Seit der gute Mond
von Menschen ist bewohnt
fallen dort Raketen
und steigen auch empor
Menschen bräucht es dringend
mit Herzen und Verstand
um wahren Frieden ringend
doch Krieg ist nach wie vor

Vision eines Kindes
vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
Seit der gute Mond
von Menschen ist bewohnt
fallen dort Raketen
und steigen auch empor
Menschen bräucht es dringend
mit Herzen und Verstand
um wahren Frieden ringend
doch Krieg ist nach wie vor

Vision eines Kindes
Die Einen haben’s vor dem Kopf
die Andern unterm Suppentopf
schwarz hängt’s manchmal an der Wand
macht uns dies und das bekannt
manche Frauen sind mitunter
genauso flach und leiden drunter
sie tragen’s jedoch elegant
mit Leichtigkeit in einer Hand
samt Essen und dem Wein zum Gast
und auch zurück wenn’s ihm nicht passt
während Andern es viel Geld
bedeutet ja die ganze Welt
spielen viele um die Wette
auf dem legendären Brette
und dann gibt es auch die Schnellen
die auf des Meeres grossen Wellen
reiten oder steil am Hang
fahren um den ersten Rang
erwähnenswert wär nicht zuletzt
wie’s die Oma hat benützt
zum Wäsche schrubben damals noch
welch schwere Arbeit war das doch
und heute dient’s dem Mann zur Zier
im Gegensatz zum Bauch voll Bier.
Ich persönlich brauch es täglich
ohne es wär es nicht möglich
so viel Früchte kleinzukriegen
Kräuter hin und her zu wiegen
Zwiebeln schneiden und zerhacken
auch mal was vom Finger zwacken
Gemüse scheibeln bis es reicht
mit dem Brettchen geht es leicht!
Der Mensch hat sich für alle Fälle
abgesichert, dass er schnelle
von dem Ort, wo er grad drinne
raus kommt und kein Schaden nehme.
Notausgang ist das Patent
dass von klein auf jeder kennt
Nun wär‘s aber auch ganz nett
wenn man‘s umgekehrt auch hätt
einen Noteingang für alle
die im eint‘ und andren Falle
einfach weg von draussen müssen
um nicht das Leben einzubüssen.
Deshalb tät ich laut plädieren
öffne jeder seine Türen
dass, wenn’s draussen hässlich wird
keiner umkommt oder stirbt.
Wer weiss es denn, ob nicht durch diese
Türen Glück und Segen fliesse
Selbst wenn die Not auch halb so gross
wirf die Türe nicht ins Schloss

Bildquelle: https://de.123rf.com/
Ich hab noch nie im Leben ein echtes Haus gebaut
noch habe ich mir selber ein eignes Bier gebraut
ich hab noch keinen Abschluss der Uni hingekriegt
ach hätt ich schon die Spitze des höchsten Berg berührt
Ich kann nicht musizieren, dazu fehlt mir der Takt
ich kann nicht wirklich malen, schon gar nicht einen Akt
ich hab noch nie mit Löwen gerangelt und gespielt
mit meinen Kurzgeschichten noch keinen Preis erzielt
Ich weiss nicht viel vom Kosmos und wie die Sterne stehn
ich hab noch nie im Stadion ein Fussballspiel gesehn
beim Schachspiel hab ich niemals, auch einen nur besiegt
ich bin noch nie geflogen, gleich wie ein Vogel fliegt
So viel möcht ich erleben, so wenig Zeit bleibt noch
für alle meine Träume auf dieser Welt und doch
den einen Traum, den leb ich, der mehr als alles wiegt
und dessen tiefe Quelle auf ewig nie versiegt
Die Menschen nur zu lieben, bedingungslos und echt
Mitmensch sein für jene, die mit mir gehn ist recht
Oh Gott, gib mir die Zeit, und dass der Tag nicht flieht
nicht ohne dass ich weiss – ich habe heut geliebt


lasst bloss den Hund begraben
dort wo er ruht, in Ruh
wir wollen ihn nicht hören
haltet die Ohren zu!
Heilig ist die Wahrheit
unantastbar gross
jetzt bellt sie wieder drohend
der Hund, der Hund ist los!
Gebt ihm einen Maulkorb
erschlägt ihn, wo er ist
er gräbt an unsern Pfeilern
dieses freche Biest
Stemmet die Fassade
es könnte sonst geschehn
dass in nackter Blösse
wir alle untergehn
Bildquelle: https://de.123rf.com/
Erstens kommt es anders
zweitens als man denkt
ist nicht für alle Menschen
ein Satz der lustig klingt
Wichtig scheint mir aber
wenn‘s ernst wird ab und zu
sich nicht gleich erhängen
nur alles mit der Ruh
Weil drittens gibt es immer
ein Weg der gangbar ist
wenn man mit Lieb und Wahrheit
seine Schritte misst
Manch einer blickt dann viertens
mit Dankbarkeit zurück
Im Leben kommt’s oft anders
und oft zu unserem Glück

