schweres Erbe


Ob du wohl schon mal gedacht,
was mir als Erbe zugefallen?
Und weisst du, was es mit mir macht,
wie schwer es wiegt in allem?

Hätt' ich damals nur geahnt,
wie nah dein Abschied ist,
ich hätte noch mit dir geplant.
Ach, hätt ich's nur gewusst.

Es hätte mir an Trost soviel
beschert, anstatt der Bürde.
Wir hätten alles noch getan,
auf dass es leichter würde.
dini Brig uf Ärde

8 Kommentare zu „schweres Erbe

  1. Es bleibt immer das Ungetane, Ungesagte… das gehört dazu. Sonst wäre es kein Abschied, sondern ein Ende. Es ist aber nicht möglich, ein vollkommenes Leben zu leben und zu beenden, es bleibt immer ein Rest… vermutlich muß es so sein, es muß für die, die nachkommen, etwas zu tun bleiben.
    Man steht vor dem Grab oder den Hinterlassenschaften und denkt: Hätt ich nur!
    Doch das ist müßig. Wäre dies oder das anders gewesen, so bliebe eben etwas anderes ungetan, ungesagt – wir können es eben nicht. Alles, das Ganze, das Vollkommene, Ist uns nicht gegeben.
    Wir können nur im Guten nachsinnen und uns sagen: Aber dies und das, das haben wir gemeinsam getan!

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    1. Danke vielmals für deine wunderbaren Worte, liebe Petra. Sie gehören unbedingt dazu. Das Schwere ist nur das eine, aber das andere, die schönen Erinnerungen, wiegen viel mehr und tragen durch. Nichts desto trotz soll das Gedicht aufrütteln. Manches könnte einem erspart bleiben.

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      1. Oh ja, ich weiß. Der Gedanke ist mir nicht fern. Wie viel hätte ich mit meinem Bruder noch sprechen wollen, wie viel mit meinem Vater noch sollen, wie viel mit manch anderen Altvorderen, und wie viel Gute hätte ich meiner Mutter, allzeit für alle da, noch tun können…
        Aber es ist so: Wir erfüllen nichts zur Gänze. Das können wir nicht. Erinnern wir uns an das, was wir gleichwohl getan, auch an das, das wir von Herzen gewollt haben!

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