sie ar Hand zum Flugzüg bringt
dass ihre wohl isch und tuet füege
u
nd euses chline Reisli glingt

S’Flugi isch scho bald druf abe
mit eus in Süde unterwägs
dass mir zwöi das nomol erläbe
das freut mi halt wie lätz

S’Mami gseht scho nüme guet
drum tue n‘em alles brichte
vom Flugzüg, wemme useluegt
was me alls chan sichte

Hoch ob de Wulche dänk i zrugg
zrugg an die ville Jahr
mit ihre bis zum erschte Flug
e Gschicht –  ganz wunderbar

für mis Mutti zum Muettertag

DSC00365 (Medium)
uf em Bild obe bin i mit em rote Mänteli a de Hand vom Mutti

 

Gebärdensprache – mit den Händen sprechen

Wenn ich’s mir so überlege
war das erste Wort von mir

ohne Absicht in der Sprache
die ich heute sprech mit dir

Ich stand damals an der Strasse
und erhob die rechte Hand

mein Begehren hast du
sofort ohne Zweifel grad erkannt

 Du nahmst mich mit auf eine Reise
in ein völlig fremdes Land

das ich so auf diese Weise
vorher noch nicht hab gekannt

In dem Land gibt’s keine Stimmen
einen Lärm und kein Geschrei

deine Welt ist gänzlich stille
Geräusche sind dir einerlei

 Aber deine Hände sprechen
eine Sprache wunderschön

ich war völlig hingerissen
ihnen dabei zuzuhörn

von den Lippen meines Mundes
konntest du mein Wunsch verstehn

lehr mich deine Sprache sprechen
lass uns einmal wiedersehn

 Seither reden unsere Hände
sie erzählen ohne End
was des andern Welt bedeute
und wie er die Dinge nennt

dass ich dich getroffen habe
hat mein Leben tief berührt

du hast mich mit deinen Händen
in ein neues Land geführt

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In der Schweiz leben rund 10’000 vollständig Gehörlose
Bis zu 600’000 Personen sind leicht bis hochgradig schwerhörig.

Interssante Fragen und Antworten zum Thema
auf der Webseite des schweizerischen Gehörlosenbundes sgb-fss

 

 

 

 

 

im Zug mit dir

I han di gseh
am Bahnhof stoh
kei Zwiifel
bisches du, Antonio

I red di a
bisch überrascht
du kennsch mi grad
und lachisch
echli verläge fascht

wie lang hei mir
eus nümme gseh
und überhaupt
hei mir eus je
so richtig gseh?

I gspüres grad
de Augeblick
de ghört jetz eus
mir stiige i
was für es glück
in gliiche Zug
du und ich
zmitzt i de lüüt
es isch eus gliich

I lueg di a
und stuune
was du seisch
und wie du redsch
alls a dir isch mir bekannt
dis Lachä
dini Art
ob du’s au fühlsch?
mir sind
meh als nur verwandt

de Zug chunnt a
im Bahnhof Züri
sisch nid s’letschti Mol
wo mir eus gsend
das gschpüri
i dir und mir
isch öppis blibe hange
en Teil vo eus
im andere
wird immer Sehnsucht ha
und blange

 

Für min Cousin Antonio
Mir hend eus chürzlich zuefällig am Bahnhof troffe, sind in gliiche Zug iigstiege und hend mitenand  gred,
wahrschinlich s’erschti Mol überhaupt i eusem Läbe. Es isch mer gsi…als hätt i no en Brueder becho…