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eine hochdeutsche Fassung des Gedichtes findest du auf https://brigwords.com/1661-2/

DSC03857 (Medium)

wenn d‘Glogge lüüte um Mitternacht

ergrifft mi es wundersam G‘fühl

es isch mer als würd di ganzi Wält

bliibe stoh vor dem heilige Spiel

 

de Klang treit mi grad wie uf Flügel devo

vergangeni Täg chöme zrugg

im Turm juble alli Glogge im Chor

vo Freud und vo Liebi und Glück

 

au s‘Schwere und das won‘i nid verstand

isch  ighüllt im Gloggeglüüt

Friede leit sich um mi wie‘nes Gwand

wiit weg vo de Welt und de Lüüt

 

und denne wirds still…

bum…bum…bum

 

mis Herz schloot mit mit em Schlag a de Uhr,

fascht pochet’s vor Ehrfurcht e chli

d Sterne ziehn’d a de himmlische Flur

säg Gott wo führt Zuekunft eus hi?

 

D‘Antwort chunnt grad vom Turm ghöri d’Stimm

begleitet vo hellem Kang

d’Glogge lüüte s’Verspräche is Land

vertraue, dass ich mit dir gang

 

aaglähnt am Chirchturm stand i no chli

lueg ufe zum Sternemeer

dört obe isch alles bewahrt wo isch gsi

und alls wo wird si no vill mehr

 

innehalten, Augen schliessen und

dem Glockengeläute zum neuen Jahr lauschen