warum ich den Herbst liebe

Beitrag zum Fotoprojekt „Herbst 2022“ von Royush/ warum man den Herbrst liebt

Ich liebe den Herbst
als Jahreszeit
als Zeit meiner Geburt
und als Zeit in meinem Leben

Es ist die Zeit der Ernte
die uns vieles schenkt

Es ist die Zeit 
wo sich das Schöne nochmals 
in einer unglaublichen Intensität präsentiert

Es ist die Zeit
des Geniessens und Feierns

Es ist aber auch die Zeit 
des Abschiednehmens
Zeit der Rückschau auf das Vergangene
und des Bewahrens aller schönen Erinnerungen

Es ist die Zeit
des Bewusstwerdens der irdischen Vergänglichkeit 
und des dankbaren Insichkehrens

Nicht zuletzt ist auch die Zeit
des Vertrauens  - ja, des Wissens
über den neuen Frühling, der kommen wird

Darauf freue ich mich schon jetzt

			

…und was daraus geworden ist

Das steinerne Schiff ist heute vom sicheren Schrank ins Stoffmeer ausgelaufen, wo es erfahrungsgemäss nicht sinken wird. Es hat unheimlich viel Spass gemacht, den Aufbau, welcher wie der Schiffskörper aus natürlichen Materialien besteht, zu realisieren. Die Segel sind aus reiner Seide (Überbleibsel von einem Hochzeitskleid), die Hölzchen für die Masten und Relings habe ich im Wald aufgelesen und für das Tauwerk, die Wanten und die Verkleidung habe ich Schnur und Garn verwendet. Trotz Spass war es für mich (ich hatte keine Ahnung von Schiffsbau) überhaupt nicht einfach…

…umsomehr freue ich mich
dass der Götz sich heute riesig
über sein Geschenk gefreut hat
😀😀😀

psychosomatisch

E jede bruucht zum Läbe Ruum,
es Ziel und Läbesluscht,
doch hets kei Platz für si Vision,
denn wirds ihm äng ir Bruscht. 

Z’grosse Druck hebt keine us,
es platzt em sus dr Chrage.
Wenn’s schlimm chunnt, het denn ein am Schluss
no grüüsig Gschwüür im Mage.

D’Seel weiss scho,  wie vill genau,
was z’vill isch zum erträge.
D’Schultere und de Rügge au
schmärze oft drwäge.

D’Angscht die lähmt, s’isch nid zum lache
alli Glieder und Organ.
Si isch en Grund, wo chrank chan mache
mängi tribt sie gar in Wahn.

En Andere liidet unter Stress,
het eifach gnueg um d‘Ohre.
Do wunderets denn kein am Schluss,
wenn d‘Ohre fönd a suure

Wenn’s eim nid wohl isch i der Hutt,
meh chönt grad ussere fahre,
wenn sie rot und bisse tuet,
gits en Grund villicht – en Wahre.

Deprimiert wird eventuell,
wär alls für sich tuet b’halte
was ihn bedrückt – doch gseht mes denn
a sine Sorgefalte.

Und wenn’s denn ein nümme schlucke cha,
was s’Läbe ihm serviert,
so gschehts, dass ihm – me chas verstah,
de Appetit verdirbt.

Ä jede weiss es nur zu guet,
d’Seel wohnt in eusem Härz
Vom Härz in Körper fliesst alls Bluet,
aber au sin Schmärz.