die Blumenfelder von Nir Yitzhak

Im Frühling kommen jeweils viele Menschen nach Nir Yitzhak, um die in allen Farben blühenden Butterblumenfelder zu bestaunen. Leider bin ich etwas zu spät angekommen, um ihre volle Schönheit zu sehen. Die Blumen werden vorzeitig vernichtet, damit die Kraft in den Zwiebeln bleibt. Die Zwiebeln werden grösstenteils nach Europa exportiert

Aber für einen hübschen Strauss, den ich nun meiner Freundin bringe hat es noch gereicht 🌺🌼🌸

Taxi in die Wüste

Die Reise nach Israel mit einer Person im Rollstuhl ist ein kleines Abenteuer. Aber viele Menschen haben dazu beigetragen, damit alles reibungslos verlief.
Zuallererst natürlich der Ehemann und die Angehörigen in Israel , die unseren Aufenthalt bis ins letzte Detail geplant hatten. Die allerbeste Agentur für Israelreisen (ABS Israel travel), welche den Flug buchte. Das Pflegepersonal im Heim, welches dafür sorgte, dass meine Freundin frühmorgens schon reisefertig war, der Fahrer mit dem Rollstuhltaxi, der uns zum Bahnhof brachte, mein Mann, der uns im Zug bis zum Flughafen begleitete, das Flughafenpersonal, welches uns in Zürich, sowie in Tel Aviv einen supertollen Service bot. Die Freunde, die uns dann vom Flughafen abholten und nach Nir Yitzhak einem Kibbutz in der Negevwüste, dem Heimatort meiner Freundin brachten.
Der Rollstuhl hatte keinen Platz mehr im Auto und wurde kurzerhand in einen Anhänger verfrachtet.

Das ist Israel pur. Ich liebe es und freue mich sehr, hier zu sein

Fotoprojekt 2023/April Werdenberg und Margelkopf

Beitrag zum Fotoprojekt „die vier Jahreszeiten“ von Royusch

der Ostermontag war ein freundlicher Tag und man siehts – der Frühling ist da!

Ostermontag 10 April 13.30

Das Häuschen im Weinberg

Das kleine Häuschen mit der schmucken Terrasse steht mitten im Weinberg unterhalb des Schlosses Werdenberg. Es ist auch auf dem grossen Bild gut erkennbar. Man könnte annehmen, dass es zur Aufbewahrung der Werkzeuge gebaut wurde, und bestimmt werden darin solche aufbewahrt, aber es gibt noch eine schöne, wenn auch traurige Geschichte dazu:

Vor vielen Jahren erzählte mir die damals neunzigjährige Frau Enderlin, deren Familie der Weinberg seit vielen Generationen gehört, dass einer ihrer Vorfahren das Häuschen für seine Frau erbaut hätte. Die beiden hatten eine kleine Tochter, die tragischerweise mit vier Jahren verstarb. Für die Mutter war der Verlust des Kindes so schmerzlich, dass sie jeden Tag viele Stunden an dessen Grab sass. Ihrem Mann brach es das Herz, sie so leiden zu sehen. Er entschloss sich, in seinem Weinberg ein kleines Häuschen zum Andenken an die Tochter zu bauen.

Von der Terrasse des Häuschen konnte man wunderbar hinüber zum Friedhof schauen, welcher auf der anderen Seite des Sees lag. So musste die Mutter nicht mehr jeden Tag dahin , um ihrem Kind nahe zu sein. Wenn sie bei der Arbeit eine Ruhepause einlegte, setzte sie sich oft auf die Terrasse ihres Häuschens, blickte hinüber zum Grab und war getröstet.

Der Friedhof befindet sich auf der Anhöhe rechts neben der Kirche

Worte, wo seid ihr geblieben

Worte, wo seid ihr geblieben 
wo ich doch so traurig bin
Ihr Guten, von Hoffnung getrieben
seid alle aus meinem Sinn

Schweigend sind diese Tage
die Stunden gehn zögernd voran
erdrückend, dass ich verzage
und davon nicht schreiben kann

Allein, das Herz schlaget sturm
dass selbst in der Nacht es mich schreckt
ach, könnte es einfach nur ruhn
mit Worten des Friedens bedeckt





Herr, wohin sollen wir gehen? 
Du hast Worte des ewigen Lebens.
Johannes 6, 68

Ich webe, also bin ich

In der grossen Weltgeschichte 
leb und web ich mittendrin
Nicht, dass ich's zu sehr gewichte 
es ist nur so, dass ich halt bin

Wo -  das frag ich hin und wieder
war ich einst und ja - warum
kam ich auf die Erde nieder?
Das Gedächtnis schweiget stumm

Muss ich's wissen? Wird's noch dauern,
offenbart die Seele mir
was hinter meines Daseins Mauern
der Grund, warum ich existier? 

