staunend

Lieber Gott
Wenn ich über mein Leben nachsinne und es betrachte,
ist es als öffne sich ein Fenster an einem schönen Sommermorgen
und ein wunderbarer Tag zieht an mir vorbei…

Frau am Fenster

Staunend stehe ich und schaue
wie alles war
wie es gekommen ist
dass ich so glücklich
und mich freue
und
du in meinem Leben bist

Ich weiss für allezeit
d
u bleibst bei mir
auch wenn es Abend wird
und kommt die Nacht
die Stunde
bist du es, der mich trägt

Auf deinen Flügeln
bis ans Ende
zu
jenem Lichte dort
wartet mir
und leuchtet 

ein neues Morgenrot

Bildquelle: https://de.123rf.com/

allergattig Lüüt

Es git fascht nüt woni nid hätt
scho mit mine Gescht erläbt
me wird Experte ohni z‘welle
f
ür allergattig Lüüt und Gselle
vo mine Bsuecher chönt i brichte
kuurligi und ernschti Gschichte
vo mänger Wiis und Läbesart
hett i es Müschterli parat

Erfahrig hani au als Gascht
mach öppedie uf Reise Rascht
bi Lüüt privat, das gfallt mer guet
und zeigt mer au, was mir nid füegt

Wemme will es Gaschthuus si
inveschtiert me öppis dri
Erfahrig isch es, me muess wüsse
was en Gascht würd bsunders gnüsse
und sälber wett meh schliesslig säge
mit Gescht isch’s schön zum zämeläbe

Drum hani do es paar nid greimti
dummi Sache, wieni meinti
zämetreit, die gilt’s z’vermiide
wemme will es Gaschthus bliibe
oder  wemme umme reist
s’denn nid plötzlich vo eim heisst
säbe chunnt mir nümm ins Huus
uf kei Fall meh, de bliibt mr duss!

Im Nachhinein isch‘s zwar zum Lache
was mängi Lüüt uf Reise mache
läset sälber, s‘sch zum Schmunzle
und mängisch chli zum Stirne runzle

hier geht’s zu den „Müschterli“…

Steineis in der Tüte

 

DSC00173 (Medium)

Ein hübsches Eis

doch lässt man’s lieber

wenn es heiss

und geht hinüber

zu der Diele

dort gibt’s kühle

Eis am Stiel

und in der Tüte

alle Sorten

erster Güte

dieses Eis

man sieht es hier

ist aus Stein

und nur zu Zier

I will hei!

I will hei
jetzt hani gnueg
i bi jo gsi, han alles gseh
villicht au nid,
aber jetzte will i zrugg
I will hei zu mine Lüüt
u
nd überhaupt
am allerbeschte isch es dött
woni ha, was i bruuche
was i wött
s’isch am schönschte
i mim Riich
ganz elei
s‘goht allne gliich
es isch doch so
h
ebet‘s guet, i muess jetzt go
säge ciao, ciao amigos
i gang hei
ville Dank, säg i au
s
‘isch jo schön gsi
so feins Ässe
aber jetzte hani gässe
i will go
bruuch  jetz eifach mini Rueh
und mis Bett
es isch Zyt
machet‘s guet und hebet Sorg
I
rgendwenn
ch
um i wieder, will i furt
aber hütte sicher nümm
hebet‘s schön!

 

min erschte Flug

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Mit fünfi bin i s‘erscht mol gfloge
und ha abegluet uf d‘Wält
mit em Mami wiit wiit obe
han i Städt und Dörfer zellt 

D’Tschduwardess, die liebi Frau
het mer Farbstift und Papier
Orangesaft und Tchipsli au
uf’s Tischli gstellt am Platz bi mir

I weiss no guet und wie’s isch gsi
und wieni gstuunet ha
d’Hüüser, d‘Stroose, alli chli
und druff hets Spielzügauti gha

Obwohl, so ganz verstande
han i die Reis jo nid
und dass mer denn sind glande
goht ir Erinnerig zwiit

Es isch mir aber bliibe
de bsunders schöni Flug
Ich und s’Mami si go fliege
nach Gänf und wieder zrugg

Sit denn si füfzig Jahr vergange
j
etz sitz i drin im Autobus
näbe mir isch mini Mame
mir sind schon bald am Airport dus

Ich bin‘s jetzte, wo tuet luege
sie ar Hand zum Flugzüg bringt
dass ihre wohl isch und tuet füege
und euses chline Reisli glingt

S’Flugi isch scho bald druf abe
mit eus in Süde unterwägs
dass mir zwöi das nomol erläbe
das freut mi halt wie lätz

S’Mami gseht scho nüme guet
drum tue n‘em alles brichte
vom Fänschter, wemme useluegt
und was me alls chan sichte

