auf dem Rheine


Meine Schweine lieben Steine
und die Inseln auf dem Rheine
Wo man noch
Ja, doch doch
Sich verweilen darf alleine

soweit bin ich schon,
dass ich mit meinen Meerschweinchen spazieren gehe!
Sie sind nicht einmal echt, aber es war echt schön!

the escape button

The escape button
if I could
just press it and escape
I would

thousands upon thousands stars
how marvellous the univers!
would you wait for me out there
in the milky way somewhere?

Oh, Dear
if I only could
just press the button
and escape
I would

Träume sind Schäume, oder?

Damals war ich unterwegs in den Schweizer Bergen. Es war ein Tag wie im Bilderbuch. Stahlblauer Himmel, idyllisch die grünen, saftigen Wiesen und Kuhweiden, die typischen Bauernhäuser und zwischen Berghängen tiefe Schluchten und Täler.
Ich hatte einen Fensterplatz in der roten Bergbahn, welche mitten durch diese reizvolle Landschaft bergwärts fuhr.
Als mein Blick zum Himmel schweifte, bemerkte ich dort auf einmal eine ganz kleine Wolke, die aber geschwind grösser zu werden schien. Tatsächlich entwickelte sich daraus eine stattliche Wolke und plötzlich waren da viele Wolken, dunkle, die von allen Seiten näher kamen, immer mehr, ballten sie sich zu einem grossen Gebilde zusammen. Als würde es von einer unsichtbaren Hand geformt, wurde es immer grösser und bedrohlich und bedeckte schliesslich den ganzen Himmel.
Und dann…….WAMMM!! Schlug diese unheimliche Wolkenmasse in die idyllische Landschaft ein und riss einen unglaublich grossen Krater in die Erde. Mit Erschrecken und Staunen zugleich schaute ich diesem Geschehen zu.
Ich dreht mich zu den Mitfahrenden um. Es schien sie nicht zu kümmern. Sie starrten alle wie ins Leere. Ich glaube, sie wollten gar nicht wahrhaben, was sich draussen eben abspielte

Die Bahn fuhr einfach weiter. Mir war schlagartig bewusst, dass es nun keinen Platz mehr auf der Welt gibt, an dem wir sicher sind. Es wird uns wie eine Bombe aus heiterem Himmel treffen. Mitten hinein in die vermeintliche Idylle! Mitten hinein in unsere „heile“ Schweizer Welt.

Traum 2003

der Wurm ist drin…

Es ist ein Loch in meinem Bauch
riesengross und hohl
ich fühle, und es quält mich auch
es ist mir gar nicht wohl

Und will ich’s stopfen durch den Mund
obwohl ich nichts begehre
sei es Junk, sei es gesund
es bleibt im Bauch die Leere

Anstelle fühlt mein Kopf sich an
als wär darin kein Platz
so dass ich nicht mehr denken kann
höchstens noch mit Schmerz

Kommt dazu dass mein Gemüte
düster vor sich hin….ach
wahrlich kein Moment der Blüte
so wie ich heute bin

Draussen tobt ein Sturm
und peitscht den Regen an die Scheibe
auch im Wetter ist der Wurm
zu hoffen, dass es nicht so bleibe…

Postkarte von Alice

Alice hatte die super Idee, von ihren Zeichnungen Postkarten zu gestalten und an alle zu verschicken, die gerne eine haben möchten. Seither habe ich, ausser dass ich nicht mehr alle Tassen im Schrank habe auch eine blumenfressende Ziege – einen echten Fuzzy – im Regal hängen! So hübsch und ja….
….ich habe auch mal ein paar Karten kreiert mit meinen Gedichten drauf. Wer eine möchte, kann es mir mitteilen, ich schicke gerne Post 🙂 

Vielleicht macht Alice’s Idee ja noch mehr Schule….die Post würd’s freuen und viele Menschen auch


Ich wünsche allen noch eine schöne Woche

Brig

Bereshit bewakasha!

Im Tanach – das erste Wort 
ist „Bereshit“, so steht es dort
es meint: im Anfang und zuerst
in English würd es heissen „first“

Und so geschah‘s auch bereshit
dass eine Dame namens Brig
in Jerusalem beim suchen
nach Kaffee und feinem Kuchen
die Aroma-Cafe-Kette
für sich als Cafehaus entdeckte 
Dort bestellt man an den Kassen
zahlt – dann wollen sie auch wissen
wie man heisst damit sie dann
laut und durch das Mikrofon
dich rufen können „….’wakasha  (eigentlich bewakasha – bitte)
was du bestellt hast, ist jetzt da!“

Bereshit bewakasha!

Brig sitzt schon ‘ne ganze Weile
und denkt: „Ich hab ja keine Eile
ich werd‘ ein gutes Stündchen bleiben 
und ein neues Verslein schreiben.“

Bereshit bewakasha!

Ab und zu gleitet ihr Blick
zu den Kaffemachern an der Thek‘
„Nun wird’s Zeit,“ denkt sie erstaunt
„Wie lang wird hier Kaffee gebraut?“

Bereshit bewakasha!

