Luftmatratze und es Zmorge (Juniverse)

Luftmatratze und Frühstück – auf Englisch übersetzt: Airbed and breakfast, kurz Airbnb.
Mein heutiger Beitrag ist in Schweizerdeutsch. Leider wollte das Wort Airbnb rythmisch überhaupt nicht reinpassen deshalb musste ich es zu Airbb (Erbibi) umwandeln. Verzeiht mir dies und habt viel Spass beim Lesen.
Den letzten Absatz dürft ihr gerne persönlich nehmen, ich freue mich auf einen tollen Gästesommer!

Ä Luftmatratze und es Zmorge
inklusiv am nöchschte Morge.
isch es günschtigs Agebot
wemme nid is Hotel wott.
Bueche chönne alli Lütt
eifach gschnäll im Internet.
Schlofe tuet me halt am Bode
in dr Stube und am Obe
trinkt me no es Gläsli Wy
und gnüssts, dass me cha zämme si.

Eso het alls sin Afang gno
und hütte stoht ä Firma do
wo wältwiit Unterkünft vermittlet
schlicht als Airb(n)b betitlet

(wägem Reim fallts „n“ anheim)
Aussprache fortan: erbibi

Ich sälber biete mine Gescht
uf Airbb nur s’Allerbescht
Anstatt ufre Luftmatratze
darf de Gascht sich glücklich schätze
ime grosse, warme Bett
im eigne Zimmer hübsch und nett
am Morge früeh erholt z’verwache
während ich tue Zmorge mache

Du dörfsch, als Läser vo mim Blog
eifach bitte ohni Dog (nur wägem Reim)
eimol Gascht und König si
gratis i mim Airbb
am beschte mäldisch dich gli aa
dass ich für dich grad bueche cha.
Wenn denn me als fünf wei cho
hätts au no Luftmatratze do

😂😂😂

das kleine Städtchen Werdenberg im Herzen des St. Galler Rheintales, welches für sich schon einen Besuch wert ist!
Zudem ist Buchs/Werdenberg Ausgangspunkt für viele schöne Ausflüge und Wanderungen in der Umgebung,
in Liechtenstein und Österreich. Wir beherbergen Gäste in Privatzimmern und in einem Studio mit eigenem Eingang.
(kursiv anklicken)
Herzlich willkommen!

Sandalette (Juniverse)

Ich fand am Strand ne Sandalette
und dachte
wenn ich diese rette
und auf WordPress dann „vernette“
führte eventuell ne Kette
zu der zweiten Sandalette
die, wie ich fast meine liegt
ich wette
irgendwo in einem Bette
eines Baches, darum Bitte!
falls jemand sie gesichtet hätte
wer’s nett, wenn er’s mir melden täte
Danke!

Sandale aus Stein, gefunden im Rhein.

der Hühnergott (Juniverse)

Ich sei ein Huhn, sagt oft mein Götze
Wenn ich wieder einmal plötze
ohne Blickkontroll zur Seite
über eine Strasse schreite
Deshalb, weil es schon geschah,
dass mir ein Auto viel zu nah
schenkte er als Amulett
mir einen dicken Hühnergott
der – er hofft ja, dass es nütze
mich vor dem Überfahren schütze

Hier fahre ich das erste Mal mit dem Hühnergott ( er hängt am Rücken)
ohne Kontrollblick über die Strasse und siehe

der Lastwagenfahrer hält an ,
winkt mir freundlich zu und lässt mich passieren!

und schliesslich…
gelange ich sicher auf die andere Strassenseite!

Was für ein Gott!
Er liebt seine Hühner!

🐓🐓😂😂😂🐓🐓


vom Teilen

Die Freude ist doppelt 
und halb ist das Leid
wenn man mit andern 
das Leben teilt

Bedenke jedoch
das geflügelte Wort
und teile dein Herz nicht 
mit jedem sofort

Geteilt ist nicht immer
geteilt in dem Sinne
dass jeder davon
etwas Gutes gewinne

Nicht jeder ehrt es
und plötzlich entzweit
zerteilt sich was eben 
mit dir noch vereint 

Es macht sich davon
teilt sich da, teilt sich dort
und ein kostbarer Teil 
deines Herzens ist fort

Aufbruch aus Ägypten

Jeder Mensch hat sein Ägypten,
jeder seine Sklaverei.
Jeder hat auf seinen Lippen
mal einen lauten Herzensschrei.

Jeder Mensch braucht einen Aufbruch,
einen Moses in ihm drin,
und vom Busch her jenen Zuspruch,
Ich bin derjen‘ge, der ich bin.

Jeder braucht einen Erbarmer,
und einen Stab in seiner Hand.
Auf dem Weg einen Beschirmer,
in das ihm verheiss’ne Land.

Jeder trägt seine Geschichte
auf den Schultern Schritt für Schritt.     
durch’s Meer hindurch bis zum Gerichte
doch einer trägt sie mit ihm mit

Jeder Mensch hat sein Ägypten,
jeder sein Jerusalem,
und hat am Tor auf seinen Lippen
auch ein Dank zum Himmel hin.

Ich wünsche allen ein gesegnetes Oster/ Pessachfest
Eure Brig

Was eimol isch gsi

Was eimol isch gsi
und denn lang nümm,
isch plötzlich wieder
dis Lache, di Stimm
Du bisch es, isch’s möglich
nach so langer Zyt
gsehn ich dich wieder,
dass es so öppis git!
Vertraut und doch neu,
zwüsche nöch und no fern
gschpüre mer bedi,
mir hend eus no gern

für meinen Schulschatz
(mit Blume in der Hand)
den ich nach 45 Jahren wieder getroffen habe

und wo ist die Brig?

Traum vo dr Erkenntnis

Gott hett hütte i de Nacht
bim Dorli churz es Bsüechli gmacht
und hett ihm gseit: „Los emol zue,
ei Sach git mir eifach kei Rueh.
Es goht um d’Schöpfig – weisch, de Bricht,
in Wohrheit isch es nur ä Gschicht.
Es het vor Adam und sir Frau
scho Zyte geh und Mönsche au.
I ha dr das nur welle säge
und dass di nid verchopfsch drwäge.“

S’Dorli het drab scho chli gschmunzlet
doch plötzlich hett es d’Stirne grunzlet,
denn uf eimol wird ihm klar,
wie tüüf die Botschaft und wie wahr.
Am Änd isch’s anders, als mer meine
und wüsse tuets jo eh e keine.
Nur – isch wäge däm die Gschicht
nid eifach falsch, sie het scho Gwicht.
Zwüsche de Ziile stoht vill meh
als me mängisch grad will gseh

Das het jetzt s’Dorli welle säge, und ja
verchopf die ruhig chli drwäge

verchopfe – sich zuviel Gedanken machen