Einsame Ostern
Das Kreuz an der Wand und ich
Schweigend im Gespräch
Doch siehe – ist nicht die Welt
plötzlich mitten unter uns?

vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
Einsame Ostern
Das Kreuz an der Wand und ich
Schweigend im Gespräch
Doch siehe – ist nicht die Welt
plötzlich mitten unter uns?

Ich fühle zu viel,
es geht immer tief,
einfach viel und zu intensiv.
Oft bin ich dann
mit allem Empfinden
allein und ich kann
mich selbst nicht mehr finden.
So gern würd' ich's teilen
anstatt, dass ich's horte
doch find ich derweilen
nicht einmal Worte.
Drum schweige ich lieber
und hoffe,
s’wird wieder.

Da war ein Gesicht am Wegrand aus Stein
das schaute nicht grad so glücklich drein
ich dachte, ich frage,
was ihn’s denn plage,
da sagt es, es wäre nicht gerne allein
Das kann ich gut, sagte ich, verstehn
und dass ich mich freue, es heute zu sehn.
Da wurde, mir scheinte
es traurig und weinte
und bat, ich solle nicht ohne es gehn.
Da nahm ich den Stein und trug ihn nach Haus,
dort nahm ich ihn aus dem Rucksack heraus.
Da lachte der Wicht
mit frohem Gesicht,
und sagte, er freue sich überaus!

Es gibt auch Gesichter, die sind nicht aus Stein
die sehen genauso traurig drein
weil keiner sie sieht
weil keiner sie liebt
sie sind unter uns und trotzdem allein