Hoch ob de Wulche dänk i zrugg
zrugg a jedes Jahr
mit ihre bis zum erschte Flug
e Gschicht –  ganz wunderbar

für mis Mutti zum Muettertag

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uf em erschte Bild bin i mit em rote Mänteli a de Hand vom Mutti

 

Gebärdensprache – mit den Händen sprechen

Wenn ich’s mir so überlege
war das erste Wort von mir

ohne Absicht in der Sprache
die ich heute sprech mit dir

Ich stand damals an der Strasse
und erhob die rechte Hand

mein Begehren hast du
sofort ohne Zweifel grad erkannt

 Du nahmst mich mit auf eine Reise
in ein völlig fremdes Land

das ich so auf diese Weise
vorher noch nicht hab gekannt

In dem Land gibt’s keine Stimmen
einen Lärm und kein Geschrei

deine Welt ist gänzlich stille
Geräusche sind dir einerlei

 Aber deine Hände sprechen
eine Sprache wunderschön

ich war völlig hingerissen
ihnen dabei zuzuhörn

von den Lippen meines Mundes
konntest du mein Wunsch verstehn

lehr mich deine Sprache sprechen
lass uns einmal wiedersehn

 Seither reden unsere Hände
sie erzählen ohne End
was des andern Welt bedeute
und wie er die Dinge nennt

dass ich dich getroffen habe
hat mein Leben tief berührt

du hast mich mit deinen Händen
in ein neues Land geführt

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In der Schweiz leben rund 10’000 vollständig Gehörlose
Bis zu 600’000 Personen sind leicht bis hochgradig schwerhörig.

Interssante Fragen und Antworten zum Thema
auf der Webseite des schweizerischen Gehörlosenbundes sgb-fss

 

 

 

 

 

Räp de Schmärz us em Härz

…..dass d’Freud chan ine cho!

Beim Aufräumen bin ich auf dieses Gedicht gestossen
Meine beiden Prinzessinnen sind vor 3 Jahren für ein Jahr nach Südamerika gereist. Ich habe wohl die ganze Flugreise gedanklich bei ihnen verbracht. Daraus ist der Rap entstanden
I han en Schmärz i mim Härz

 

DSC_1444 (Medium)

I han en Schmärz i mim Härz,
han doch gmeint, das i das schaff,
i bi stark, han jo Zyt,
Zyt gha, zum verstoh,
si wei go
.

Jetzt isch er do, de Moment,
woni gwüsst ha er wird cho,
Abschid neh für langi Zyt,
no e Stund, oder zwei
zäme si
.

 Mir sind alli chli nervös
und au müed, s’isch en lange, lange Tag.
Der Zug fahrt a, mir sind drin
samt Gepäck s’isch alles do
wo si hend
.

 Wäred’s doch, nume scho,
am andre Änd vo dere Wält.
I lueg di aa, chlini Buba, weisch,
bisch so schön, voller Abentüür
i han dich lieb
.

P1070466 (Medium)

Und dis Mami, beidi zäme,
Chinder,  i han keini Wort
zum beschriibe wie das isch,
wemme liebt, es isch Liide es isch Freud
es sich schön. 

Und zum Schluss, i weiss au nid,
was i säge, was i rede,
bhüet euch Gott, euch fescht hebe
i de Arme, das isch all‘s,
s‘chunnt scho guet. 

Aber denn flüsse d’Träne, niemer gsehts,
es muess use, es tuet guet,
no es bitzli wett i bliibe,
aber öppis in mir seit:
Wiitergo.

Und mir gönd alli zäme,
wiiter uf em Läbeswäg.
Ihr döt äne und mir bliibe
wunderbar sind alli Ort
uf de Wält
.

DSC00332

Wunderbar sind alli Wäge,
wo mit Liebi gange sind
mini Chinder, laufet, liebet,
das es hell uf Erde wird
.

Reiseblog der beiden Prinzessinnen

versöhnen / to reconcile / lehitpajes (להיתפייס)

to reconsile in Hebrew means:
„lehitpajes“ – it comes from „peace“
but „peace“ in Hebrew means „shalom“
and is the word where „pay“ comes from
„leshalem“ – „to pay for peace“
where there is none, that’s what it says!

Therefore, if there is a thing
which seperates and is between
between your brother, between you
He is hurt, you might be too
There’s the question…
Who can pay?
Who is gonna make a way?
If everyone – that would be best
could take a part and share the cost
to win it all, and guess…?
this means the word „lehitpajes“

dreams…

…lead us to wonderful places

Das Mädchen, das mich jeden Abend
in den Schlaf, in meine Nacht
mit seinem Lächeln, gar nichts sagend
hinbegleitet und bedacht
daran erinnert dass des Tages
Sorg und Mühe sind dahin

Sie wacht bei mir – ich glaub, sie mag es
wenn ich im Land der Träume bin

Bild: Anna Shesterikova  http://www.anna-art.ru/