
Eingangsbereich einer Kirche
vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten

Eingangsbereich einer Kirche
einer geht über die Berge…

Göschenenalp

Calfeisental

Säntis

Greinaebene

Pizol, Schottensee

Fälensee, Alpstein

Margelkopf

Edelweiss auf dem Margelkopf

Crans Montana

Gauschla, Sonnenaufgang

Alvier, Walensee, Sonnenuntergang

Staubern, hoher Kasten

Das irdische Leben mag Anfang und Ende haben
aber die Liebe hört niemals auf
sie ist Schöpfung ohne Ende
sie ist das Universum
in welchem wir geborgen sind

Nichts ist stärker als die Liebe
die uns trägt
und wieder zusammenführt
Abstand ist das mit Abstand meistbenutzte Wort der letzten Wochen
Ein Umstand, der im gegenwärtigen Ausnahmezustand mehr als Anstand bedeutet
Gerade den Menschen im Ruhestand gegenüber
Da hilft kein Kopfstand oder gar Aufstand, da hilft nur Verstand
Die Zahlen der Neuinfektionen sind zwar auf einem Tiefstand angelangt
(allerdings auch der Wohlstand vieler Menschen)
aber der Vorstand sagt, dass ein weiterer Notstand um jeden Preis vermieden und der Fortbestand der Menschheit erhalten werden muss.
Deshalb sind Neuinfektionen mit dem Virus täglich auf dem Prüfstand
bis sie ganz zum Stillstand kommen
Egal, wie das Virus entstand, es ist ein Tatbestand, der schon viele Opfer beklagt
Nach dem heutigem Wissensstand ist neben dem Masken tragen
das Abstand halten Gegenstand der wichtigsten Schutzmassnahmen
und wird noch lange Bestand haben
Leider
Der neuer Standard unseres alltäglichen Lebens
Widerstand bringt da gar nichts
Auch wenn man einen anderen Standpunkt vertritt
Man muss jetzt standhaft sein und vorwärts schauen, anstatt ständig zu jammern
Alles andere ist rückständig
Aber ich bete inständig, dass die Masken fallen werden
und der Abstand kleiner wird
zueinander
zu den Völkern
zur Natur
Auf ein besseres Miteinander
Stern in meinem Traume
du küsstest mich ganz sacht
unterm Lindenbaume
in einer Sommernacht
so zärtlich deine Hände
und Leidenschaft dein Sinn
du küsstest mich ohn Ende
zum Morgengrauen hin
sanft wie der erste Sonnenstrahl
auf meiner nackten Haut
Stern, oh küss mich noch einmal
bevor der Tag dich raubt
da flutete schon Licht den Raum
noch seh ich deine Hand
wie sie – als ich aus meinem Traum
erwachte – mir entschwand

Als ein Gedanke
war ich bei dir
du dachtest mein Leben
von Anfang an
mit all seinen Facetten
genau so
wie du jedes Leben dachtest
Welche grossartige Geschichte
hast du dir ausgedacht!
Und ich bin ein Teil davon
ich darf teilhaben
ich bin
so wie ein jeder ist
in dieser Geschichte
Das Geniale ist
und leider leider auch Fatale
du lässt uns mitschreiben
jeder hinterlässt ein Kapitel
in deinem Buch
Du aber bleibst
Schöpfer und Vollender
alle Tage die noch kommen werden
hast du schon gesehen
Das grosse Finale
hast DU geschrieben
Es wird gut werden
weil du es so willst
Ich will es auch
ja, ich glaube, alle wollen es
Im tiefsten Grunde des Herzens
sehnt sich ein jeder danach
dass du die Geschichte
diese unglaublich schöne
tragisch
wunderbare Menschheitsgeschichte
zu einem glücklichen Ende führst

und vielleicht…
wirst du mit uns ein neues Buch aufschlagen
und wir werden eine neue Geschichte beginnen
ich freue mich darauf
Brig
Ich sehne mich, dass du mich segnest
und du das Brot mir brichst
dass du die Hände auf mich legest
und ein Wort des Segens sprichst
Ich sehne mich, dass du mir schenkest
von deinem allerbesten Wein
dass du ihn reichst und mit mir trinkest
bis ich trunken, schenke ein!
Ich sehne, dass du mich geleitest
und zu deiner Kammer führst
dass du das Lager mir bereitest
und mich mit deiner Lieb berührst
Ja, erfülle meine Seele
meine Sehnsucht stille du
Liebster, meine Lebensquelle
meine Freude immerzu


Der Mensch hat vieles schon gedacht
gesagt
gewagt
und auch gemacht
ein jedes Ding in unsrer Welt
ist irgendwo
schon beschrieben, schon erzählt
festgehalten und notiert
x-mal schon fotografiert
man weiss, man tut
man ist gescheit
sucht weiter
forschet allezeit
man probiert
und man besiegelt
vom Wissen
ist der Mensch beflügelt
Nur… in mir war heute
ein ungewöhnlich Bild
ein Sein, ein mächtiges Gefühl
Sequenzen einer andern Welt
Ich würd’s so gern erzählen
und weiss doch nicht wie’s geht
welche Worte
müsst ich wählen
dass einer es versteht?
Gleich einem Zauber
mich bewahrend
schau ich wie ein Kind
schweigend nur im Traum erahnend
Dinge, die zu schön
und unaussprechlich sind
Es trifft uns unwahrscheinlich
mit Wucht und unverhofft
so anders
überraschend
halt wie im Leben oft
Vielleicht brauchts einmal einen Schock
etwas was uns schüttelt
ein Beben
das im „Schlaf“
uns so richtig rüttelt
Wie des Sturmes Wellengang
der die Dämme bricht
ergiesst sich
wahr um Wahrheit
nun gnadenlos ans Licht
Und wenn’s auch unerträglich ist
der Schmerz
wenn er betäubt
gebirt er doch am Ende
das Beste dem, der daran glaubt
Eines Tages wirde es geschehen
ohne dass wir es merken
wird es sich ändern
etwas in uns wird ruhig werden
etwas wird uns berühren
und es wird nichts sein
wovor wir uns zu fürchten brauchen
Es wird kommen
wie eine eingravierte Linie in der Hand
bestimmt
als wäre es schon immer da gewesen
und würde nur darauf warten
dass wir es wahr nehmen
Es wird kommen
du wirst sehen
die geballten Fäuste werden sich weit öffnen
und das Herz, dass sich vor dem Verletztwerden schützt
wird ruhig schlagen
so wie die Natur
im Frieden mit sich selber
Es wird kommen
du wirst sehen
wie eine eingravierte Linie in der Hand
bestimmt
als wäre es schon immer da gewesen
und würde nur darauf warten
dass wir es wahr nehmen
Es wird kommen
du weisst doch
nicht alles wird uns erschüttern
nicht alles wird uns erschlagen
und das, was sich für uns öffnen wird
wartet darauf
(dass wir es sehen)
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