„Ich glaub ich spinne!“
dieses Wort
entfährt mir öfters da und dort
Heut entfuhr es mir am Rheine
wo ich immer wieder Steine
unglaublich schöne und verrückte
und auch diesen hier entdeckte…

vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
„Ich glaub ich spinne!“
dieses Wort
entfährt mir öfters da und dort
Heut entfuhr es mir am Rheine
wo ich immer wieder Steine
unglaublich schöne und verrückte
und auch diesen hier entdeckte…

Wenn ich ein Stein wär heutzutage
würd ich niemals, keine Frage
mich relativen Theorien
widmen oder Energien
Meine Sorge wär allein
ein Stein, ein fröhlicher zu sein
und mit meinem lustig Lachen
alle Menschen froh zu machen

„Brat mich nicht!“ bat Omelette
„Nicht in die Pfanne, diese Fette!
Mein Gesicht!
Oh, brat es nicht!
Ach – dass Gott mich doch errette!“

„Er tat es nicht (!) und die Brigitte
briet mein Gesicht trotz meiner Bitte!
Wie gemein
kann die doch sein!
Dabei bin ich so eine Nette!“

Anmerkung von der Brigitte:
„Man macht das so, es ist halt Sitte
wo käm ich hin
nach ihrem Sinn
und wenn ich sie gerettet hätte…?
Schaut nur – ein jeder weiss es wohl
dies ist ein schöner Blumenkohl!
Aber auf den zweiten Blick
sieht man doch den kleinen Trick
vom Brokkoli sind alle Blätter
und der Kohl – jetzt kommts noch dicker
ist ein Stein, der rund und schön
ein geologisch Phänomen
aber laut einer Legende
ist’s ein Apfel gar am Ende

Was immer es auch ist und soll
Apfel oder Blumenkohl
man beisst da lieber nicht hinein
denn wie man’s dreht – es bleibt ein Stein!
in Wahrheit ist der Stein eine Geode, die wahrscheinlich mit Quarzkristallen gefüllt ist.
Der Stein wird auch „Apfel des Eliahu“ oder „Melone des Eliahu“ genannt. Nach einer Legende soll der Prophet Eliahu einen Bauer um eine Melone gebten haben, um seinen Durst zu löschen. Der Bauer weigerte sich, worauf Eliahu seine Melonenplantagen in Steine verwandelte.
in Israel stehen diese Steine unter Naturschutz
A dere Rüebe gseht me guet
wie’s Alter eim verändere tuet
I ha si tagelang gschtudiert
und was i gseh ha gnau notiert

Scho gli am Afang het’s mer gschalte
die Rüebe loot sich nid lang halte
was schön isch gwachse, riif und buschber
isch bald emol nümm ganz so chnuschper
Gliich gohts em Mönsch, chum isch er gross
zerfallt er wieder gnadelos

zerscht bäumt er sich no uf dergäge
und mutiert gar fascht derwäge
Wenn ein sich do nid ständig pflägt
und es bitzeli zu sich luegt
denn artet’s us ganz uf di Schnelle
es wachse Hoor wo si nit selle
Es wachse überhaupt mängs Sache
wo eim denn chönnte Sorge mache

doch denn git’s Teil, die schrumpfen au
sowohl mim Maa als au bi’r Frau
Me gseht’s denn guet und me verstoht
dass jetzte langsam abwärts goht
me cha au mache was me will
irgendwenn nützts nümme vill

Sälbscht wemme no gnueg Wasser trinkt
d’Füechtigkeit im Körper sinkt
si sinkt und er vertröchnet ganz
denn isch es Zyt Mönsch
nimm Dischtanz
Schweizerdeutsche Worte: buschber – wohlauf
Bewahre den Zauber
den Augenblick
das leise Erwachen
im Herzen das Glück
Halte es fest
es kommt noch die Zeit
der Tag seiner Blüte
und Vollkommenheit

Im Tanach – das erste Wort
ist „Bereshit“, so steht es dort
es meint: im Anfang und zuerst
in English würd es heissen „first“
Und so geschah‘s auch bereshit
dass eine Dame namens Brig
in Jerusalem beim suchen
nach Kaffee und feinem Kuchen
die Aroma-Cafe-Kette
für sich als Cafehaus entdeckte
Dort bestellt man an den Kassen
zahlt – dann wollen sie auch wissen
wie man heisst damit sie dann
laut und durch das Mikrofon
dich rufen können „….’wakasha (eigentlich bewakasha – bitte)
was du bestellt hast, ist jetzt da!“
Bereshit bewakasha!
Brig sitzt schon ‘ne ganze Weile
und denkt: „Ich hab ja keine Eile
ich werd‘ ein gutes Stündchen bleiben
und ein neues Verslein schreiben.“
Bereshit bewakasha!
Ab und zu gleitet ihr Blick
zu den Kaffemachern an der Thek‘
„Nun wird’s Zeit,“ denkt sie erstaunt
„Wie lang wird hier Kaffee gebraut?“
Bereshit bewakasha!
Plötzlich dämmert‘s ihr – „oh Shit!
Sagt‘ ich nicht ich heiss Brischit?“
Weil Brig, das konnte jetzt gar keiner
verstehn von denen, auch nicht einer
Auch Brigit war viel zu exotisch
und an der Kasse wurd‘s chaotisch
die Leute standen in der Schlange
den einen ging‘s schon viel zu lange
Da half dann nur noch auf Französisch
Brischit ja, das war dann möglisch
aber nur, weil man verstand
Bereshit – s‘liegt auf der Hand
Und schon – nicht wirklich bereshit
tönt‘s von der Theke:
Bereshit bewakasha, hakaffe mechake lach!
und Brischit alias Bereschit
ging schleunigst hin und nahm ihn mit 🙂

Seither stelle ich mich bei Aroma mit Bereshit vor.
Keine Ahnung, ob es diesen Namen überhaupt gibt.
Ich habe ihn noch nie gehört. Aber eben… alles ist einmal bereshit.
Und der Name gefällt mir 🙂
mit Tanach ist übrigens das alte Testament gemeint
Weil ich so gerne lerne
und weil ich’s wissen muss
beiss ich an der Schale
von mancher harten Nuss
Und find ich dann die Kerne
hab ich zum guten Schluss
wie schon so viele Male
den wahren Lerngenuss

Der Kernbeisser ist ein wahrer Nussknacker!
Für alle, die gerne Kraftfutter mögen 😉
S‘Dorli isch mit Emotione
gsägnet und scho immer gsi
in allne Läbessituatione
hets au sini Seel debi
Es offes Buech isch äs für jede
wo gärn Mönsche läse tuet
s‘Läbe teile, zäme rede
dass find s‘Dorli ebe guet
Es schämt sich nid für sini Träne
für sin Schmerz und handkehrum
lachts wie blöd und chan nid höre
s’lacht sich schier dr Buckel chrumm
S‘Dorli chan sich ganz vertüüfe
und sich fescht begeischtere
es tuet sich gern au mol verschlüüfe
wills nid alls chan meischtere
Es fühlt immer. Meischtens z‘vill
Es liebet oft und heftig
s‘Läbe isch kei eifachs Spiel
und öppe mol ischs deftig
Trotzdäm – ohni Emotione
ohni Uf und Ab im Läbe
ohni Gfühlsexplosione
Wär s‘Dorli mit sich voll dernäbe

Ein kleines Gespenst fand ich gestern im Fluss
es hält mit den Händen ne grosse Nuss
oder vielleicht hält es gar seinen Bauch
und freut sich, weil es da drinnen auch
geistert und spukt und bald wird es sein
gebirt das Gespenst ein Gespensterlein?
