Wenn du nicht leben kannst von deiner Kunst
dann mach doch Kunst aus deinem Leben!

If you cant make a living out of art
make art out of life
vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
Wenn du nicht leben kannst von deiner Kunst
dann mach doch Kunst aus deinem Leben!

If you cant make a living out of art
make art out of life
Vor meiner Tür wacht stolz
ein kleiner Hund aus Holz
Er liebt es zu begrüssen
die kommen und die gehn
doch meistens ist’s vergebens
weil sie ihn gar nicht sehn

Ich grüsse ihn ja täglich
doch einmal ging ich fort
und liess ihn ganz alleine
vor der Türe dort
Als ich nach Hause kehrte
wurd‘ mir sofort klar
dass er mit Hundedamen
gross ausgegangen war
was nicht ohne Folgen
und leider undenkbar
für die Hundedamen
und ihre Herrchen war
Und offenbar die Herrchen
waren sehr erfreut
dass der Papi selber
zu den Welpen schaut
Darum in meiner Wohnung
wimmelts überall
von kleinen süssen Hunden
doch hab ich keine Wahl
ich muss sie all verschenken
und mein Wunsch der wär
ein liebevolles Plätzchen
für jedes Hundetier

die Hunde können vieles
man sieht es auf dem Bild
nur nie alleine lassen
sie treiben’s sonst zu wild…
zum Tag der Frau hätte ich auch noch einen Beitrag. Sorry…er ist in Hebräisch geschrieben, aber man den Text auch mit Google Translater übersetzen. Das ist noch lustig und man kriegt die Pointe grad noch mit….
ישבה בחורה על יד האגם
ומהאגם קפץ מין הסתם
צפרדע מגעיל על ברכיה
ככה שהיא מאוד נבהלה
על ראשו היה כתר זהב
ביד אחת הוא הצביע אליו
אני נסיך, אמר וחייך
תני לי נשיקה ותראי שזה כך
קסם כה רע נפל עליי
שחררי אותי ואני וודאי
אקח אותך לארמון אמי
נתחתן ותהפכי לאשתי
כל עניין של כביסה ומטבח
וגם של נקיון יהיה שלך
ללדת בנים וגידולם
לדאגתך אני אתן
תתפלי גם באמא המבוגרת
ותהיי לי נסיכה מאושרת
עד סוף ימיך עלייך אשמור
אני גדול ואני גיבור
בערב הזה
ישבה בחורה
על יד השולחן
אחרי שבישלה
הרימה כוס יין ובתאבון
אכלה
רגלי צפרדע עם רוטב כמון
ומוסר ההשכל של הההגדה הזאת
נשים טפשות אינן קיימות
Schnetzel, schnetzel Muttermal
Herr Fühne macht das genial
eins am Bauch und eins am Rücken
oooh…
und das grauslige am Po
entfernt er zum Entzücken
aller schönbewussten Frauen
welche sich dann kaum getrauen
hinzuschauen,
noch zu fragen
liegen lächelnd auf dem Schragen
und der Doktor tschigg tschigg tschigg
brennt mit dem Laser alles weg!
(Anbei: der Trockner für das Haar
der war nur für’s Zeilenpaar)
Die Frau erschrickt, wenn es zuerst
rot ausschaut und recht verätzt
doch die Zeit heilt alle Wunden
die Haut wird rosig, schön gebunden
und auch der Schock von der Behandlung
die ja gänzlich ohne Wandlung
zur Betäubung hin geschah
wird verblassen über’s Jahr
Nur – und das ist völlig richtig
für Frauen ist’s zu wissen wichtig
schöner wird man nicht davon
bald wachsen neue Male schon
und mit dem Alter immer mehr
Doktor Fühne freut sich sehr!

hier geht’s zur schweizerdeutschen Version
Dein Name ist’s
der mich berührt
die Schönheit deiner Mauern
allgegenwärtig ist was längst
Jahrtausende vergangen
du trägst die Hoffnung
gold’ne Stadt
was von Anfang an bestimmt
eine Zukunft
für die Menschen
die bei dir zuhause sind
deine Tore werden weit
für alle die dich lieben
du bist die Stadt
die ewig bleibt
dein König bring‘ uns Frieden

