
Dem Steiner seine Blattfrisur
die stand ihm wirklich gut

heute ist er steinern nur
es sei denn er trägt Hut

vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten

Dem Steiner seine Blattfrisur
die stand ihm wirklich gut

heute ist er steinern nur
es sei denn er trägt Hut

Den Eigennamen Gottes auszusprechen ist für einen gläubigen Juden undenkbar. Zum einen, weil er nicht weiss, wie er ausgesprochen werden sollte und zum anderen möchte er vermeiden, den Namen Gottes aus Versehens zu missbrauchen.
So ist es im Judentum schon lange Tradition, den Gottesnamen JHWH zu umschreiben, zum Beispiel mit „HaShem“ , „Baruch hu“ oder auch „Adonai“, was auf Deutsch mit HERR wiedergegeben wird.
Die Umschreibung „HaShem“ ist im Judentum sehr verbreitet. „HaShem“ bedeutet ganz einfach „der Name“ . Das Wort klingt ebenfalls in noshem/Neshema an, was atmen/Atem oder Seele bedeutet.
HaShem klingt wie:
Gott – der die Seele in jedes Leben einhaucht
Gott – der Atem, der alles lebendig erhält
Gott – dessen Name in allem wohnt, was ist
Alles was atmet
was Odem het
treit au din Name
in allem was läbt
isch er verborge
und isch doch so klar
nur für eus Mönsche
unussprechbar
S’git kein wo’nen kennt
wo weiss wer du bisch
und trotzdem bekennt sich
ALLES, wo isch
zu Dir , zum Läbe
du starche Held
du grosse Schöpfer
vo eusere Welt

Lobet den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu
Ewigkeit, und man lobe den Namen deiner Herrlichkeit, der erhaben ist über
allen Preis und Ruhm.
HERR, du bist’s allein, du hast gemacht den Himmel
und aller Himmel Himmel mit allem ihrem Heer, die Erde und alles, was darauf
ist, die Meere und alles, was darin ist; du machst alles lebendig, und das
himmlische Heer betet dich an. Nehemia 9, 5-6

Ein kleiner Reim zu diesem Stein
er könnte glatt ein Meerschwein sein
aber weil es nur ein Stein
solls künftig nun mein Meerstein sein

Es wird ein Pilz aus purem Stein
niemals nie ein Steinpilz sein
obwohl – der Name wär allein
der einzig Richt’ge für den Stein
Wie aus dem Nichts
bricht er hervor
im Schatten des Lichts
aus der Erde empor
gar sagenhaft
und mit Schönheit zuhauf
reckt er mit Kraft
sich zum Himmel hinauf
fotografiert auf einem Spaziergang in Crans Montana, 2. September 2019

Zugeschnürt ist seine Kehle
schweigend schreit ein Kind allein
in ihm drin schmerzt seine Seele
wandelt sich in einen Stein
Doch es wird der Tag noch kommen
wenn das Schweigen überhand
werden tausend’ Steine rollen
schreiend übers ganze Land
S‘Dorli isch im Glück verkopplet
grad mit zwene Manne
sini Fröid isch demnach dopplet
me mags em herzlig gönne
nur s‘Leid, dem chame halt nid wehre
chunnt mängisch au hoch zwei
bed, vo sine liebe Herre
hend Brätschte mit de Bei
es rennt zum Chrankehuus zum eine
wo unter‘s Mässer muess
und rennt zum andere diheime
wo es Züüg het mit sim Fuess
zum guete Glück, das chame säge
isch’s Dorli ihri Frau
Laschte chan es dopplet träge
und gsundi Bei hets au
Bräschte: Gebrechen
die Liebe lädt dich ein
vertrauend nur
ihr Bräutigam zu sein
zu allererst
und immer wieder
reicht sie dir die Hand
und bis zuletzt
webt sie gar freudevoll
an deinem Festgewand

Seele weile
und geniesse
übe die Gelassenheit
Seele eile
und benütze
noch die Zeit die übrig bleibt
Seele teile
und vermehre
Liebe und Barmherzigkeit
Seele heile
und vertraue
in das Gute allezeit

Braucht nicht jeder von uns hin und wieder einen Anwalt?
Jemanden, der sich vor uns hinsteht und unsere Sache verteidigt?
Einen Menschen, der es liebt, Brücken zu bauen und Frieden zu stiften?
Oder hat man dieses Privileg nur als Kind?
I bruuch en Awalt
Ein, wo für mich red
es gwaltigs Wort
wo Würkig hett
I bruuch e Macht
wo Muure bricht
und Wiisheit
wo mit Liebi spricht
I bruuch en Awalt
für mi Sach
eleini schaff is nümme
mini Wort
sind eifach z‘schwach
Die Bezeichung Anwalt bedeutet Fürsprecher, Verteidiger und geht auf das alteenglische Wort onweald / Macht, Gewalt zurück, welches sich über anawalto / Machthaber zu anwalde /Bevollmächtigter, Gesandter entwickelte.
Quelle: wissen.de