wortlos

Wortlos
bist du fort gegangen
ohne einen Blick zurück 
Alles hast du mitgenommen
wars auch gestern erst
da strahltest du vor Glück

Wortlos
sind wir da gestanden
ohne Antwort, ohne dich
nichts mehr war von dir vorhanden
dein Platz war leer
unabänderlich

Wortlos
sind wir auch geblieben
Traurigkeit und manchmal Wut
sind eingezogen anstatt Frieden
wie du gegangen bist
das war nicht gut

Doch heute 
bin ich dir begegnet
schweigend schauten wir uns an
ich fühlte ihn
den Augenblick, der segnet
und nahm dich fest in meinen Arm

Nur ein Wort
hab ich gesprochen
weil ich weiss, wieviel es wiegt
in allem was in uns zerbrochen
wird etwas heil
wenn unsere Seele liebt

zu viel

Ich empfinde zu viel
es geht immer tief
einfach viel zu intensiv
Oft bin ich dann
mit allem Empfinden
allein und ich kann
mich selbst nicht mehr finden
Will da nicht weilen
es ist mir zuwider!
Anstatt, dass ich's horte
mit wem könnt ich's teilen?
Doch lässt sich's nicht fassen
schon gar nicht in Worte
so muss ich’s belassen
und hoffen 
s’wird wieder

keine Zeile wert

Ich habe gar keine Worte
geschweige denn eine Träne
zum Heulen, so sinnlos die Sache
und dass ich sie hier noch erwähne

Nur – dieser Kloss in der Kehle
der schmerzt eventuell eine Weile
Ach was, ich werd’s schon verdauen
im Grunde, nicht wert eine Zeile 

Acht Zeilen waren das jetzt!

extrem infektiös!

Jammern ist extrem infektiös,
schlechte Stimmungen verbreiten sich wie Aerosole,
auch übers Internet.
Gute Stimmungen allerdings auch.
Wollen wir es nicht einfach mal versuchen?

der Stein vom Rhein sagt unbedingt!
Daumen hoch, weil’s einfach stimmt
ein fröhlich Wort macht soviel Mut
Leute, es kommt alles gut!



A git Rosh! En guete Rutsch!

Bald feiern wir Neujahr und in Israel würde das «Rosh Hashana» heissen – der Anfang des Jahres oder wörtlich: «der Kopf des Jahres“.

Auch das Wort «Bereshit» welches wir als erstes Wort in der Bibel lesen und « im Anfang» bedeutet, enthält das Wort «Kopf». Wenn man nämlich die letzten beiden Buchstaben weglässt heisst es «baRosh» und das heisst «im Kopf».

Somit würden wir dann lesen: «im Kopf erschuf Gott Himmel und Erde»

Ist die ganze Schöpfung nun vielleicht doch nur eine Matrix und wir nichts anderes als Gedanken im Kopf eines anderen?

Im Johannesevanglium lesen wir:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen, nichts ist ohne das Wort entstanden

Also doch, im Kopf fängt alles an! Das Wort entspringt der Denkzentrale im Kopf und wird zur Schöpfung. Selbst, wenn wir nichts weiter tun, als es auszusprechen, hat es das Potential, auszugehen und zu vollbringen, zu was es gesendet ist.
Wow….wenn ich das mal so bedenke, wenn ich die Welt betrachte…..dann bin ich grad mal sprachlos.

Was meint ihr?….vielleicht sollten wir uns für das neue Jahr vornehmen, vermehrt auf unsere Worte und ihre Schöpfungskraft zu achten?!

Und wenn wir uns nun „einen guten Rutsch“ wünschen hat das weniger damit zu tun, dass wir auf einer Schneepiste oder sonst irgendwie ins neue Jahr rutschen wollen, sondern vielmehr hat es mit dem hebräischen Wort «Rosh» zu tun. «A git Rosh» wünscht man sich auf Yiddisch und daraus ist wohl der Ausdruck «einen guten Rutsch» entstanden und bedeutet nichts anderes als ein guter Anfang ins neue Jahr!

Und das wünsche ich uns allen – a git Rosh!
(auch im wahrsten Sinne des Wortes)
Mögen unzählig liebende und wohlwollende Worte unseren Gedanken entspringen, auf dass die Welt eine neue Schöpfung wird!

Trost

Beitrag zum Aufruf  der Blogparade “ Trost“
von Jeca Blog Psycho-Psyche-Therapie

Bei dir ist Trost nicht vergebens
der du die Zeiten durchbrichst
und Worte des ewigen Lebens
in alles Vergängliche sprichst

Wo du mit Frieden umhüllest
und Tränen mit deinem Gewand
trocknest und Kummer stillest
ist Trost so viel mehr als Verstand

Trost wird dann Offenbarung
wenn Mut und Hoffnung zerbricht
bleibst du Gott die schönste Erfahrung
im Dunkel bist du das Licht

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