…und was daraus geworden ist

Das steinerne Schiff ist heute vom sicheren Schrank ins Stoffmeer ausgelaufen, wo es erfahrungsgemäss nicht sinken wird. Es hat unheimlich viel Spass gemacht, den Aufbau, welcher wie der Schiffskörper aus natürlichen Materialien besteht, zu realisieren. Die Segel sind aus reiner Seide (Überbleibsel von einem Hochzeitskleid), die Hölzchen für die Masten und Relings habe ich im Wald aufgelesen und für das Tauwerk, die Wanten und die Verkleidung habe ich Schnur und Garn verwendet. Trotz Spass war es für mich (ich hatte keine Ahnung von Schiffsbau) überhaupt nicht einfach…

…umsomehr freue ich mich
dass der Götz sich heute riesig
über sein Geschenk gefreut hat
😀😀😀

Mach doch mal was mit dem Stein…

und wo ist er überhaupt?
Die Frage habe ich meinem lieben Götz nur ausweichend beantwortet, denn tatsächlich war ich gerade dabei, aus „seinem“ Stein etwas zu machen. Es ist von vornherein klar – der Stein in seiner Form verlangt geradezu, ein Schiff zu sein. Endlich, nach 30 Jahren, soll der Brocken sein tristes Kellerdasein verlassen dürfen und als stolzes Schiff einen Ehrenplatz in unserer Wohnung bekommen. Naja….es wird wohl ein elender Staubfänger werden,
aber das mache ich jetzt für meinen Götz!

Ob das wohl was wird?
Heute Abend lasse ich es vom Stapel

heilige Momente

Ich vermisse das Heilige
in den Begegnungen
das Berühren und berührt werden der Seele
Ich vermisse den Himmel
der sich auftut
wenn Menschen sich anvertrauen

So, wie es kürzlich geschah
im Zwiegespräch mit meiner drei Monate alten Enkelin:

Ich grüsste sie in ihrem Bettchen
da schaute sie zu mir hoch
und ihre Augen fingen an zu leuchten
Sie war plötzlich ganz aufgeregt
mir zu berichten
was sie erlebte
und was sie bewegte
Es war wunderbar, ihr zuzuhören


Für einen Moment
und das war heilig
tat sich der Himmel über uns auf

Da wurde mir wieder bewusst
wie sehr ich es vermisse

Glücksgefühl

Manchmal ist es alles
Alles was ich fühl
und manchmal fühl ich nichts
ist alles wie dahin

Ach würde es doch bleiben
und wiche nie von mir 
dies innig Glücksempfinden: 
Ich gehör zu dir