am Morge früeh

Am Morge früeh bin i verwache,
vomä Traum und han grad welle,
no bevor i Kaffi mache,
em Maa die ganzi Gschicht verzelle.

Dezue muess i no schnäll erwähne,
dass es Winterzyt isch gsi,
und i mit eme warme Pischi
guet aagleit go schloofe bi.

Im Traum, do bini mit em Bus
in d'Stadt, will i ha gfunde,
s'Bescht, i gang, will's chalt isch duss,
in d'Sauna es paar Stunde.

Was dört verruckts alls isch passiert
- i has grad welle säge -
do luegi plötzlich chli verstört
und au ä chli verläge:

I sitz jo nackend bis uf d'Hutt
im Bett und ummi umme,
hani, dass i nid so blutt,
es Badtuech um mi g'schlunge.

De Maa lacht luut und mir isch grad
vor Schreck de Traum devo.
I glaube nümm - ach isch das schad,
dass er wird ume cho.

Jenseitsland

Manchmal träum ich von dem Ort 
ein lieblich weites Land
wo die Sonne scheint
und Du stehst dort

Weinend, lachend
Witze machend
reichst du mir die Hand
und bald
aus meinem Traum erwachend
ist's fort, das Jenseitsland
Du hast gerne Witze gemacht 
und die Leute immer wieder zum Lachen gebracht

Ich vermisse dich
dini Brig uf Ärde

Wie ein Blatt im Wind…


Ich hab davon geträumt,
wohl hundertmal und mehr,
ein Tag in tausend Jahren
 und wie schön er wär.

Es zogen viele Jahre
Tag für Tag ins Land
und ohne dass mein Traum
ins wahre Leben fand.

Doch hab ich unerwartet
den Tag nun doch gesehn.
Nur ist's, dass ich jetzt denke,
er wär im Traum geschehn.

Zu weit scheint jener Morgen,
zu fern der Augenblick,
den ich so sehr ersehnte,
denk ich daran zurück.

So bleiben manche Träume
wohl immer was sie sind,
hältst du sie auch in Händen,
wie Blätter sind's im Wind.

das kleine Herz

Ich träumte heut von Dir
als wärest du noch hier
du lachtest und warst glücklich
und sprachst so lieb zu mir

Und wie, wenn du noch mehr
mir sagen wollt'st, wie sehr
du mich vermisst und liebest
fand ich - wie kam's daher?

Das Herz, ein rotes, kleines!
Wie oft war es doch Deines
wir schenkten es uns hin und her
und jetzt - jetzt bleibt es Meines

ein Sommermorgentraum/Haiku

Wie schön ist die Welt
früh morgens- wenn alles schläft
und der Tag erwacht

Durchs offne Fenster
dringt der erste Sonnenstrahl
über die Berge

Vögel, die zwitschern
und der Duft von Röstkaffee
ein Sommermorgentraum

Das Herz hüpft und jauchzt
Ich muss hinaus und tanzen
im taufrischen Gras

unaussprechlich

Der Mensch hat vieles schon gedacht
gesagt
gewagt
und auch gemacht
ein jedes Ding in unsrer Welt
ist irgendwo
schon beschrieben, schon erzählt
festgehalten und notiert
x-mal schon fotografiert
man weiss, man tut
man ist gescheit
sucht weiter
forschet allezeit
man probiert
und man besiegelt
vom Wissen
ist der Mensch beflügelt

Nur… in mir war heute
ein ungewöhnlich Bild
ein Sein, ein mächtiges Gefühl
Sequenzen einer andern Welt
Ich würd’s so gern erzählen
und weiss doch nicht wie’s geht
welche Worte
müsst ich wählen
dass einer es versteht?
Gleich einem Zauber
mich bewahrend
schau ich wie ein Kind
schweigend nur im Traum erahnend
Dinge, die zu schön
und unaussprechlich sind

Träume sind Schäume, oder?

Damals war ich unterwegs in den Schweizer Bergen. Es war ein Tag wie im Bilderbuch. Stahlblauer Himmel, idyllisch die grünen, saftigen Wiesen und Kuhweiden, die typischen Bauernhäuser und zwischen Berghängen tiefe Schluchten und Täler.
Ich hatte einen Fensterplatz in der roten Bergbahn, welche mitten durch diese reizvolle Landschaft bergwärts fuhr.
Als mein Blick zum Himmel schweifte, bemerkte ich dort auf einmal eine ganz kleine Wolke, die aber geschwind grösser zu werden schien. Tatsächlich entwickelte sich daraus eine stattliche Wolke und plötzlich waren da viele Wolken, dunkle, die von allen Seiten näher kamen, immer mehr, ballten sie sich zu einem grossen Gebilde zusammen. Als würde es von einer unsichtbaren Hand geformt, wurde es immer grösser und bedrohlich und bedeckte schliesslich den ganzen Himmel.
Und dann…….WAMMM!! Schlug diese unheimliche Wolkenmasse in die idyllische Landschaft ein und riss einen unglaublich grossen Krater in die Erde. Mit Erschrecken und Staunen zugleich schaute ich diesem Geschehen zu.
Ich dreht mich zu den Mitfahrenden um. Es schien sie nicht zu kümmern. Sie starrten alle wie ins Leere. Ich glaube, sie wollten gar nicht wahrhaben, was sich draussen eben abspielte

Die Bahn fuhr einfach weiter. Mir war schlagartig bewusst, dass es nun keinen Platz mehr auf der Welt gibt, an dem wir sicher sind. Es wird uns wie eine Bombe aus heiterem Himmel treffen. Mitten hinein in die vermeintliche Idylle! Mitten hinein in unsere „heile“ Schweizer Welt.

Traum 2003

wenn ich erwache

DSC03245 (Medium)

Ich wache auf
ein neuer Morgen
meine Seele kehrt zu mir
und erzählt
von allen Orten
wo ich war
und von dem Traum mit dir

Ach, könnte es
doch wieder Sommer werden
und käme
jener Augenblick
wo ich mit dir am frühen Morgen
erwachte
noch einmal zurück

 

Das Leben ist ein grosses Theater

Das Leben ist ein grosses Theater
jeder Tag ist ein neuer Akt
und mit jedem Sonnenuntergang
f
ällt der Vorhang wieder
Manchmal
so wie heute
wünschte ich mir
es gäbe noch eine Zugabe
und manchmal bin ich froh
wenn der Tag vorbei ist
Aber jeden Morgen
wird der Vorhang von Neuem weggezogen
und ich stehe wieder auf der Bühne
um meine Rolle zu übernehmen
Ich weiss nicht
was der nächste Akt mit sich bringen wird
aber ich werde mein Bestes geben
immer wieder
denn ich habe einen Traum

Irgendwann wird der Tag kommen
das grosse Finale
mit allen Träumenden
dann werden die Himmel
jubeln
und die Erde wird sich freuen
D
er Vorhang wird nicht mehr fallen
denn der Traum
ist Wirklichkeit geworden

16465544 - blossom

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