eine schmale Brücke…

frei übersetzt aus dem hebräischen Lied „Gesher tsar meod“

Die ganze Welt 
ist eine sehr schmale Brücke
und das Wichtigste ist:
Hab keine Angst
wenn du drüber gehst!
Hab keine Angst!




Vielmehr sollte man in sich selbst nach Verdienst und guten Eigenschaften suchen und forschen. 
Und mit diesem kleinen Gut, das man in sich selbst findet, sollte man sich freuen und ermutigen, und seinen Platz nicht verlassen.
Und das Wichtigste ist, stets fröhlich zu sein.
Ein Mensch sollte sich auf jede erdenkliche Weise zur Freude bringen.
Der Text des bekannten Liedes "Gesher tsar meod" ist die Kurzform der oben erwähnten Lehre, 
welche in verschiedenen Schriften des Rabbi Nachman von Breslov vorkommt,
aber die ursprüngliche Formulierung ist wahrscheinlich aus Likutei Moharan Teil II 48:4

Mit diesem Lied
wünsche ich allen Lesern
von Herzen ein gutes neues und
vor allem frohes Jahr!

Hier gehts zum Lied


Misstrauen

Traut niemandem und nichts!
Nicht den Menschen - sie sind schlecht
und nicht der Welt, denn sie geht unter
Jaja, so ist es recht
fahrt fort -misstraut einander munter!

Das Misstrauen jedem und allem gegenüber – das ist unser Untergang

ein Sommermorgentraum/Haiku

Wie schön ist die Welt
früh morgens- wenn alles schläft
und der Tag erwacht

Durchs offne Fenster
dringt der erste Sonnenstrahl
über die Berge

Vögel, die zwitschern
und der Duft von Röstkaffee
ein Sommermorgentraum

Das Herz hüpft und jauchzt
Ich muss hinaus und tanzen
im taufrischen Gras

Herbst in Poesie/Novembergrau

Beitrag zum Fotoprojekt „der Herbst“ von Royush

Novembergrau hüllt sich in Schweigen 
rauhe Winde jagen sich
düstere Gedanken fragen
plagen und bedrücken mich
 
Welt, die viel zu gross geworden
Zeit, die rasend schnell vergeht
Schicksal eines jeden Menschen
Erde die sich ewig dreht
 
Leben, dass mich überwältigt
Tod, und ob es weitergeht
Kinder, die geboren werden
Zukunft die vielleicht noch wird
 
Novembergrau hüllt sich in Schweigen
schwer und träge ist das Wort
Donner rollen und der Regen
peitscht die letzten Blätter fort

der Welt Heiland

Du bist der Welt
so wie du warst
und willst ihr werden
wie von alters her
ein Heiland und ein grosser Arzt
barmherzig
all Erlösender

Dir, König, Held und Friedefürst
ewig Vater
dir sei Ehr
so wie du bist
und immer warst
wirst du uns werden 
Liebender


Ich wünsche allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest.



Shabbeees!

Shabbeees!

Schöpfer vor Wält
dir ghört alli Ehr
es rüehmt dich d’Erde
und s’himmlische Heer

Du hesch alls gschaffe
du hesch alls tue
hesch d’Wuche gsägnet
de Shabbes und d’Rueh

Sägne du jetze
die Nacht wo chunnt
und sägne de Mond 
am Horizont

Sägne du d’Mönsche
und alles Veh
allem wo rueht, 
mögsch du Friide geh

Sägne de Shabbes
und was er eus bringt
Freiheit zum Sii
schänk, dass es eus glingt

Bewahr eusi Herze
a jedem Ort
sägne d’Gedanke
und eusi Wort

Bewahr euse Nochber
bewahr euse Find
und tröschte du alli
wo truurig sind

Schänk, dass mer wohri
Mönsche wärde
und s’Shabbes wird
uf de ganze Ärde

s‘isch Shabbeees!

Bildquelle Betruf: NZZ, Karin Hofer/ Lünersee Brigwords

Know, who you are
take a break
keep Shabbes