Tausende enden
im endlosen Elend
…verenden…
Wann endlich
kommt
das Ende
und Einer
sende erlösend
die Wende
des Elendes endliches
Ende?
vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
Tausende enden
im endlosen Elend
…verenden…
Wann endlich
kommt
das Ende
und Einer
sende erlösend
die Wende
des Elendes endliches
Ende?
Wo ist dein W am Anfang, oh Ende
auf dass sich doch einfach alles nur wende
es wende sich alles zum Guten ohn Ende
dann braucht es auch nie mehr ein W für die Wende
Die chlini Dita stoht verlore
im Lädeli grad näbedra
vom Ferielager i de Bärge
und luegt die schöne Sachen a
Am liebschte würd sie heime fahre
s’Lager, das isch nüt für si
gäb‘s nid das Maitli, wo si plooget
wär‘s villicht no andersch gsi
S‘Lädeli isch wien‘en Troscht
mit sine schöne Sache
und Dita weiss denn plötzlich au
was sie chönnti mache…
Ich chauf mir doch es Souvenir
vo mim Feriebatze
und Eis für alli, wo dihei
das würdet‘s sicher schätze
Natürlich längt das Gäld nid wiit
nur grad für’s Murmeltier
es bitz enttüüscht drückt si’s an sich
du Chlises – ghörsch jetzt mir.
Am Obe nimmt sie alle Muet
goht und frogt de Leiter
„chasch du mir nid…?“
„doch doch, ich chan
es bitzeli chan i“, seit er
Jede Tag chauft Dita jetzt,
im Lädeli es Gschänkli
und zobe sitzt si denn
bim Lagerleiter uf em Bänkli
Und de git ihre immer wieder
no en Batze druf
bis eines Tages meint er denn
„Maiteli, jetzt isch Schluss!“
Schluss isch‘s au mit Lagerläbe
Dita isch so froh
d’Gschänkli het si alli packt
d‘Eltere sind scho do
Fröhlich seit sie jedem „tschüss“
jetzt cha si wieder lache
und dihei – was werdet‘s ächt
für grossi Auge mache?
Wenn Dita denn us ihrem Sack
die schöne Gschänkli nimmt
und jede vor Familie
vo ihre eis bechunnt?
De Vati ladet d‘Koffer uf
„hesch au nüt vergässe?
Mir wei fahre,“ seit er denn
„und nöime no go ässe.“
Dita isch versöhnt mit sich
es isch doch ganz guet gloffe
do chunnt de Lagerleiter no
und sait:
„Ei Rächnig wär no offe…“

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Tinnitus, du chlini Muus
hocksch mer in de Ohre
und wenn‘s dusse ruhig wird
fosch drin afa suure
chlini Muus, i chas nid ha
chasch nid bitte höre?
mich tuet das Grüsch i mine Ohre
unwahrschinlich störe
s‘Müüsli seit, los guet du Mönsch
de Ohreschmalz würd nütze
putz dine Ohre lieber nümm
das chläbrig Züüg tuet schütze
Gesagt getan und siehe da
s’Müüsli het nid glooge
sither schloof i zobe i
ohni Grüsch
chan‘s sälber fascht nid gloobe
Niid und Wuet ha
ufenand
Meinige gönd
usenand
überenander
Schimpf und Schand
am Schluss isch alles
abenand
obwohl – mir si doch all verwandt!
sich zämerisse
und enand
vergeh, will mir wei
mitenand
s‘Läbe teile
fürenand
do si Fröid ha
anenand
De Feufer und s‘Weggli
beides goht nid
und nimmt‘s eine doch
het en Andere nüt
Mängisch dunkt‘s mi
uf dere Wält
isch das s‘ einzig Ziel
me will s‘Brot und au s‘Gäld
Wie wär‘s denn Lüüt
wenn mir würde teile
alli hetted
es würd öppis heile
Mir wäre nid arm
und mir wäre nid riich
mir wäre verschide
und doch alli gliich
Denn niemert bruucht meh
als es Dach überem Chopf
en Arbet wo Spass macht
und z‘Ässe im Topf
oder nid?
Denn wär no Zyt
fürenand wo würd bliibe
zum Mönsch si und und läbe
zum‘s Läbe fiire

