seit ich ’ne Brille trage

 


Mein Augenlicht
seit ich ’ne Brille trage
weil ich vieles nicht
oder nur noch vage
ohne sie erkenne
ist wie nie zuvor
mir ein Juvel
und alles was ich sehe
durch die Gläser
was ich schon verlor
scheint mir so recht
gar keine Frage
speziell
j
edes Wort
j
edes Ding und jeder Ort
es kommt mir vor
als  wäre meine Lage
unwahrscheinlich hell
mit Brille scharf und licht
und darum ists, ich trage
sie gerne im Gesicht

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Gehorsam

Manche Menschen folgen nur
Gehorsam ist ihr Los
folgsam tun sie was von ihnen
einer fordert rigoros
so wurde auch gesetzestreu
– die Menge schrie danach –
gefordert, dass man Jesus töt
weil er die Regeln brach

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Darum bedenke das Gesetz
was Recht und Wahrheit ist
auf dass du nicht den andern schlägst
und selbst die Regeln brichst
wahre Liebe fordert nicht
sie ist, wenn es denn soll
das Gesetz, das einzig gilt
dem ich Gehorsam zoll

Bildquelle: commons.m.wikimedia.org

mein bester Fremd

Ich sag von meinem besten Fremd
sicher auch er ist mein Freund
obschon ich weder weiss wo er
zuhause ist und vieles mehr
was man so kennt von einem Freund
weiss ich nicht, denn er ist fremd
ziemlich weit am andern Ende
der Welt liest er was ich ihm sende
und die Antwort etwas später
kommt gleicherweise durch den Äther
ganz egal was unser Thema
über Gott, die Welt das Klima
ab und zu auch mal persönlich
halt wie Freunde, eben ähnlich
sind wir verbunden durch das Netz
weit entfernt doch was ich schätz
der Fremd ist mir gar wohlgesinnt
dem „fremd sein“ wegen wie mir scheint
und der Sprachen wegen auch
die wir lernen beim Gebrauch
so ists, wenn wir auch Fremde sind
irgendwie dazu bestimmt
einander nah auf solche Weise
zu sein auf diesem Erdenkreise
man kann ihn nennen online Freund
ich nenn ihn meinen besten Fremd

am Wegrand

DSC09483 (Medium)

Da war ein Gesicht am Wegrand aus Stein
das schaute nicht grad so glücklich drein
ich dachte ich frage
was es denn plage
da sagt es, es wäre nicht gerne allein

 da kann ich gut, sagte ich, es verstehn
und dass es mich freue, es heute zu sehn
da wurde, mir scheinte
es traurig und weinte
und bat ich solle nicht ohne es gehn

 Es gibt auch Gesichter, die sind nicht aus Stein
die sehen genauso traurig drein
weil keiner sie sieht
weil keiner sie liebt
sie sind unter uns und trotzdem allein

  

Macht und Gewalt

Macht und Gewalt
sie haben das Geld
in Hülle und Fülle
regieren die Welt
wie’s ihnen gefällt
Das Meiste für sie
sie werden sich’s leisten
und nichts oder wenig
bleibt uns und den Meisten
Jawoll, sie wollen
gar mehr noch, die Ollen
sie drohen und prahlen
was einem dann halt
nicht wundert wenn’s knallt
Du heiliger Gral
Wer hat sie gewählt?
die Grossen, die Tollen!
Wer wird das bezahlen?
wann wird uns denn endlich
der „Zwanziger“ fallen?
Ich fürchte die Tage
der Welt sind gezählt.
Ein paar, die sich noch
an die Hoffnung krallen
rufen zu Hilfe
und während die Schreie
langsam verhallen
blähen und brüsten
die Dicken und rüsten
als wär’s keine Frage
sie lieben die Lage
und reden und lallen
und „schnallen“ es nicht
Auch sie werden fallen
Die Teufel, sie lachen

oh Gott wenn’s dich gibt
kannst du noch was machen?

 

Ausziehen

Sich mutig wagen
immer mal fragen
Neuland betreten
und Schritte gehn
Neugierig sein
die Welt und sich selber
entdecken und schmecken
manchmal auch irren
stolpern und lernen
nach vorne sehn

Das Leben ist reisen
ist suchen und finden
hoffen und glauben
und überwinde
n
Ist Weisheit und Demut
und Liebe mehren
ist schliesslich am Ende
dankbar und glücklich
nach Hause kehr
en

24876153 - path in the field and sunset. rural landscape

Bildquelle: https://de.123rf.com/

 

Glockengeläute

Wenn Glocken läuten um Mitternacht
ergreift mich das Wunder erneut
als würde stehen vor ihrem Spiel
die Zeit und die ganze Welt

Ihr Klang trägt mich wie auf Flügeln davon
es kehren die Tage zurück
die Glocken im Turme jubeln im Chor
zu Freude und Liebe und Glück

und war es auch schwer, der Glockenklang hüllt
den Schmerz und so manches Leid
Friede umgibt mich in kalter Nacht
gleich wie ein wärmendes Kleid 

und dann wird es still
bum …bum… bum

mein Herz schlägt mit mit dem Schlag an der Uhr
die Sterne ziehen dahin
sie kommen mit in ein neues Jahr
sag Gott, wo führt  es uns hin? 

 vom Turme kommt schon die Antwort herab
begleitet von hellem Klang
die Glocken verkünden das treue Wort
ich gehe den Weg dir voran 

ein Weilchen bleib ich beim Turme noch stehn
schau hoch zu dem Sternenmeer
dort ist bewahrt was jemals geschehn
und das, was wird sein noch viel mehr
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innehalten, Augen schliessen und dem Glockengeläute zum neuen Jahr lauschen

Friede der ganzen Welt

Friede mit dir
Herr Jesus Christ
Friede der ganzen Welt
gesegnet bist du
der Frieden bringt
herab vom Himmelszelt

Für dich leuchten heute
in deiner Stadt
die Steine in goldenem Schein
willkommen bist du
im Namen des Herrn
Yeshua, um bei uns zu sein

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Yeshua ist der Name Jesus auf Hebräisch
und bedeutet Retter