sei ein Mann! תהיה גבר

„Ein wahrhaft großer Mann wird weder einen Wurm zertreten
noch vor dem Kaiser kriechen.“

  Benjamin Franklin

                 In der hebräischen Sprache wird das Wort Mann mit der Wortwurzel „Gimmel-Bet-Resh“ gebildet, welche für stark sein, Stärke gewinnen, erobern und überwinden steht

גבר

Gever ein Mann / Giborein Held, ein Überwinder
hitgaberüberwinden, stark werden / gavriut –  Männlichkeit
Gabrielmein Held ist Gott

mit den gleichen Buchstaben wird das Wort „erwachsen sein“  gebildet:
bogerErwachsener, erwachsen sein / bagarerwachsen werden, reif werden

Natürlich macht ein Wort einen Mann noch lange nicht Mann, geschweige denn zum Held oder Überwinder. Aber er darf sich ermutigt fühlen, einer zu werden. Es ist seine Bestimmung! Übrigens…Geveret (heb. Frau) , chere Madame! Auch sie dürfen eine Heldin sein.

 In der heutigen Ausgabe von 20 Minuten habe ich zufällig einen Artikel gefunden, der das Thema „Mann sein“ in Bezug auf Familie zum Inhalt hat

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Die-Welt-braucht-Maenner-statt-Jungs–14075109

 

 

 

tabu

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lasst bloss den Hund begraben

dort wo er ruht, in Ruh

wir wollen ihn nicht hören

haltet die Ohren zu!

 

Heilig ist die Wahrheit

unantastbar gross

jetzt bellt sie wieder drohend

der Hund, der Hund ist los!

 

Gebt ihm einen Maulkorb

erschlägt ihn, wo er ist

er gräbt an unsern Pfeilern

dieses freche Biest

 

Stemmet die Fassade

es könnte sonst geschehn

dass in nackter Blösse

wir alle untergehn

Bildquelle: https://de.123rf.com/

erstens kommt es anders…

Erstens kommt es anders
zweitens als man denkt
ist nicht für alle Menschen
ein Satz der lustig klingt

 Wichtig scheint mir aber
wenn‘s ernst wird ab und zu
sich nicht gleich erhängen
nur alles mit der Ruh 

Weil drittens gibt es immer
ein Weg der gangbar ist
wenn man mit Lieb und Wahrheit
seine Schritte misst

Manch einer blickt dann viertens
mit Dankbarkeit zurück
 Im Leben kommt’s oft anders
und oft zu unserem Glück

P1160112 (Medium)

Text und Foto: © Brigitt Meier

Shalom alechem / Friede mit euch

Seit langem bin ich wieder mal alleine zuhause. Kein Mann, keine Kinder, keine Gäste. Es ist Gründonnerstagsabend. In den Geschäftstrassen ist es ruhig geworden. Noch ist es Tag, ein paar Kinder spielen im Hof und die Vögel zwitschern ein Abendlied. Es riecht nach Frühling. Ich freue mich auf die kommenden Feiertage.

Es ist mir grad recht, alleine zu sein. Zeit zu haben. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Es geschieht so viel in meinem Leben und auf dieser Welt.

Shalom. Ganz spontan kommt mir dieses Wort in den Sinn. Nicht nur ich, wir alle sehnen uns nach innerem Frieden und Frieden auf der Welt.

Was mag Jesus, an den wir uns in diesen Tagen erinnern, an jenem Abend vor seinem Tod, als er sich in den Garten Gethsemane zurück zog, durch den Kopf gegangen sein?

Shalom, das hebräische Wort für Frieden meint viel mehr als nur die Abwesenheit von Krieg. Es bedeutet Ganzheit, Vollkommenheit im Sinne von Frieden mit Gott, mit den Mitmenschen und mit sich selbst. Ein Ja zum Leben haben.

Von der gleichen Wortwurzel wie Shalom wird auch das Wort „leshalem“ gebildet, welches bezahlen heisst. Frieden und bezahlen – das gleiche Wort.

Frieden hat einen Preis. Er ist nicht einfach da. Es ist nicht einfach gut mit uns und auf dieser Welt. Wir sind herausgefordert, etwas zu tun für den Frieden. Jeden Tag aufs neue.

Jesus hat für den Frieden gelebt und ist letztlich dafür gestorben. Nicht zu Unrecht wird er, als der im alten Testament versprochene Friedefürst bezeichnet. Mit seinem Tod hat er den ganzen Preis bezahlt für die Kluft die zwischen Himmel und Erde ist. Seine Botschaft ist:  Gott liebt die Menschen und hat ihnen vergeben.

das mag fantastisch klingen. Ist es auch. Wer es glauben will, darf es.  Darf glauben, dass Gott Frieden mit ihm geschlossen hat.

Und wer das weiss, kann Frieden schliessen mit seinen Mitmenschen und mit sich selbst.

Shalom alechem

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die uralten Olivenbäume im Garten Gethsemane, wohin  Jesus sich vor seinem Tod zurückgezogen hat 

 

 

Erinnerungen an die Zukunft

wenn der Mensch sich am Ende seines Lebens nur noch an alte Loblieder aus der Kirche erinnern kann…                              

                …sind das vielleicht Erinnerungen an die Zukunft?  

 

 

                                                                    

Reimemaschine

Me git es Wort in d’Reimmaschine
und sofort tüend denn die erschine
wo vo wäge ihrem Klang
zäme passe wiene’n Gsang
und denn bruuchts no es paar meh
dass‘ es Gschichtli drus cha geh
am Aafang weiss me nid genau
wo’s eim ane füehrt und au
öb’s denn Sinn macht mit de Zyt
zwingend isch es ebe nit
Hauptsach es het Witz und Chuscht
und plötzlich het meh richtig gluscht
no meh dra z’dichte und z’verzelle
genau das wär’s woni hät welle
versuechs doch mal und wenn de findsch
es isch würklich nid so chindsch
bitte schick mers, will i schlicht
e Sammlig ha will vo Gedicht

Gloggeglüüt

DSC03857 (Medium)

Wenn d‘Glogge lüüte um Mitternacht
ergrifft mi es wundersam G‘fühl,
es isch mer als würd di ganzi Wält
bliibe stoh vor dem heilige Spiel. 

De Klang treit mi grad wie uf Flügel devo,
vergangeni Täg chöme zrugg.
Im Turm juble alli Glogge im Chor
vor Dankbarkeit, Liebi und Glück

 Au s‘Schwere und das, won‘i nid verstand,
isch ighüllt im Gloggeglüüt.
Friede leit sich um mi wie‘nes Gwand,
wiit weg vo de Welt und de Lüüt 

Und denne wirds still…

bum…bum…bum…

Mis Herz schloot mit, mit em Schlag a de Uhr,
fascht pochet’s vor Ehrfurcht e chli.
D’Sterne ziehn’d a de himmlische Flur,
säg Gott, wo führt Zuekunft eus hi?

 D‘Antwort chunnt grad, vom Turm ghöri d’Stimm,
begleitet vo hellem Kang;
d’Glogge lüüte s’Verspräche is Land:
„Vertraue, dass ich mit dir gang!

 Aaglähnt am Chirchturm stand i no chli,
lueg ufe zum Sternemeer.
Dört obe isch alles bewahrt wo isch gsi,
und alls, wo wird si no vill mehr
.

 

innehalten, Augen schliessen und
dem Glockengeläute zum neuen Jahr lauschen

Ich wünsche allen Lesern von Herzen ein gutes, neues Jahr