Manche bemerken sie nur gelegentlich – Gesichter in Dingen und Mustern. Andere sehen sie ständig und sehr detailliert. Ich gehöre definitiv zu den anderen 🙂
Für dieses psychologische Phänomen gibt es übrigens den Ausdruck Pareidolie.
Das Wort kommt aus dem Griechischen. Es setzt sich zusammen aus:
„para“ (παρά) = „neben“, „abweichend“ oder „falsch“
„eidolon“ (εἴδωλον) = „Bild“, „Gestalt“ oder „Erscheinung“
Zusammen bedeutet es also sinngemäß so etwas wie „falsches Bild“ oder „trügerische Erscheinung“.
Aus Sicht der Neurowissenschaft ist das kein ungewöhnliches Phänomen, sondern eher eine normale Eigenschaft der menschlichen Wahrnehmung. Das Gehirn ist darauf spezialisiert, Muster und insbesondere Gesichter schnell zu erkennen, selbst wenn die Informationen unvollständig sind. Manchmal „überinterpretiert“ es dabei visuelle Reize.
Zwei unterhalten sich auf einem Spaziergang:
„Schau mal an, ein Wolf, ein Hund?
Was liegt da auf dem steinig Grund?“
„Ich würde schätzen,
nur ein Fetzen.“
„Doch sieh, es hat ja Aug und Mund!?“

„Und da, schau hin – ein faules Tier!
oder was erblickst du hier?“
„Ein Fetzen halt.
Ich glaube bald,
du hattest vorhin zuviel Bier!“

„Nein, sicher nicht! Schau her, noch einer!
Ein Elefant sitzt da, ein Kleiner!“
„Ist schon gut,
ich nehm den Hut,
nur dies – ein Rüssel ist da keiner! „

was siehst DU auf den Fotos?
In jedem Fall ist es eine Begabung: die Augen öffnen.
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