Kadima! Vorwärts in die Vergangenheit

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In der deutschen Sprache sind vorher/vorwärts zwar ähnliche klingende Worte, sind aber nicht miteinander verwandt. Das eine weist in die Vergangenheit, das andere in die Zukunft.
Im Hebräischen klingen kodem/kadima  (vorher/vorwärts)  jedoch nicht nur ähnlich – sie haben dieselbe Wortwurzel  k – d – m und das bei gegenteiliger Aussage!

auch folgende Worte werden mit dieser Wurzel gebildet:

kedumim – Altertum / kadum – altertümlich / kedam – prähistorisch /mitkadmi – vorläufig

kidumFortschritt / mitkadem – fortschrittlich / hitkadem – vorwärtskommen
kidem – vorwärtsbringen

Mir gefällt dieses Wort ausserordentlich. Es macht keinen Hehl aus der Tatsache, dass das Leben ein Kreis ist, der sich irgendwann schliesst. Die Vergangenheit ist immer schon in der Zukunft und das Vorwärtsgehen ist nichts anderes als das Zurückkommen zum Ursprung. Das Leben ist eine grosse Reise, die uns wieder nach Hause führt.

Sollte uns das nicht ermutigen, vorwärts zu gehen?
Ich wünsche dir, dass die Messschnüre deines Lebenskreises weit gesteckt sind, dass dein Los auf guten Boden fällt und Liebes und Gutes immer mit dir ist. Kadima!
😉 

zur Geburt von Tirza Liora

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Der Name Tirza ist ein weiblicher biblischer Name, und eine der fünf Töchter von Tzelofhad, die dafür bekannt wurden, dass sie das Erbe ihres Vaters im Land Israel erbten, weil sie keinen Bruder hatten. Der Name Tirza symbolisiert eine Verbindung zum Buch der Bibel und zum Land Israel (Bamidbar 26:33). Die Wahl dieses Namens spiegelt die Affinität der Eltern für das Land Israel und ihr Bestreben wider, dass ihre Heimat einzigartig, originell und initiativ sein wird.
Tirza (hebräisch תרצה), ist eine antike Stadt nahe Samaria in Israel . Sie wird mehrfach in der Bibel erwähnt und wird mit dem heutigen Tell el-Far’ah identifiziert.
Die Stadt lag ca. 9 km östlich von Samaria, wurde als bemerkenswert für ihre Schönheit bezeichnet und war Hauptstadt des israelischen Nordreiches bis zur Zeit Königs Omri (Quelle: Wikipedia)

Tirza ist unser fünftes Enkelkind, über welches wir uns unendlich freuen!

Tirza (hebräisch)
„Gegenstand des Wohlgefallens“
„die Schöne“
„das Wunschkind“
Anmut, Lieblichkeit, Wonne

Liora (hebräisch)
Mein Licht, Glück

wo Gott hockt

So wie uns der Kompass auf der Karte zeigt, wo wir uns befinden und welche Richtung wir gehen müssen, so ist unser Gewissen der innere Kompass, welcher uns im Leben hilft, den richtigen Weg einzuschlagen.

Im Hebräischen werden beide Worte Kompass und Gewissen aus derselben Wortwurzel gebildet. Aber auch das Wort Norden kommt aus der gleichen Wortfamilie, so wie auch die Worte verborgen und Code (siehe Liste unten)

Nun gibt es im Alten Testament mehrere Bibelstellen, die den Eindruck erwecken, Gott würde im Norden wohnen. Natürlich kann das niemand beweisen.  Aber nehmen wir mal an, es ist so und Gott wohnt im Norden.
Aber wo ist denn dieser Norden genau? Irgendwo hinter den Sternen über dem Nordpol? Wir wissen es dennoch nicht. Niemand hat den Ort je entdeckt. Er bleibt verborgen.
Doch wenn Norden und Gewissen ein und dasselbe Wort sind, dann wohnt Gott ja auch in unserem Gewissen. Dann ist er jedem von uns ganz nahe.

Und wenn Gott Liebe ist, dann erahnen wir auch bereits den Code, mit welchem wir sein „in uns sein“ offenbar werden lassen können. Alles klar?

Wolltest du nicht schon immer mal einen Code knacken? Na dann… auf gehts, Kompass ausrichten und los!