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Ganz stolz fahrt mit em Trottinett
die chlini Dita, will si wett
für s‘Mutti Milch go hole go
und sie weiss – sie cha das scho
de Weg isch zwar scho no chli wiit
vill wiiter as de Chindsgi liit
und drüü Liter, s’isch z‘ bedänke
sind no schwer, wemme mues länke!
Will s’Chessi, wo am Länker hangt
ebe uf all Site schwankt
chunnt’s genauso wie’s mues cho
Dita loht de Länker go
s‚Trotti fahrt nämlich bereits
am Rand in d’Rinne und denn leit‘s
das arme Chind samt Milch und Trotti
ab uf d‘Stross und das gseht s’Lotti
Sie gseht, wie Dita brüelt und d’Träne
abe rinne, s’sich e Szene!
D‘ Milch rinnt au, das arme Chind,
wer isch es jetzt, wo Milch hei bringt?
s’Lotti chunnt scho usem Huus
sie isch au Muetter, si chunnt druus
schnäll hilft si em Chind uf d‘Bei
und drückt ihm Gäld in d’Hand, es sei,
seit sie, doch nid so schlimm
das cha passiere, chumm, do nimm
de Batze und gang gschwind nomol
me füllt dir s’Chessi wieder voll
Dita nimmt no ganz benomme
S‘Chesseli und s’Trotti zämme
und luegt ganz schüüch zur liebe Frau
d’Frau, die lacht… und Dita au

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Du bist es!
Von allen lieben Menschen
an denen ich je hing

von allen meinen Wünschen
bist du der eine Grosse
der in Erfüllung ging
für Götz
Was ist es, was ich fühle
nach vielen Jahren noch?
in mir
ich spüre es ganz deutlich
lebendig, nah und doch…
Ist mir nicht dein Leben
längstens unbekannt?
Freundin,
Was war es überhaupt
was damals uns verband?
So oft ich an dich denke
stürmt es auf mich ein
und heut‘ in meinem Träume
riefst du mich plötzlich an:
Ich hielt den Hörer fest
in meiner Hand und lauschte
Stille
du sagtest gar kein Wort
nur die Verbindung rauschte
–
Für einen Augenblick
sah ich die Kinderschar
im Traum
die Deinen und die Meinen
als ob es gestern war
Wie liebte ich die Tage
die wir bei euch verbracht
Jahr für Jahr
dass es nicht so bliebe
hätt ich nie gedacht
–
Ich bat dich doch zu sprechen
doch blieb die Leitung still
schliesslich
hab ich den Anruf unterbrochen
mit mulmigem Gefühl
Noch Tage später war es mir
als würd im Augenblick
das Telefon
als müsste es doch klingeln
und dein Anruf käm zurück!
Er kam nicht, doch traf׳s mein Herz
als ich es spät erfahren
Dein Schweigen damals
an dem Tag
hast du dein Kind verloren
in Verbundenheit für Tabita und Omer

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Aprille gsprängt, Aprille gsprängt,
de Joggeli het in d‘ Gülle glängt!
war unsereines Freudessang
wenn der Scherz perfekt gelang
doch Schadenfreude ist es nicht
denn schaden tut man eigentlich
keinem, auch wenn’s später klar
das Gehörte ist nicht wahr.
Man weiss das schon und passt deswegen
auf, auf die, die reinzulegen
uns versuchen mit viel List
und Humor, weil’s Sitte ist.
Gelingt der Streich, dann darf man sicher
sich d’rob freuen mit Gekicher
und am besten ist’s wenn’s dann
auch der Hereingelegte kann.
Ich dachte mal, wie wär’s verdreht
und hab die Sache umgekehrt.
Als ich an besagtem Tage
überlegte wie ich’s sage
zwar die Wahrheit, etwas schrill
in Witz verpackt – April, April!
war das nicht schlecht, denn jeder dachte,
es kann nicht sein, was die da machte.
Leider war’s dann nicht mehr witzig
und die Gemüter stiegen hitzig
als ich später offenbarte,
dass ich sie trotz allem narrte
und ich sagte – Hand aufs Herz
es war eben gar kein Scherz.
Und die Moral von der Geschichte:
Egal, was einer dir berichte
an diesem Tag, frag lieber nach
und schütze dich vor Ungemach
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