Da war ein Gesicht am Wegrand aus Stein
das schaute nicht grad so glücklich drein
ich dachte, ich frage,
was ihn’s denn plage,
da sagt es, es wäre nicht gerne allein
Das kann ich gut, sagte ich, verstehn
und dass ich mich freue, es heute zu sehn.
Da wurde, mir scheinte
es traurig und weinte
und bat, ich solle nicht ohne es gehn.
Da nahm ich den Stein und trug ihn nach Haus,
dort nahm ich ihn aus dem Rucksack heraus.
Da lachte der Wicht
mit frohem Gesicht,
und sagte, er freue sich überaus!
Es gibt auch Gesichter, die sind nicht aus Stein
die sehen genauso traurig drein
weil keiner sie sieht
weil keiner sie liebt
sie sind unter uns und trotzdem allein
Gefällt mir Wird geladen …
Veröffentlicht von Brig
vom Leben berührt - schreibe ich auf brigwords und auf Totenhemd-Blog
Zeige alle Beiträge von Brig
Die Ruhigen unter uns werden oft nicht richtig wahrgenommen
LikeLike
Sehr schön … sehr melancholisch … und eine Mahnung, auf Menschen in unserem Umfeld zu achten … Bravo!
LikeLike
danke 🙂
LikeLike