geh hin, und versöhne dich

Vielleicht sollten wir – anstatt zu grummeln – uns öfters trauen dem anderen zu sagen,
was wir gegen ihn haben, damit er auch Gelegenheit hat, ein versöhnliches Wort zu sagen oder um Verzeihung zu bitten
Um Verzeihung bitten ist eine einfache, machtvolle Geste, die, wenn sie aufrichtig ausgesprochen wird, alles zerschlägt, was sich trennend zwischen zwei Menschen stellt.
Welcher Mensch würde diese Macht nicht nützen wollen, immer dann, wenn er erfährt dass er seinen Mitmenschen – unabsichtlich- traurig gemacht hat?  Wer möchte ihn nicht wieder fröhlich lachen sehen?

In der Bergpredigt sagte Jesus:
Wenn du zum Gottesdienst gehst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so kehre um, gehe hin und versöhne dich zuerst mit ihm, und dann komme und bringe mir dein Lob!
nach Matthäus,5 23

 

 

wenn ich erwache

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Ich wache auf
ein neuer Morgen
meine Seele kehrt zu mir
und erzählt
von allen Orten
wo ich war
und von dem Traum mit dir

Ach, könnte es
doch wieder Sommer werden
und käme
jener Augenblick
wo ich mit dir am frühen Morgen
erwachte
noch einmal zurück

 

Wäschpinäscht

 

S‘Dorli trampt, will‘s Alls will wüsse
in jede Fettnapf, jedes Näscht
schüücht d‘Wäschpi uf, tuet se entblösse
das stört die säbe zimli fescht

Sie wehre sich und mit Verlaub
stäched s’Dorli z‘mitts is Härz
es flüchtet, macht sich us em Staub
und brüelt und brüelt vor luter Schmärz

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offe

D‘Lüt sind oft
will i so offe
vo miner Offeheit betroffe
und ich jewils
cha denn nur hoffe
i heb nid grad
de wundi Punkt
mit miner Offebarig troffe
und
es wird e keine schroff

sus gits nur eis
i will kei Zoff
i
gangen off
denn isch es gloffe

…..tschüss!

freundliche Worte

Freundliche und ermutigende Worte
die man sich in Gedanken schon mal zurecht gelegt hat kommen zur gegebenen Zeit

leichter über die Lippen
Dasselbe gilt allerdings auch

für die unfreundlichen Worte.
Unfreundliche und geringschätzige Worte
sollte man sich niemals zurechtlegen

 

 

Wasserkocher ade…

Der Wasserkocher heutzutage
ist genial, gar keine Frage.
Nicht allen aber ist’s bekannt,
wie er am besten angewandt
und so geschah es unverhofft,
was vorher niemand hat geschafft.
Sie stellte – schwups – ihn auf den Herd
und drehte auf, dass ihr bald werd
kochend Wasser für den Tee,
doch plötzlich roch es stark brülé.
Der Krug – er schmolz, das Plastik floss,
das Unglück auf dem Herd war gross.
Und wer das liest und glaubt es schlicht
aus Sprachverständnis wegen nicht,
der werfe doch ein Blick aufs Bild –
er ward erbarmungslos gegrillt!

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eben eben!

Manch einer findet alles richtig,
was er tut, und macht sich wichtig.
Nur im Leben
sind dann eben
manche  Dinge plötzlich nichtig.

Drum bedenke, was dir wichtig,
was noch bleibt wenn alles nichtig.
Nur das Leben,
eben eben,
dieser Schluss ist völlig richtig.

Jesus, do bini

Jesus, do bini,
si hei mi gschickt
die, wo säge
nur du chönisch hälfe
mi Lag sei verzwickt

Hei gseit, i brüüch Jesus
müess wärde wie du
jetzt bin is glaub worde
– si hei mi verloh –

Wei nüt mit mir z’tue ha
i läschteri Gott
heisi so gmeint
i miech ihn zum Spott

Du weisch jo wie bitter
wie truurigi es isch
w
enn Mönsche dich miide
will d‘andersch bisch

Damals isch’s dir jo
ganz schlimm ergange
will „gschpottet“ hebsch 
bisch am Chrüz obe ghange

Mich lönd’s lo läbe
si meinets no guet
und merket doch nid
wie weh, dass es tuet

wenn d’plötzlich als Mitchrischt
dernäbe bisch
und all für eim bättet
dass grettet wirsch

Was ich aber bätte
s’isch würklich min Wunsch
wie du möchte i wärde
du liebsch jede Mönsch

Der oder die Tulpe?

Die Tulpen sind all wunderschön
in ihren Farben anzusehn
Anfangs März zur Frühlingszeit
trägt jede stolz ihr Blütenkleid

Doch irgendwann kommt der Moment
wo die Tulpe ungehemmt
dem Betrachter sich entblösst
und die Kleidung fallen lässt

Nackt steht sie und präsentiert
ihr Geschlecht und irritiert
fragt man sich was dieses sei
Der Tulpe – klar – ist’s einerlei

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