Gott hett hütte i de Nacht
bim Dorli churz es Bsüechli gmacht
und hett ihm gseit: „Los emol zue,
ei Sach git mir eifach kei Rueh.
Es goht um d’Schöpfig – weisch, de Bricht,
in Wohrheit isch es nur ä Gschicht.
Es het vor Adam und sir Frau
scho Zyte geh und Mönsche au.
I ha dr das nur welle säge
und dass di nid verchopfsch drwäge.“
S’Dorli het drab scho chli gschmunzlet
doch plötzlich hett es d’Stirne grunzlet,
denn uf eimol wird ihm klar,
wie tüüf die Botschaft und wie wahr.
Am Änd isch’s anders, als mer meine
und wüsse tuets jo eh e keine.
Nur – isch wäge däm die Gschicht
nid eifach falsch, sie het scho Gwicht.
Zwüsche de Ziile stoht vill meh
als me mängisch grad will gseh
Das het jetzt s’Dorli welle säge, und ja
verchopf die ruhig chli drwäge
verchopfe – sich zuviel Gedanken machen

wiea cha
an Gott
am Mönsch
i da Nacht
erschine
i da Träum
macht sich
a Wält uf
mit Widersprüch
zu allem
was grad
u richtig isch
wem mä
nu zur Isicht
was Träum
jedem sägit
wetti losa
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Lieber Hans
danke für deinen Kommentar hier und anderswo. Ich verstehe leider nicht immer, was du sagen möchtest. Kannst du in ganz einfachen Sätzen wiederholen?
vielen Dank und einen schönen Tag noch
Brig
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Vielen Dank für Ihre Antwort.
Der Schöpfergott ist ein Gedanke, der das Geheimnis des Lebens, der Welt und des Weltalls in einen Begriff fassen möchte.
Ein Gott müsste eine innere Entsprechung haben, was von jenen, die an einen Gott glauben, auch bezeugt wird.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Gamma
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Ich finde den biblischen Schöpfungsbericht viel zu schön, um nicht „wahr“ zu sein. Und Dein Gedicht ist zu humorvoll, um nicht schön zu sein.
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Ich glaube natürlich an eine Schöpfung, gerade weil sie so grossartig ist 😉
danke für dein Feedback und hab einen guten Tag!
Brig
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Das habe ich aus deinem wunderhübschen Gedicht herausgelesen. Dir auch einen schönen Tag!
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Ich habe mir den Text selbst laut vorgelesen und so das allermeiste verstanden. Nur: was bedeutet „verchopfsch“? 😉
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Liebe Maren, verchopfe heisst: sich zuviel Gedanken machen wegen einer Sache
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Ah, jetzt sehe ich, dass die „Übersetzung“ sogar unter dem Bild steht. Da war ich wohl zu schnell. 😉
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Hier begann das ganze Übel des Patriarschats und die Fabel von der Erbsünde
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