Es gibt schon ganz verrückte Dinge
zum Beispiel Embryo – Stein – Zwillinge
aus ihnen ist nie was geworden
sie sind im Mutterstein gestorben
doch vereint sind sie für ewig
ein Symbol für Lieb und selig

vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
Es gibt schon ganz verrückte Dinge
zum Beispiel Embryo – Stein – Zwillinge
aus ihnen ist nie was geworden
sie sind im Mutterstein gestorben
doch vereint sind sie für ewig
ein Symbol für Lieb und selig

Der Rhein ist eine wahre Truhe
voll von Schätzen ist der Fluss
heute fand ich alte Schuhe
und einen Elefantenfuss


Eine einzelne Sandale
ein Pistazienwaffeleis
eine hübsche Wasserschale
und ein Herz in einem Kreis




Weiter fand ich eine Vase
und ein Schafbock Münzentier
dazu ein Herrn mit dicker Nase
und einer, der ertrank mir schier




Schliesslich war noch dieser Panther
und ein Vogel, ist‘s ein Specht?
Und was noch viel eleganter
war ein Blatt – fast wie in echt



Rhein, du hast sie in der Fülle
Steine jeder Farb und Form
ganz unwahrscheinliche Modelle
ich staune jedes Mal enorm

I just love it!
Im Februar haben die Schweizer den Gesetzesentwurf zum Verbot von Diskriminierung und Aufruf zu Hass aufgrund sexueller Orientierung angenommen. Offenbar braucht es in der Schweiz
des 21. Jahrhunderts noch ein solches Gesetz…
Jede Mönsch isch generell
ganz es eiges Naturell
das heisst, er isch au hormonell
genau eso individuell
vo A- nach Bi- bis Transsexuell
git‘s so einigi Modell
Devo isch Hetero im Fall
„die Norm“ doch was isch scho normal?
E chli wenig, e chli vill
echli speziell, doch prinzipiell
darf das jede wie’n er will
Solang nid eine kriminell
leider – ja – au kulturell
und „Gott behüte“ pädophil
anderi zwingt zum Sexduell
und Sex betrachtet minimal
als Trieb wie bi me Animal
isch Sex – ich meine ganz egal
wie mes empfindet – grundlegal
Doch erscht so richtig genial
wird Sex im ideale Fall
wemme nid nur physikal
sondern ganz universal
spirituell und emotional
sich eifach liebt – ganz abnormal
probier’s doch mal 😊
Es trifft Dein Blick mich unerwartet
unverhofft
gleich einer Meereswelle
rauschend und mit Leidenschaft
Es ist, als fliehen mir die Füsse
als zöge mich der Sand
ins Meer mit jeder neuen Welle
weiter weg vom Strand
Und lässt du wieder los
ist’s nur ein Spiel,
wohl wissend, ja du weisst
ich kann mich deiner nicht entziehn
Die Meereswogen stürmen
mein Herz, es wogt das Blut
zu spät, das Land verschwindet
über mir ist Flut
und mahnt auch der Verstand
„Halt ein, du wirst noch untergehn!“
Ich lass bestimmt, wenn du mich führst
ich lasse es geschehn

Als wüsste er alles
der uralte Fluss
und was in der Krise
der Frauen Verdruss
(kein Friseur ist ein echtes Malheur)
reicht er mir ‘ne Schere
und fragt, wie es wäre
schnitt ich mir die Haare
doch selber am Schluss?

Wenn heute Nacht die Sterne leuchten
und wir wohl zur selben Zeit
fern voneinander sie betrachten
bist du von mir nicht mehr so weit
Dieselben Sterne, die verbinden
derselbe Tag, die Gegenwart
irgendwann wird er uns finden
der Augenblick, der uns gehört

Schutzmasken
selber genäht
in modischen Farben
passend zu meinen Kleidern
Zukunftsalltag?

grün
das Grün
grünt und blüht
mein Herz grünt mit
hoffnungsvoll

Liebe
sich verschenkend
ohne zu fordern
Liebe will nur lieben
bedingungslos

kitzelnd
die Sonnenstrahlen
auf meiner Haut
wie lieb ich Dich
Sommermorgen

herrlich
das Ei
nicht vom Kolumbus
das von meinem Huhn
Sonntagsfrühstück


Der Mensch hat vieles schon gedacht
gesagt
gewagt
und auch gemacht
ein jedes Ding in unsrer Welt
ist irgendwo
schon beschrieben, schon erzählt
festgehalten und notiert
x-mal schon fotografiert
man weiss, man tut
man ist gescheit
sucht weiter
forschet allezeit
man probiert
und man besiegelt
vom Wissen
ist der Mensch beflügelt
Nur… in mir war heute
ein ungewöhnlich Bild
ein Sein, ein mächtiges Gefühl
Sequenzen einer andern Welt
Ich würd’s so gern erzählen
und weiss doch nicht wie’s geht
welche Worte
müsst ich wählen
dass einer es versteht?
Gleich einem Zauber
mich bewahrend
schau ich wie ein Kind
schweigend nur im Traum erahnend
Dinge, die zu schön
und unaussprechlich sind
Ein Herz aus Stein zu haben
lässt keiner sich gern sagen
doch kann man sich gut denken
ein solches zu verschenken

Es trifft uns unwahrscheinlich
mit Wucht und unverhofft
so anders
überraschend
halt wie im Leben oft
Vielleicht brauchts einmal einen Schock
etwas was uns schüttelt
ein Beben
das im „Schlafe“
uns so richtig rüttelt
Wie des Sturmes Wellengang
der die Dämme bricht
ergiesst sich
wahr um Wahrheit
nun gnadenlos ans Licht
Und wenn’s auch unerträglich ist
der Schmerz
wenn er betäubt
gebirt er doch am Ende
das Beste dem, der daran glaubt