Text und Foto: © Brigitt Meier

Wenn d‘Glogge lüüte um Mitternacht
ergrifft mi es wundersam G‘fühl,
es isch mer als würd di ganzi Wält
bliibe stoh vor dem heilige Spiel.
De Klang treit mi grad wie uf Flügel devo,
vergangeni Täg chöme zrugg.
Im Turm juble alli Glogge im Chor
vor Dankbarkeit, Liebi und Glück
Au s‘Schwere und das, won‘i nid verstand,
isch ighüllt im Gloggeglüüt.
Friede leit sich um mi wie‘nes Gwand,
wiit weg vo de Welt und de Lüüt
Und denne wirds still…
bum…bum…bum…
Mis Herz schloot mit, mit em Schlag a de Uhr,
fascht pochet’s vor Ehrfurcht e chli.
D’Sterne ziehn’d a de himmlische Flur,
säg Gott, wo führt Zuekunft eus hi?
D‘Antwort chunnt grad, vom Turm ghöri d’Stimm,
begleitet vo hellem Kang;
d’Glogge lüüte s’Verspräche is Land:
„Vertraue, dass ich mit dir gang!„
Aaglähnt am Chirchturm stand i no chli,
lueg ufe zum Sternemeer.
Dört obe isch alles bewahrt wo isch gsi,
und alls, wo wird si no vill mehr.
innehalten, Augen schliessen und
dem Glockengeläute zum neuen Jahr lauschen
Ich wünsche allen Lesern von Herzen ein gutes, neues Jahr
Es gibt unvergessliche Momente im Leben, an die man sich immer und immer wieder gerne erinnert.
Ein solcher Moment war das Wiedersehen meiner beiden Töchter, nachdem sie sich mehr als ein Jahr nicht mehr gesehen hatten. Die Ältere weilte für ihre Ausbildung zweieinhalb Jahre in den Philippinen. Das Wiedersehen sollte eine Überraschung werden. Den Moment hatten wir minutiös vorbereitet, damit wir den Augenblick mit der Kamera festhalten konnten. Der Überraschten mag dies in diesem emotionalen Moment nicht gefallen haben, aber heute ist es DAS Video, das wir alle lieben!
Die ältere Tochter traf ein paar Tage früher als geplant in der Schweiz ein, damit sie an der Diplomfeier ihrer jüngeren Schwester teilnehmen konnte. Dass diese es schaffte, den Flug umzubuchen, verrieten wir der Jüngeren nicht. Es sollte eine freudige Überraschung werden, nachdem sie schon traurig war, dass ihre Schwester nicht zur Diplomfeier zurück sein würde.
Natürlich hat sie sich trotzdem auf den besonderen Tag der Diplomübergabe gefreut. Wir Eltern waren mit ihr schon unterwegs zur Feier nach Zürich. Wir waren alle gut gelaunt. Die Tochter pinselte noch an ihrem Make up herum, ich hantierte fleissig mit der Kamera, was das Gegenüber mit der Zeit nervte. Aber ich musste ja bereit sein, weil ihre weit hergereiste Schwester, wie abgemacht, bei der nächsten Station zusteigen würde. Und das wird gleich soweit sein. Noch ahnt das glückliche Kind nicht, wer hinter ihr steht und eben fragen wird, ob der Platz neben ihr noch frei ist….
um den Moment mitzuerleben kannst du hier klicken.
Eine Putzfrau kann von wegen
ihrer Arbeit schon zum Segen
werden für geplagte Leute
und von denen gibt es heute
wahrlich viele, was verständlich
freut die Frau, die putzt, unendlich
plagen tun auch sie nicht minder
dies und jenes, Geld und Kinder
ohne Job wär ziemlich misslich
ihre Lage und verdriesslich
darum ist nun der Geplagte
wie ich es von ihr schon sagte
ohne Zweifel auch ein Segen
schon alleine und deswegen
Plagen hin und Plagen her…
...sei jeder ein Gesegneter!

Bildquelle: https://de.123rf.com/

Blick ich am Abend noch schnell in die Zeitung
zwanzig Minuten, sicher nicht mehr
vergeht wie im Fluge
die Reise im Zuge
kein Stau und kein Autoverkehr
Manchmal nehm ich zum Vornherein grad
mein iPad zur Hand und schreibe
Gedichte zum Schmunzeln
Geschichten zum Runzeln
und allerhand lustige Reime
Und kommt dann der Barmann erlaub ich mir gar
ne Pause mit einem Kaffee
mein Lieblingslavazza
serviert grad am Plazza
mit Sicht auf den Züricher See
Derweil mein Nachbar schräg gegenüber
greift nach dem Blick neben mir
was steht schon im Blatt drin
mehrheitlich Unsinn
zu schade blickt er nicht zu mir
Ich reis nämlich oft und recht gern mit der Bahn
und liebe es auch zu reden
mit freundlichen Fremden
auch solchen in Hemden
doch red ich noch lang nicht mit jedem
Schweifen mitunter meine Gedanken
plötzlich weit weg in Träumen davon
wie schön dort zu weilen
muss nirgends hin eilen
einfach nur sein bis zur Zielstation