Alles Liebe
Brig

und ja… aus derselben Wortwurzel stammt das Wort tsafan – verbergen oder auch was die Zukunft bringen wird! Jetzt möchte ich doch mal wissen, wo dieser Norden ist…

 

von der hebräischen Wortwurzel Tsadi – pe – nun werden folgende Worte gebildet:

Matspen / Kompass
Matspun / Gewissen
Tsafon / Norden
tsafun / verborgen
Tsofen / Code
tsafan / verstecken / was die Zukunft bringen wird

Jesaja 14, 13
Und du, du sagtest in deinem Herzen: „Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden.
Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleichmachen.“

Hiob 37,22
Und jetzt sieht man das Licht nicht, das durch die Wolken verdunkelt ist; aber ein Wind fährt daher und fegt den Himmel rein.
Aus dem Norden kommt ein goldener Schein, um Gott ist furchtbare Hoheit
Den Allmächtigen – ihn erreichen wir nicht, den Erhabenen an Kraft

 

 

wache du, guter Gott

Das folgende Lied und die Inszenierung im Video berührt mich sehr,
pure Freude und Dankbarkeit!
Shabat Shalom und ein schönes Wochenende euch allen!

Al kol eleh / Über all diese  (Lied von Naomi Shemer, Israel)

Über den Honig und den Stachel
über das Bittere und das Süsse
über unsere kleine Tochter
wache darüber, guter Gott
über das brennende Herdfeuer
über das klare Wasser
über den Mann, der heimkehrt aus der Ferne

Über all diese
wache du, guter Gott
über den Honig und den Stachel
über das Bittere und dass Süsse
reisse Gepflanztes nicht aus
vergiss nicht die Hoffnung
bringe mich zurück
und ich kehre
in das gute Land

Wache über dieses Haus
über den Garten und die Mauer
behüte uns vor Angst und Krieg
wache über das Wenige, das ich habe
über das Licht und die kleinen Kinder
über die noch nicht gereifte Frucht
die man noch ernten muss

Über all diese
wache du, guter Gott
über den Honig und den Stachel
über das Bittere und dass Süsse
reisse Gepflanztes nicht aus
vergiss nicht die Hoffnung
bringe mich zurück
und ich kehre
in das gute Land

Es raschelt ein Baum im Wind
es fällt eine Sternschnuppe von Ferne
in der Dunkelheit
sind niedergeschrieben
die Wünsche meines Herzens
bitte wache über all diese
über meine Liebsten
über das Schweigen
und das Weinen
und über dieses Lied

Wo ist dein Schatz?

Niemand kann zwei Herren dienen
entweder er wird den einen hassen und den andern lieben,
oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten.
Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon
Matthäus 6,24

 

Mammon  leitet sich ursprünglich vom aramäischen Wort    (aman) אמןdas, worauf man vertraut oder  ממונה(mamona) Besitz ab. Heute wird der Ausdruck Mammon eher abschätzig für Geld verwendet. Das hebräische Wort für Geld ist כסף (kesef ) und bedeutet Silber.
Von der gleichen Wortwurzel wird auch das Verb כיסף (kisef) gebildet, welches sich sehnen bedeutet. Kesef kann auch als ke’saf gelesen werden und heisst dann „wie eine Türschwelle
Ist auch noch interessanter Gedanke, finde ich.

Geld und Besitz – das, worauf der Mensch vertraut und wonach er sich sehnt?
Geld – die Türschwelle zu….?

Kein Wunder hat Jesus im neuen Testament vor dem Reichtum gewarnt. Er meinte damit nicht den gesunden Umgang mit Geld, sondern er sprach von der Sehnsucht und der Gier des Menschen nach Reichtum und davon, dass er die Menschen in trügerischer Sicherheit wiegen lässt. Jesus wollte den Menschen eine ganz andere Währung ans Herz legen – das Vertrauen in Gott. Wer auf Gott zählt, ist gut beraten. Gott ist die Währung, die sich in Wahrheit bewährt, dann, wenn alle anderen Währungen ihren Wert verlieren. Soviel höher der Himmel über der Erde ist, soviel beständiger ist Gottes Währung als jede Irdische. Der Reichtum, der dem Menschen durch Gott zufällt ist unermesslich und stillt jede Sehnsucht über den irdischen Tod hinaus in alle Ewigkeit.

Ich wünsche dir, dass du mit himmlischem Reichtum gesegnet bist.

