das Bergkirchlein

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Die meisten Kirchen sind aus Stein
wie diese hier, nur nicht so klein
auch nicht so hübsch, wenn man bedenkt
dass die Natur sie mir geschenkt

Keiner hat sie je erbaut
noch hat sie einer angeschaut
bis ich sie fand
am Wegesrand
wo sie wohl hundert Jahr schon stand

                                                              

tiefer als das Meer

Tiefer als das Meer

und weiter als die Sterne

mehr als alles, was ich weiss

bis zum Anfang ferne

spiegelt sich 

geheimnisvoll und klar

des Schöpfers Lieb und Wärme

in deinen Augen wunderbar

mde

für Emilia, geb. 26. September 2018

 

 

die gröschti Tschättere

De Götz seit, dass si Frau die gröschti
Tschättere seig im Land vor Röschti
do het er rächt – si tschättet vill
a Tschättere halt, wemme so will
si redet gärn, seit ihri Meinig
genau wie er, do sind‘s sich einig
s’git Sache, wo me lut sett säge
vill besser, als se umeträge
drum tüend‘s au mängisch wättere
de Götz und sini Tschättere 

Schwiizerdüütsches Lexikon:
Götz: nicht Gott, aber gleich nach ihm
Röschti: schweizer Nationalgericht
flacher, in heisser Butter oder Fett in der Pfanne ausgebackener Fladen aus gekochten und geriebenen Kartoffeln
Tschättere: despektierlicher Ausdruck für unsympatische  Frau, Klatschbase, Schwätzerin, (aus dem englischen „to chat“ ?)
es tschätteret öppis: etwas macht Lärm
wättere: schimpfen

 

 

Bettwanzen

S‘isch nümme nätt,  sit fetti Wanze
sich i mim hübsche Bett verschanze
weiss de Gugger was wieso
sind die i mis Zimmer cho
stäche mi i dunkler Nacht
mache um mis Bluet a Schlacht
trotz em ville reinige
tüend si mi nächtlich peinige
und ziehnd sich denn zum Eier legge
zrugg in ihri gheimen Egge
i muess fürchte ohni Gift
sis morn scho hundert
und im Lift
gönd in ander Lüüte Wohnig
und bald het jed und jedi sonig
grüsig ekelhafti Chäfer
am Bett, im Schrank, entlang em Täfer
es isch Chrieg und grossi Waffe
bruuchts um wieder Ornig z’schaffe
S’gröscht Gebot isch jetze ruume
alli Schränk, kei Zyt versuume
in jedi Ecke, jedi Ritze
mues me Giftspray ine sprütze
s’Bett isch alt, das chan grad weg
alls ander chunnt in Plastiksäck
Chläbiband rund um d’Matratze
das hebt sie weg vom Mönsch, die Wanze
und regelmässig Gift versprütze
in jedi Ecke, jedi Ritze
es isch en Chrampf wo eim erschöpft
en Kampf
bis no die letschti Wanze schlüpft
und i
rgendwenn
töt i si denn!

Ach, wär nur die Gschicht nid wohr
und s’chiem im Traum mir alles vor
aber das isch leider jetzt
en fromme Wunsch und wieni schätz
muess i do am Balle bliibe
sus wird i nie die Ploog vertriebe

39342006 - bedbugs

Am Ball bleiben – das ist das Allerwichtigste im Kampf gegen diese Plagegeister, welche leider auch in unseren Breitengraden wieder auf dem Vormarsch sind. Sie sind nicht wählerisch, eine billige Absteige oder ein Luxushotel – es ist ihnen egal. Hauptsache, es gibt eine Blutmahlzeit.
Mittlerweile bin ich Experte was Bettwanzen anbelangt.
Ich habe sie erfolgreich eliminiert, ohne teure Kammerjäger, aber mit viel Einsatz und Konsequenz. Gerne gebe ich meine Erfahrung weiter an solche, die gerade am Verzweifeln sind.

 

scheiss drauf…

deutsche Version von:
why people say all the time „Scheisse“ ?

Scheisse ist kein schlimmes Wort
Hunde scheissen ganz natürlich
draussen fast an jedem Ort
Herrchen kommt ganz schnell gelaufen
hinterher und nimmt den Haufen
in den Sack und weg damit
wie sich‘s gehört für Hundeshit
wir alle scheissen hin und wieder
kein Grund zur Aufregung darüber
ob dünn und oft, ob dick – Verzeihung
jedes mal ist’s ne Befreiung
auch sonst, was einen manchmal dünkt
ist beklemmend und wenn’s stinkt
aus Erfahrung kann ich sagen
man lässt es oft zu lang im Magen
scheiss doch drauf und lass es liegen
es freut dann immerhin die Fliegen

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why people say „Scheisse“ all the time?

 

one of our guest traveled through Switzerland,
when he often heard the word «Scheisse» which finally inspired him to wirte this poem

Scheisse is not such a terrible thing
doggys do it naturally and owners put it in the bin
Scheisse is done by thousands of us
there really is no reason to make a fuss
one cannot get upset how many times a day
a sense of relief, often I say
Scheisse comes in all shapes and forms
but please keep them off my beautiful lawns

 

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the Student

 

Du bist der Höchste

sFür mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen – eine fünftägige Bergtour über die Höhen Liechtensteins, Österreichs und der Schweiz. Unterwegs ist dieses Gedicht entstanden. Als ich schliesslich auf dem Gipfel der Schesaplana stand, kam noch die letzte  Strophe dazu…

 

Du bist das Leben das ich habe
du bist die Luft
die mir den Atem gibt 

Du bist das Jahr und alle Tage
die Geschichte
jede Stunde, die vorüberzieht

Du bist das Licht in dem ich stehe
du bist der Wind
die Sonne die mich wärmt

Du bist der Regen unter dem ich gehe
du bist im Sturm
der Fels der mich beschirmt

Du bist die Schönheit die ich schaue
der Berge Macht,
die Erde und das Meer

Du bist das Glück auf das ich traue
der Freude Quell
du bist der Himmel über mir

Du bist der Schmerz an dem ich leide
du bist die Sehnsucht
die in meinem Innern bebt   

Du bist der Weg und meine Weide
du bist der Hirt
der mich zum Ziele führt

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Du bist der König aller Berge
du bist der Herr
der Höchste aller Herrn

 

Wüstenschuh

Die Wüste wollte zum Gedenken
mir etwas ganz spezielles schenken
und legte, wie ich stark vermute
diesen Stein auf meine Route
I
ch hüt ihn wohl den Wüstenschuh
und jene schöne Zeit dazu

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Andenken an die Wanderung auf dem Israel National Trail durch die Negevwüste