Seit langem bin ich wieder mal alleine zuhause. Kein Mann, keine Kinder, keine Gäste. Es ist Gründonnerstagsabend. In den Geschäftstrassen ist es ruhig geworden. Noch ist es Tag, ein paar Kinder spielen im Hof und die Vögel zwitschern ein Abendlied. Es riecht nach Frühling. Ich freue mich auf die kommenden Feiertage.
Es ist mir grad recht, alleine zu sein. Zeit zu haben. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Es geschieht so viel in meinem Leben und auf dieser Welt.
Shalom. Ganz spontan kommt mir dieses Wort in den Sinn. Nicht nur ich, wir alle sehnen uns nach innerem Frieden und Frieden auf der Welt.
Was mag Jesus, an den wir uns in diesen Tagen erinnern, an jenem Abend vor seinem Tod, als er sich in den Garten Gethsemane zurück zog, durch den Kopf gegangen sein?
Shalom, das hebräische Wort für Frieden meint viel mehr als nur die Abwesenheit von Krieg. Es bedeutet Ganzheit, Vollkommenheit im Sinne von Frieden mit Gott, mit den Mitmenschen und mit sich selbst. Ein Ja zum Leben haben.
Von der gleichen Wortwurzel wie Shalom wird auch das Wort „leshalem“ gebildet, welches bezahlen heisst. Frieden und bezahlen – das gleiche Wort.
Frieden hat einen Preis. Er ist nicht einfach da. Es ist nicht einfach gut mit uns und auf dieser Welt. Wir sind herausgefordert, etwas zu tun für den Frieden. Jeden Tag aufs neue.
Jesus hat für den Frieden gelebt und ist letztlich dafür gestorben. Nicht zu Unrecht wird er, als der im alten Testament versprochene Friedefürst bezeichnet. Mit seinem Tod hat er den ganzen Preis bezahlt für die Kluft die zwischen Himmel und Erde ist. Seine Botschaft ist: Gott liebt die Menschen und hat ihnen vergeben.
das mag fantastisch klingen. Ist es auch. Wer es glauben will, darf es. Darf glauben, dass Gott Frieden mit ihm geschlossen hat.
Und wer das weiss, kann Frieden schliessen mit seinen Mitmenschen und mit sich selbst.
Shalom alechem
die uralten Olivenbäume im Garten Gethsemane, wohin Jesus sich vor seinem Tod zurückgezogen hat
Me git es Wort in d’Reimmaschine
und sofort tüend denn die erschine
wo vo wäge ihrem Klang
zäme passe wiene’n Gsang
und denn bruuchts no es paar meh
dass‘ es Gschichtli drus cha geh
am Aafang weiss me nid genau
wo’s eim ane füehrt und au
öb’s denn Sinn macht mit de Zyt
zwingend isch es ebe nit
Hauptsach es het Witz und Chuscht
und plötzlich het meh richtig gluscht
no meh dra z’dichte und z’verzelle
genau das wär’s woni hät welle
versuechs doch mal und wenn de findsch
es isch würklich nid so chindsch
bitte schick mers, will i schlicht
e Sammlig ha will vo Gedicht
Wenn d‘Glogge lüüte um Mitternacht ergrifft mi es wundersam G‘fühl, es isch mer als würd di ganzi Wält bliibe stoh vor dem heilige Spiel.
De Klang treit mi grad wie uf Flügel devo, vergangeni Täg chöme zrugg. Im Turm juble alli Glogge im Chor vor Dankbarkeit, Liebi und Glück
Au s‘Schwere und das, won‘i nid verstand, isch ighüllt im Gloggeglüüt. Friede leit sich um mi wie‘nes Gwand, wiit weg vo de Welt und de Lüüt
Und denne wirds still…
bum…bum…bum…
Mis Herz schloot mit, mit em Schlag a de Uhr, fascht pochet’s vor Ehrfurcht e chli. D’Sterne ziehn’d a de himmlische Flur, säg Gott, wo führt Zuekunft eus hi?
D‘Antwort chunnt grad, vom Turm ghöri d’Stimm, begleitet vo hellem Kang; d’Glogge lüüte s’Verspräche is Land: „Vertraue, dass ich mit dir gang!„
Aaglähnt am Chirchturm stand i no chli, lueg ufe zum Sternemeer. Dört obe isch alles bewahrt wo isch gsi, und alls, wo wird si no vill mehr.
Es gibt unvergessliche Momente im Leben, an die man sich immer und immer wieder gerne erinnert.
Ein solcher Moment war das Wiedersehen meiner beiden Töchter, nachdem sie sich mehr als ein Jahr nicht mehr gesehen hatten. Die Ältere weilte für ihre Ausbildung zweieinhalb Jahre in den Philippinen. Das Wiedersehen sollte eine Überraschung werden. Den Moment hatten wir minutiös vorbereitet, damit wir den Augenblick mit der Kamera festhalten konnten. Der Überraschten mag dies in diesem emotionalen Moment nicht gefallen haben, aber heute ist es DAS Video, das wir alle lieben!
Die ältere Tochter traf ein paar Tage früher als geplant in der Schweiz ein, damit sie an der Diplomfeier ihrer jüngeren Schwester teilnehmen konnte. Dass diese es schaffte, den Flug umzubuchen, verrieten wir der Jüngeren nicht. Es sollte eine freudige Überraschung werden, nachdem sie schon traurig war, dass ihre Schwester nicht zur Diplomfeier zurück sein würde.
Natürlich hat sie sich trotzdem auf den besonderen Tag der Diplomübergabe gefreut. Wir Eltern waren mit ihr schon unterwegs zur Feier nach Zürich. Wir waren alle gut gelaunt. Die Tochter pinselte noch an ihrem Make up herum, ich hantierte fleissig mit der Kamera, was das Gegenüber mit der Zeit nervte. Aber ich musste ja bereit sein, weil ihre weit hergereiste Schwester, wie abgemacht, bei der nächsten Station zusteigen würde. Und das wird gleich soweit sein. Noch ahnt das glückliche Kind nicht, wer hinter ihr steht und eben fragen wird, ob der Platz neben ihr noch frei ist….
um den Moment mitzuerleben kannst du hier klicken.