 

Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden
da sie die Motten und der Rost fressen und
da die Diebe nachgraben und stehlen

Sammelt euch aber Schätze im Himmel,
da sie weder Motten noch Rost fressen und
da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen
Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz
Matthäus 6, 19-21

 

 

 

vom Glauben abfallen

 

Die deutschen Redewendungen  „vom Glauben abfallen / sich abwenden“ und „sich bekehren“ sind negativ behaftet, würd ich jetzt mal sagen. Für eine Glaubensgemeinschaft ist unter Umständen einer, der sich vom Glauben abwendet oder dessen Grundsätze in Frage stellt, ein Abgefallener, ein Abtrünniger, der verloren geht. Und für einen überzeugten Atheisten mag jemand, der sich zu einem Glauben bekehrt halt ein armer Tropf sein, der im Leben nicht mehr alleine zurechtkommt und nun Trost bei Gott sucht. Es ist lustig, dass ich, je nachdem mit wem ich rede, schon mal ein verlorenes Schaf oder eben ein armer Tropf bin. Ja, was bin ich denn nun?
Im Gegensatz dazu gefallen mir die hebräischen Redewendungen sehr gut, welche nämlich zum Ausdruck bringen, warum sich jemand vom Glauben abwendet, bzw. dazu bekehrt:

  לצאת בשאלה latset beshe‘ela – mit einer Frage ausziehen  (sich abwenden)   להזור בתשובה lachzor betshuva* – mit einer Antwort zurückkehren (sich bekehren)

Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, nach dem Woher und dem Wohin, ist es natürlich, ja sogar notwendig, dass wir Fragen haben, dass wir Dinge in Frage stellen, wir müssen unter Umständen „ausziehen“ um Antworten zu finden. Das bedeutet nicht, dass wir abfallen, sondern dass wir uns auf den Weg machen. So gesehen können wir einander nur ermutigen dazu und darauf vertrauen, dass  jeder auf seiner Reise Antworten finden wird. Wie schön ist es dann, unterwegs anderen Wanderern zu begegnen, die auch Fragen haben (oder Antworten) und eine Meile oder zwei mit ihnen zu gehen?

Natürlich ist es nicht immer so, dass man alle Antworten bekommt und es werden sicher neue Fragen auftauchen. Manche Fragezeichen muss man auch stehen lassen können. Womöglich findet sich die Antwort erst auf dem Weg nach Hause. Und dann habe ich mir auch überlegt, wie es denn wäre, wenn das Leben selbst ein „Auszug mit Fragen“ ist und das Sterben nichts anderes, als die „Rückkehr nach Hause“? Sind wir nicht alle Pilger auf Erden?

Wer von Herzen sucht, der wird finden. Ich wünsche dir Mut auszuziehen, um hoffentlich mit Freuden (und mit Antworten) nach Hause zu kehren

liebe Grüsse Brig
https://brigwords.com/2018/02/11/ausziehen

* tshuva heisst auch Reue, demnach heisst „lachzor betshuva“ auch mit Reue zurückkehren, umkehren. Mir gefällt aber meine Auslegung im Hinblick auf das Ausziehen mit einer Frage fast noch besser.

 

 

 

 

הנסיך der Prinz

zum Tag der Frau hätte ich auch noch einen Beitrag. Sorry…er ist in Hebräisch geschrieben, aber man den Text auch mit Google Translater übersetzen. Das ist noch lustig und man kriegt die Pointe grad noch mit….

ישבה בחורה על יד האגם

ומהאגם קפץ מין הסתם

צפרדע מגעיל על ברכיה

ככה שהיא מאוד נבהלה

על ראשו היה כתר זהב

ביד אחת הוא הצביע אליו

אני נסיך, אמר וחייך

תני לי נשיקה ותראי שזה כך

קסם כה רע נפל עליי

שחררי אותי ואני וודאי

אקח אותך לארמון אמי

נתחתן ותהפכי לאשתי

כל עניין של כביסה ומטבח

וגם של נקיון יהיה שלך

ללדת בנים וגידולם

לדאגתך אני אתן

תתפלי גם באמא המבוגרת

ותהיי לי נסיכה מאושרת

עד סוף ימיך עלייך אשמור

אני גדול ואני גיבור

 

בערב הזה

ישבה בחורה

על יד השולחן

 אחרי שבישלה

הרימה כוס יין ובתאבון

אכלה

רגלי צפרדע עם רוטב כמון

 

ומוסר ההשכל של הההגדה הזאת

נשים טפשות אינן קיימות

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der Kampf ums Brot מלחמת הלחם

Laut Sprachwissenschaft gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem hebräischen „Lechem“ (Brot) und „lacham“ (kämpfen). Trotzdem klingen die beiden Worte mit derselben Wortwurzel  ל.ח.מ. wie ein Reim in meinen Ohren. Nicht genug damit ….auf Arabisch bedeutet „lacham“ Fleisch. Passt sehr gut. Die Überschrift zu meinen Gedanken könnte genauso gut „es geht um die Wurst“ heissen.

