seit ich ’ne Brille trage


Mein Augenlicht
seit ich ’ne Brille trage
weil ich vieles nicht
oder nur noch vage
ohne sie erkenne
ist wie nie zuvor
mir ein Juvel
und alles was ich sehe
durch die Gläser
was ich schon verlor
scheint mir so recht
gar keine Frage
speziell
j
edes Wort
j
edes Ding und jeder Ort
es kommt mir vor
als  wäre meine Lage
unwahrscheinlich hell
mit Brille scharf und licht
und darum ists, ich trage
sie gerne im Gesicht

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am Wegrand

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Da war ein Gesicht am Wegrand aus Stein
das schaute nicht grad so glücklich drein
ich dachte ich frage
was es denn plage
da sagt es, es wäre nicht gerne allein

 da kann ich gut, sagte ich, es verstehn
und dass es mich freue es heute zu sehn
da wurd es mir scheinte
traurig und weinte
und bat ich solle nicht ohne es gehn

 Es gibt auch Gesichter, die sind nicht aus Stein
die sehen genauso traurig drein
weil keiner sie sieht
weil keiner sie liebt
sie sind unter uns und trotzdem allein