S‘Dorli macht oft sälber Gschprööch
mit sich elei im Kreis
grad das, was ihm persönlich nöch
und niemert anders weiss
besprichts mit sich, wenn’s keine ghört
denn redt em niemert dri
es disskutiert ganz ungestört
und chan sich sälber si
Meischtens findets denn dr Rank
mit sich und mit dr Welt
si Härzenstimm isch Gott sei Dank
am Schluss die Stimm wo zellt
Schlagwort: Poesie
eben eben!
Manch einer findet alles richtig,
was er tut, und macht sich wichtig.
Nur im Leben
sind dann eben
manche Dinge plötzlich nichtig.
Drum bedenke, was dir wichtig,
was noch bleibt wenn alles nichtig.
Nur das Leben,
eben eben,
dieser Schluss ist völlig richtig.
Der oder die Tulpe?
Die Tulpen sind all wunderschön
in ihren Farben anzusehn
Anfangs März zur Frühlingszeit
trägt jede stolz ihr Blütenkleid
Doch irgendwann kommt der Moment
wo die Tulpe ungehemmt
dem Betrachter sich entblösst
und die Kleidung fallen lässt
Nackt steht sie und präsentiert
ihr Geschlecht und irritiert
fragt man sich was dieses sei
Der Tulpe – klar – ist’s einerlei

zur Geburt von Tirza Liora

Der Name Tirza ist ein weiblicher biblischer Name, und eine der fünf Töchter von Tzelofhad, die dafür bekannt wurden, dass sie das Erbe ihres Vaters im Land Israel erbten, weil sie keinen Bruder hatten. Der Name Tirza symbolisiert eine Verbindung zum Buch der Bibel und zum Land Israel (Bamidbar 26:33). Die Wahl dieses Namens spiegelt die Affinität der Eltern für das Land Israel und ihr Bestreben wider, dass ihre Heimat einzigartig, originell und initiativ sein wird.
Tirza (hebräisch תרצה), ist eine antike Stadt nahe Samaria in Israel . Sie wird mehrfach in der Bibel erwähnt und wird mit dem heutigen Tell el-Far’ah identifiziert.
Die Stadt lag ca. 9 km östlich von Samaria, wurde als bemerkenswert für ihre Schönheit bezeichnet und war Hauptstadt des israelischen Nordreiches bis zur Zeit Königs Omri (Quelle: Wikipedia)
Tirza ist unser fünftes Enkelkind, über welches wir uns unendlich freuen!
Tirza (hebräisch)
„Gegenstand des Wohlgefallens“
„die Schöne“
„das Wunschkind“
Anmut, Lieblichkeit, Wonne
Liora (hebräisch)
Mein Licht, Glück
assoziieren
ein Appenzeller…
Kennst du das Spiel das assoziiert
Ein Wort sofort das nächst gebiert?
Sag ich Hund, so sagst du Knochen
sag ich Bein, sagst du gebrochen
zu Bäume wäre möglich Wald
sag ich Winter, sagst du kalt
so geht’s weiter ohne End
ein Spiel das keine Grenzen kennt
Tausend Möglichkeiten sind
wir entscheiden uns geschwind
innert hundertstel Sekunden
haben wir das Wort gefunden
das – wie uns scheint – ist sonnenklar
das Fehlende im Wörterpaar
dabei im Spiel versunken geben
wir das preis was wir im Leben
erfahren haben und empfinden
und wie wir Dinge halt verbinden
Wenn es nicht nach unserem Wollen
ist, dass andere wissen sollen,
was ein Wort in uns bewegt
so wird die Antwort überlegt
ein Ersatz ist schnell gefunden
und auf geht es zu weitren Runden
Manches Wort ist eventuell
ungewöhnlich speziell
es fehlt uns auf den ersten Blick
das zugehörn’de Gegenstück
Auf jeden Fall ist dieses Spielchen
unterhaltend für ein Weilchen
und oft ergibt sich dann draus,
über alles Spiel hinaus
plötzlich ein Gespräch und schnell
befinden wir uns ganz reel
thematisch ernsthaft involviert
und sind herzlich interessiert
Es wird bald mehr als Spass und Spielen
probier’s doch mal mit assoziieren

…und sein Käse
ich muss mal weg von hier
Ich muss mal weg von hier
weit weg mit mir
an einen Ort
wo ich mich wieder spür
Ich muss mal fort
wo keiner ist
wo mich die Weite
atmen lässt
In die Stille
wo dein Wort
deine Weisheit
zu mir spricht
Ich muss dahin
zu diesem Hort
zu deinem güt’gen Angesicht

Bildquelle 123rf
wenn i mol alt wird
Wenn i mol alt wird
wett i wärde
so wie Du
no chli uf Ärde
s‘Läbe gnüsse
nones Enkelchind
in d’Arme schlüsse
mit em spile
mich verwiile
No öppis
s’Allererschtmol mache
i d’Bärge go
vo Härze lache
I wetti si vo Tag zu Tag
ä Luschtigi
wo jede mag
I wett no liebe
wett no küsse
I wett no
eis zwöi Gheimnis wüsse
wenn‘s cha si
wett i so bliibe
wach und gsund
i wett no schriibe
Büecher läse
und und und…
Am Änd… wie Du
so zfride möcht i si
wenn i
denn einisch gliich alt bi
für min Vati, wo hüt 84 Johr alt isch
es isch nid immer alls eso…
Es isch nid immer alls eso
wie‘s usluegt
wie m‘es het verno
meischtens git‘s jo no e zweiti
no en dritti Asicht
meinti
Wemme für sich sälber prüeft
was eine seit
was eine rüeft
das, was me liest
und was me gseht
denn isch es wichtig
meischtens richtig
was me tüüf im Härze gspürt
heilend
Jedesmal
wenn ich mein kleines Enkelkind
an mich drücke
wenn ich seine Wärme spüre
und es liebkose
wenn es mir in die Augen schaut
und mein Lächeln erwidert
und wenn es dann in meinen Armen gar einschläft
dieses kleine hilflose Bündel Mensch
dann heilt etwas in mir
dann breitet sich Frieden aus
der mich mit der ganzen Welt versöhnt
So oft ich kann, lasse ich es geschehen
lasse mich heilen und berühren
von dem Wunder
das in unsere Familie gekommen ist
Heilig ist das

Da verstehe ich auch von Neuem
das Wunder der Geburt Jesu
Das Kind in der Krippe
dessen Hilflosigkeit
und Niedrigkeit uns berührt
dessen Demut etwas in uns heilt
und uns zu Liebenden macht
Imanuel – Gott mit uns
bedeutet das nicht Versöhnung
und Frieden für die ganze Welt?
Heiland ist das
Imanuel

von Herzen wünsche ich euch
frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!
Brig