Der Kampf um das tägliche Brot

Ist nicht seit jeher des Menschen erster Kampf jener um sein tägliches Brot? Kaum ist der Mensch geboren, schreit er auch schon nach Nahrung. Mit Mühsal haben unsere Vorfahren das Feld bestellt und sich der Jagd gewidmet, um zu überleben. Doch schon bald wurden sich die Menschen vor lauter Gier nach einem vollen Bauch feind und fingen an, sich des Brotes wegen mit Waffen zu bekriegen.

Krieg statt Brötchen       „Milchama“ statt „lachmanja“

Es hat sich bis heute nicht geändert. Die Mittel mögen andere sein, der Kampf ist der Gleiche. Kampf um das tägliche Brot heisst Kampf um den Arbeitsplatz, Kampf um die Ressourcen, die wachsende Bevölkerung, Kampf um das Geld und Kampf um die Macht. Wer hat das Sagen auf der Welt, wer kriegt Brot und wer kriegt Waffen?

Der Mann aus Bet Lechem (Bethlehem – Haus des Brotes) hat mit seiner provokativen Aussage – „Ich bin das Brot des Lebens“ – den Kampf um das tägliche Brot in ein anderes Licht gestellt. Ein voller Bauch heisst noch lange nicht, dass der Mensch satt ist.  Jesus hat nicht nur das tägliche Brot mit seinen Mitmenschen geteilt, sondern das Leben. Er hat sie geliebt und ihnen Hoffnung gegeben. Seine weltbewegende Botschaft von der Liebe Gottes, von der Vergebung und der Zusage, dass das Leben mit dem Tod nicht zu Ende ist, war richtig gutes Brot für die Seele der Menschen. Aber er hat sie auch aufgefordert, genauso zu handeln, die Mitmenschen zu achten, sie anzunehmen und dem zu vergeben, der schuldig geworden ist. Er sagte: „Wer meiner Botschaft glaubt und danach handelt, wird nie mehr Hunger haben.“ (frei nach Johannes 6,35)

Glückliche, geliebte Menschen mit Hoffnung auf eine Zukunft müssen nicht mehr ums Brot kämpfen, sie fangen an es zu teilen.

35865970 - fresh bread and wheat on the wooden

Kämpfst du noch oder teilst du schon?

Ich wünsche dir Brot im Überfluss

Brig

 

Bildquelle: https://de.123rf.com/

 

ungeheuerlich tun להפליץ

„Ein Furz im Zimmer stinkt immer, ein Furz im Freien – den kann man verzeihen.“

                                                                                                                                              Volksspruch

 Ich hoffe man verzeiht mir auch, wenn ich die altehrwürdige hebräische Sprache heranziehe, um das Wort „furzen“ näher zu betrachten. Nicht, dass mir das deutsche Wort missfiele….aber es ist wie mit allen Wörtern in einer anderen Sprache…sie werfen ein neues Licht auf die Sache und erweitern den Horizont.

 In der hebräischen Umgangssprache wird das Furzen von Ungeheuer – mifletset abgeleitet:

 hiflits – wörtlich übersetzt:  ungeheurlich tun

 Und das ist es mitunter auch! Dann nämlich, wenn Leute in Gesellschaft in geschlossenen Räumen ungeniert furzen. Ich möchte allerdings niemandem zu nahe treten und selbstverständlich darf gefurzt werden, wenn es denn sein muss, weil man sonst Bauchweh kriegt oder so.

Manchmal geschieht es auch, dass ein Furz ohne Absicht entwischt. Ob unabsichtlich oder notfallmässig…die Hebräer haben eine elegante Art, sich aus der Affäre zu ziehen: Slicha, rak schichrarti Jona – Verzeihung, ich habe eben eine Taube befreit.

 In der Tat ist das Ungeheuerliche sehr befreiend. Und wie es die Taube symbolisiert…sorgt der Furz für „Frieden“ im Darm. Wenigstens für einen Moment bis der Nächste sich ankündigt!

 Aber damit auch Frieden zwischen den Menschen sei, möchte ich an alle appellieren, nicht ungeheurlich zu tun!

 Soviel zum Thema. Einen friedvollen Tag mit euren Mitmenschen und Därmen wünscht euch

Brig

ungeheuerlich!  https://m.youtube.com/watch?v=9rNzku6aiZA