Nun, es muss die Zeit ja kommen
 wo sich alle Dinge klärn
und bleibts im Heute auch verschwommen
von meinem Herzen ist's nicht fern
In IHM nämlich leben, weben und sind wir, wie auch einige eurer Dichter gesagt haben: 
Ja, wir sind von seinem Geschlecht.
Apostelgeschichte 17,28

Fotoprojekt 2023/März Werdenberg und Margelkopf

Beitrag zum Fotoprojekt „die vier Jahreszeiten“ von Royusch

Nach einer stürmischen Nacht bietet sich frühmorgens ein etwas düsterer Blick auf das Städtchen Werdenberg. Der See hat sich wieder beruhigt und der Margelkopf träumt verschneit und wolkenverhangen vor sich hin. Ich träume auch – vom Sommer und von der ersten Wanderung zum Berg hinauf.
Es macht den Anschein, als wäre selbst der Frühling noch weit, aber er macht sich im Tal trotz den schneebedeckten Gipfeln und dem unfreundlichen Wetter schon ganz klar bemerkbar.

Wer genau hinschaut, erkennt den Weinberg unterhalb des Schlosses. Er wird seit Generationen von derselben Familie gepflegt und gehegt, so auch der Fischbestand im See. Das nächste Mal erzähle ich euch die Geschichte des kleinen Häuschens, welches im Rebberg steht.

Werdenberg am 14. März um 7 Uhr morgens

auf unserer Reise

Vom Anfang bis zum Ende 
auf unsrer langen Reise
bist Du, der seine Hände
oft unerkannt und leise
segnend auf uns legt

Du weisst um alle Tage
um jede Not und Freude
Du kennst all unsre Pfade
und was gerade heute
unser Herz bewegt

Du bist’s, der uns berühret
und der uns bis zum Ziele
mit seinem Geiste führet
und durch der Wirren viele
an unserer Seite geht

Schwerter zu Pflugscharen

zum Jahrestag des Kriegsbeginn in der Ukraine

Lasst uns hinauf gehen zum Hause Gottes – zum Haus der Liebe.
Die Liebe lehrt uns, wie wir auf ihren Wegen wandeln können.
Die Liebe wird den Streit zwischen den Völkern schlichten
und den vielen Nationen wird sie Recht zusprechen.
Dann werden wir unsere Schwerter zu Pflugscharen
und unsere Speere zu Winzermesser schmieden.
Kein Volk wird mehr das andere angreifen
und niemand lernt mehr, Krieg zu führen.

Denn die Liebe sucht nicht das Ihre. Sie treibt nicht Mutwillen
und bläht sich nicht auf. Sie ist langmütig und freundlich,
Sie verhält sich nicht ungehörig und lässt sich nicht erbittern.
Sie rechnet das Böse nicht an, aber sie freut sich über Gerechtigkeit und Wahrheit.
Sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles.
Die Liebe hört niemals auf.

frei nach Jesaja, Kapitel 2 und 1.Korinther, Kapitel 13





Fotoprojekt 2023 / Februar Werdenberg Margelkopf

Beitrag zum Fotoprojekt „die vier Jahreszeiten“ von Royusch

Es ist deutlich kälter geworden im Werdenberg und die Berge sind verschneit.

Werdenberg ist eine Ortschaft mit historischem Stadtrecht im ostschweizerischen Kanton St. Gallen. Es rühmt sich mit seinen 55-60 Einwohnern die kleinste Stadt der Schweiz zu sein. Wegen seiner sehr gut erhaltenen Häuser und des Museums im Schloss wird Werdenberg oft von Touristen besucht. Einige Häuser sind bewohnt, andere dienen als Ferienhäuser (Quelle: Wikipedia)

Werdenberg am 8. Februar um 15 Uhr, es ist frisch
und der Margelkopf will sich nicht recht zeigen

Elfchen zum Elften/Angst

Beitrag zur Mitmachaktion von Eva, dein Poet

Das Thema Angst beschäftigt mich aktuell durch das Erdbeben in der Türkei und Syrien mehr als mir lieb ist. Die Bilder und Nachrichten sind kaum zu ertragen. Nicht nur die Erde – mein Herz bebt auch.
Für alle Menschen, die ums Leben gekommen sind und auch für diejenigen, die überlebt haben:

Verschüttet
Lebendig begraben 
Wie geht sterben?
Angstschreie aus der Tiefe

Ohnmacht

Lebendiger Gott
Erbarme dich ihrer
Gebet aus tiefstem Herzen
Erbarme