Lang ist’s her
als wir noch spielten
unbeschwert und ohne Groll
als wir noch einander neckten
Hände hielten
uns versteckten
und uns suchten überall
Lang ist’s her
als eines Tages
plötzlich alles anders war
niemand konnt‘ es mir erklären
was in dich
in uns gefahren
irgendwie war’s unfassbar
Lang ist’s her
in diesen Tagen
als wir noch im selben Haus
einander fremd und feinde wurden
wortlos
– nur die Wände murrten –
ging’n wir schweigend ein und aus
Nur einmal war’s
und schicksalshaft
schenktest du mir deine Zeit
und ludst mich ein zu deinem Freund
Ein Abend nur
und beide wohl
haben wir es sehr bereut
Bald darauf
als unsere Wege
sich getrennt, war’s selten mehr
dass wir uns noch angetroffen
zwischen Welten
fern und hoffen
denn du fehltest mir so sehr
Viel später war’s
als wir uns sahen
und es mich unendlich fror
deine spotten Worte trafen
mich zutiefst
mit Messer, scharfen
und die Wut stieg mir empor
Doch gestern erst
als ich noch zürnte
fand ich ein gefror’nes Herz
ich schaut‘ es an und es erzählte
mir von uns
so dass ich ahnte
deiner Seele grossen Schmerz
Heute ist’s
dass ich verstehe
was des Menschen ärgster Feind
wenn wir nicht vergeben können
frieren wir
anstatt zu brennen
bis wir ganz erfroren sind
Für immer ist’s
dass ich sie halte
und sie wärmend an mich drück
die Liebe jener Kindertage
wenn wir wollen
lieber Bruder
kommt sie noch zu uns zurück

Bildquelle: https://de.123rf.com/
lasst uns mal alles aufreihen….
das Leben besteht darin,
sich einzureihen
ringel ringel Reihe
schon früh lernt man
sich in eine Reihe zu stellen
und geduldig zu warten
bis man an der Reihe ist
es geht schön reihum
dabei sollte man
ja nicht aus der Reihe tanzen
sonst stimmt die Reihenfolge nicht
und überhaupt
es würde alles aus den Reihen geraten
darum
bleibt man besser in Reih und Glied stehen
Reihe für Reihe
und vielleicht schafft man es sogar mal
in die vordersten Reihen
da, wo die Reiher sitzen
falls man nicht vorher ausgereiht wird
ringel ringel Reihe
mir ist das alles reiherhaft
ich kriegs nicht auf die Reihe
warum lass ich die nicht einfach
in einer Reihe stehen?
die können mich doch reihenweise
es lebe die fREIHEeit
Schnätzel schnätzel Büggeli
am Büchli und am Rüggeli
eis am Chopf und villicht no
das grosse, gruuslige am Po
alls mues wäg und er chas guet
dr Dokter Fühne hets im Bluet
er macht all Fraue wieder schön
mit em Laser und em Föhn
es chunnt guet, me cha sich freue
gmüetlich uf em Schrage leue
nid verschrecke wenn’s denn zerscht
rot usluegt und ziemli wüescht
mit de Zyt heilt alles ab
d’Hutt wird rosig schön und glatt
nur, jünger wird meh nid devo
irgendwo
wachse immer Büggeli no

Hier wäre noch die Übersetzung ins Hochdeutsch
Gespräch mit Gott am Ende eines bewegten Jahres:
Verzeih mir Gott, wenn Zweifel sich regen
wenn Tat und Wahrheit sich mir widerlegen
wenn ich Traditionen
uralte Religionen
kritisch betrachte des Inhaltes wegen
Verzeihe mir Gott, wenn ich ihn sprenge
den Rahmen so vieler Zwänge
Menschen Gedanken
der Mächtigen Schranken
und mich befreie aus ihrer Enge
Verzeih mir Gott, wenn ich es wage
und stell selbst den Glauben in Frage
wenn’s einer nicht kann
zu glauben, was dann?
Bist du nicht ein Gott voller Gnade?
Verzeihe mir Gott, wenn ich dich lasse
zu sein der du bist, den ich nicht fasse
in Raum und Zeit
und Ewigkeit
sind wir nur Teil deiner Grösse
Verzeihe mir Gott, wenn ich betrachte
der Menschen Wege, und wenn ich sie achte
gross ist die Welt
und du, der sie hält
und jeden von uns zum Leben erdachte
Verzeihe mir Gott, wenn ich glaube
wenn ich der Hoffnung erlaube
dass du deine Hände
jedem am Ende
reichst, dass er immerdar bleibe
…um fliegen zu können

Bild aus dem Buch „Frau Meier, die Amsel“
von Wolf Erlbruch
empfehlenswerte Lektüre für alle, die fliegen lernen wollen