Hine matov uma najim

Schriftzug über einer Autobahnbrücke in Israel:
Araber und Juden weigern sich, Feinde zu sein!

Wie hoffnungsvoll sind diese Worte, trotz der düstern Stimmung im Land!

Wer die von Konflikten geprägte Geschichte der beiden Völker Juden und Araber kennt, weiss,
dass sie als Familie beginnt. Ishmael, der Stammvater der Araber und Isaak, der Stammvater der Israeliten sind Brüder – Söhne Abrahams. Es lohnt sich, die Geschichte in der Bibel zu lesen, um ein besseres Verständnis für den immer noch andauernden Konflikt zu gewinnen. In dieser Geschichte ist das erste Mal in der Bibel von „Tränen“ die Rede. Wie gross musste der Schmerz über den Familienbruch gewesen sein! Aber liest bitte selber 🙂

Die Familie ist der Ort, wo wir zuerst geliebt und wo wir fürs Leben gewappnet werden. Sie ist unsere Zuflucht und unser Hort. Sie ist unsere Herausforderung, unser Glück und unser Schmerz. In der Familie streiten wir uns und lernen uns wieder zu versöhnen. Die Familie ist unsere ewige Sehnsucht und sie ist unser Erbe. Glücklich sind deshalb jene, die es trotz allen Herausforderungen schaffen, eine liebende Familie zu bleiben.

Das wusste schon David, als er folgende Worte (Psalm 133) schrieb:

„Hine matov uma najim“

Siehe, wie fein und lieblich ist’s, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!
Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons,
das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides,
wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions!
Denn dort verheißt der HERR Segen und Leben bis in Ewigkeit.

In der Bibel endet die Geschichte Abrahams damit,
dass seine beiden Söhne Isaak und Ishmael ihn gemeinsam begraben.
Auch das ist ein hoffnungsvolles Zeichen, dass sich am Ende alles zum Guten wenden wird.

Ich wünsche es den beiden Völkern
und ich wünsche es uns und unseren Familien
Weigern wir uns doch einfach, Feinde zu sein!

klicke auf „Hine matov uma najim“
wenn du das bekannte Lied in einer sehr schönen Aufführung
mit Harry Belafonte aus dem Jahr 1959 hören möchtest

auf dem Balkon (Juniverse)

Mein Beitrag zur Mitmachaktion „Juniverse“ von Silbenton.

Heute zum Thema Balkon:

Hier ist ER gestanden
mit Blick über die Stadt
und war von dem ergriffen
was er bewirket hat
Und immer noch stehn Menschen
ergriffen an dem Ort
in ihnen lebt sein Traum
in der Erfüllung fort

Einer von den Menschen, die berührt waren, mal an dem Ort stehen zu dürfen
wo Theodor Herzl gestanden hat – auf dem Balkon seines Zimmers im Hotel drei Könige in Basel
während des ersten Zionistenkongresses im Jahre 1897.
Nach dem Kongress soll er gesagt haben: „In Basel habe ich den Judenstaat gegründet“.
Der berühmte Balkon müsste jener ob dem Glasvorbau gewesen sein,
den man sogar betreten darf, wenn das Zimmer nicht besetzt ist.
Meinem Freund aus Israel war es Ehre genug, im Hintergrund zu stehen,
dennoch liess er es sich nicht nehmen ,die berühmte Pose Herzls einzunehmen.
Sein Andenken bleibt unvergessen.

Segelboot (Juniverse)

Juniverse“ ist eine Mitmachaktion von Silbenton. Für jeden Tag im Juni gibt es ein Thema, zu dem in beliebiger Form gedichtet werden darf

Mein Beitrag zum heutigen Thema Segelboot:

Aus Stein baut man kein Segelboot
es käme ja sogleich in Not
und sänke bald weil es so schwer 
selbst wenn es schwümm im toten Meer 

Das Boot habe ich in den Bergen gefunden, wo es in einem Meer von Steinen segelte…

Das Schwein aus Gaza


Ein absolut berührender und sehenswerter Film aus dem Jahre 2011 und aktueller denn je.
Am Schluss möchte man wünschen: Herr, lass es Schweine regnen!

you will totally get sucked into it 🙂

Falls dieses Video nicht abspielbar ist, findest du vielleicht selber eine Möglichkeit im Internet, evtl sogar in Deutsch

Baumgedichte

Inspiriert von Martin (Madddin), der schon länger Gedichte an Bäumen veröffentlicht, säumen nun auch in Buchs ein paar Gedichte den beliebten Spazierweg am Kanal. Sie werden offenbar beachtet und gelesen und sogar kommentiert. Die Brille als Kommentar hat mir besonders gut gefallen.
Selber macht es auch Spass, die Gedichte „zu besuchen“. Ich sorge dafür, dass sie immer ordentlich und sauber hängen und komme dabei immer wieder mit Passanten ins Gespräch, was mir natürlich gefällt. Eigentlich äussern sich alle erfreut über die Aktion. Auch höre ich auf Umwegen immer wieder von Leuten, die von der Gedichteallee begeistert sind . Hin und wieder kommt es vor, das ein Gedicht plötzlich verschwunden ist. Oder eine ganze Reihe. Wie auch immer….sie bewegen offenbar etwas und das freut mich. Vielleicht inspiriert dich die Idee der Baumgedichte auch?

vom Teilen

Die Freude ist doppelt 
und halb ist das Leid
wenn man mit andern 
das Leben teilt

Bedenke jedoch
das geflügelte Wort
und teile dein Herz nicht 
mit jedem sofort

Geteilt ist nicht immer
geteilt in dem Sinne
dass jeder davon
etwas Gutes gewinne

Nicht jeder ehrt es
und plötzlich entzweit
zerteilt sich was eben 
mit dir noch vereint 

Es macht sich davon
teilt sich da, teilt sich dort
und ein kostbarer Teil 
deines Herzens ist fort

Aufbruch aus Ägypten

Jeder Mensch braucht sein Ägypten
jeder seine Sklaverei
Jeder hat auf seinen Lippen
mal einen lauten Herzensschrei

Jeder Mensch braucht einen Aufbruch
einen Moses in sich drin
und vom Busch her jenen Zuspruch
Ich bin derjen‘ge, der ich bin

Jeder braucht einen Erbarmer
einen Stab in seiner Hand
auf dem Weg einen Beschirmer
in das ihm verheiss’ne Land

Jeder trägt seine Geschichte
auf den Schultern Schritt für Schritt.     
durch’s Meer hindurch bis zum Gerichte
doch einer trägt sie mit ihm mit

Jeder Mensch braucht sein Ägypten
jeder sein Jerusalem
und in den Toren auf den Lippen
ein Dankgebet zum Himmel hin

Ich wünsche allen ein gesegnetes Oster/ Pessachfest
Eure Brig