Meereswogen

Es trifft Dein Blick mich unerwartet
unverhofft
gleich einer Meereswelle
rauschend und mit Leidenschaft 

Es ist, als fliehen mir die Füsse
als zöge mich der Sand
ins Meer mit jeder neuen Welle
weiter weg vom Strand

Und lässt du wieder los
ist’s nur ein Spiel,
wohl wissend, ja du weisst
ich kann mich deiner nicht entziehn

Die Meereswogen stürmen
mein Herz, es wogt das Blut
zu spät, das Land verschwindet
über mir ist Flut

und mahnt auch der Verstand
„Halt ein, du wirst noch untergehn!“
Ich lass bestimmt, wenn du mich führst
ich lasse es geschehn

verbunden

Wenn heute Nacht die Sterne leuchten
und wir wohl zur selben Zeit
fern voneinander sie betrachten
bist du von mir nicht mehr so weit

Dieselben Sterne, die verbinden
derselbe Tag, die Gegenwart
irgendwann wird er uns finden
der Augenblick, der uns gehört

Elfchen im April

Schutzmasken
selber genäht
in modischen Farben
passend zu meinen Kleidern
Zukunftsalltag?


grün
das Grün
grünt und blüht
mein Herz grünt mit
hoffnungsvoll


Liebe
sich verschenkend
ohne zu fordern
Liebe will nur lieben
bedingungslos


kitzelnd
die Sonnenstrahlen
auf meiner Haut
wie lieb ich Dich
Sommermorgen


herrlich
das Ei
nicht vom Kolumbus
das von meinem Huhn
Sonntagsfrühstück

unaussprechlich

Der Mensch hat vieles schon gedacht
gesagt
gewagt
und auch gemacht
ein jedes Ding in unsrer Welt
ist irgendwo
schon beschrieben, schon erzählt
festgehalten und notiert
x-mal schon fotografiert
man weiss, man tut
man ist gescheit
sucht weiter
forschet allezeit
man probiert
und man besiegelt
vom Wissen
ist der Mensch beflügelt

Nur… in mir war heute
ein ungewöhnlich Bild
ein Sein, ein mächtiges Gefühl
Sequenzen einer andern Welt
Ich würd’s so gern erzählen
und weiss doch nicht wie’s geht
welche Worte
müsst ich wählen
dass einer es versteht?
Gleich einem Zauber
mich bewahrend
schau ich wie ein Kind
schweigend nur im Traum erahnend
Dinge, die zu schön
und unaussprechlich sind

Wahr um Wahrheit

Es trifft uns unwahrscheinlich
mit Wucht und unverhofft
so anders
überraschend 
halt wie im Leben oft

Vielleicht brauchts einmal einen Schock
etwas was uns schüttelt
ein Beben
das im „Schlaf“
uns so richtig rüttelt

Wie des Sturmes Wellengang
der die Dämme bricht
ergiesst sich 
wahr um Wahrheit
nun gnadenlos ans Licht

Und wenn’s auch unerträglich ist
der Schmerz
wenn er betäubt
gebirt er doch am Ende
das Beste dem, der daran glaubt

auf dem Rheine


Meine Schweine lieben Steine
und die Inseln auf dem Rheine
Wo man noch
Ja, doch doch
Sich verweilen darf alleine

soweit bin ich schon,
dass ich mit meinen Meerschweinchen spazieren gehe!
Sie sind nicht einmal echt, aber es war echt schön!