Plötzlich dämmert‘s ihr – „oh Shit!
Sagt‘ ich nicht ich heiss Brischit?“
Weil Brig, das konnte jetzt gar keiner
verstehn von denen, auch nicht einer
Auch Brigit war viel zu exotisch
und an der Kasse wurd‘s chaotisch
die Leute standen in der Schlange
den einen ging‘s schon viel zu lange
Da half dann nur noch auf Französisch 
Brischit ja, das war dann möglisch
aber nur, weil man verstand
Bereshit – s‘liegt auf der Hand

Und schon – nicht wirklich bereshit
tönt‘s von der Theke:

Bereshit bewakasha, hakaffe mechake lach!

und  Brischit alias Bereschit 
ging schleunigst hin und nahm ihn mit 🙂

Seither stelle ich mich bei Aroma mit Bereshit vor.
Keine Ahnung, ob es diesen Namen überhaupt gibt.
Ich habe ihn noch nie gehört. Aber eben… alles ist einmal bereshit.
Und der Name gefällt mir 🙂

mit Tanach ist übrigens das alte Testament gemeint

Was hat Chanukka mit Weihnachten zu tun?

Chanukia (so nennt man den Chanukkaleuchter)
mit den 12 Stämmen Israel und dem Löwen Judas

Heute feiern die Juden in aller Welt den Beginn des Chanukkafestes, das Fest der Tempelweihe. Für die nächsten acht Tage werden täglich in jedem jüdischen Haus die Kerzen des Chanukkaleuchters entzündet. Vorzugsweise steht der achtarmige Leuchter in einem Fenster, damit auch die vorbeigehenden Menschen (die übrige Welt) das helle Licht des Chanukkawunders sehen können.
Heute Abend wird eine Kerze brennen, morgen sind es zwei, bis dann am achten Tag alle Kerzen leuchten. Die Kerzen werden übrigens mit der neunten Kerze, die in der Mitte erhöht ist, angezündet. Man nennt sie Shamash (Diener). Sie brennt immer auch mit.
Wie es dazu kam, dieses Fest zu feiern, ist in den beiden Bücher der Makkabäer nachzulesen oder hier. Es ist eine wunderbare Geschichte über Glaube, Treue und Heldentum in einer absolut dunklen Zeit für das jüdische Volk.

Zur gleichen Zeit wie Chanukka bereitet sich die Christenheit auf Weihnachten vor. Seit Wochen schon sind die Strassen und Häuser mit Lichtern geschmückt und wollen uns auf das Fest einstimmen. In zwei Tagen ist es soweit. Die Welt feiert einmal mehr die Geburt Jesu, des Sohnes Gottes, der in unsere Welt kam, um uns zu erlösen.

Chanukkah und Weihnachten, zwei lichtvolle Feste, die beide etwa zur gleichen Zeit gefeiert werden, (25.Kislew/25.Dezember) Ist es nur Zufall oder gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Festen?

Während das Datum der Tempelweihe geschichtlich belegt ist, ist der Tag der Geburt Jesu nicht bekannt. Das neue Testament erwähnt ihn mit keinem Wort. Der 25. Dezember war im römischen Kalender der Tag der Wintersonnenwende und wurde später zu Weihnachten umgedeutet. Man kann darüber denken, wie man will, aber die Symbolik, die damit einhergeht, dass Jesus – als Licht der Welt – in die dunkelste Zeit hineingeboren wurde, ist schon beachtlich.
Das Chanukkafest wird in der Bibel nur einmal erwähnt. Die kurze Erwähnung im Neuen Testament ist allerdings ein paar Gedanken wert.

Damals ging Jesus nach Jerusalem, um das Fest der Tempelweihe (Chanukka) zu feiern.
Im Tempel befand sich der siebenarmige Leuchter, um den es in der Geschichte von Chanukka geht. Die Menorah – so nennt man den Leuchter auf Hebräisch, brannte Tag und Nacht. Er symbolisierte die Gegenwart Gottes, das Licht des Lebens bei den Menschen.

Ausgerechnet, als Jesus zum Tempel kam an diesem Chanukkafest,
fragten ihn die Juden:

„Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei heraus“.
Jesus antwortete ihnen: „Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich in dem Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir“. (Joh. 10,22)

ein paar Verse vorher sagte Jesus auch:

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“, (Joh.8,12)

Diese Worte waren Gotteslästerung in den Augen der Juden und sie versuchten Jesus umzubringen. Sie verstanden nicht, dass sich vor ihnen Augen die Schrift über den versprochenen Messias erfüllte:

Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell
Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich (Jesaja 9,1/5,6)

„Es ist zu wenig, dass du mein Diener bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde“ (Jesaja 49,6)

Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht. (Jesaja 60,1)

Die Geschichte Gottes mit den Menschen birgt so viele wunderbare Geheimnisse und Offenbarungen. Es gäbe noch vieles darüber zu berichten und zu entdecken
aber ich lass es mal genug sein für heute 🙂

Wie schön, dürfen wir Chanukka und Weihnachten feiern
zwei Feste, die uns an ein und dasselbe Licht erinnern
Das Licht Gottes bei den Menschen. Und es ist wirklich da!
Möge es hell in unseren Herzen brennen!


in der Christenheit gilt der siebenarmige Leuchter des Tempels als ein Vorschatten für Jesus Christus. Sein hebräischer Name Yeshua ישוע lässt sich wunderbar in die sieben Arme der Menorah integrieren

Zion fahre fort im Licht
mache deinen Leuchter helle
lass die erste Liebe nicht
suche stehts die Lebensquelle
Zion, dringe durch die Enge Pfort
Zion, Zion, fahre fort!

Author: Johann Eusebius Schmidt