Herbst in Poesie/Novembergrau

Beitrag zum Fotoprojekt „der Herbst“ von Royush

Novembergrau hüllt sich in Schweigen 
rauhe Winde jagen sich
düstere Gedanken fragen
plagen und bedrücken mich
 
Welt, die viel zu gross geworden
Zeit, die rasend schnell vergeht
Schicksal eines jeden Menschen
Erde die sich ewig dreht
 
Leben, dass mich überwältigt
Tod, und ob es weitergeht
Kinder, die geboren werden
Zukunft die vielleicht noch wird
 
Novembergrau hüllt sich in Schweigen
schwer und träge ist das Wort
Donner rollen und der Regen
peitscht die letzten Blätter fort

Tütüt 🎉

Es blühte in der Tüte
ein unverschämt Gedicht
und schäumte und verblühte 
und alsbald war es nicht

Doch die Tüte glühte
sie war vor Scham ganz rot
und weil sie niemand kühlte
schämte sie sich tot

Drum möge, Gott behüte
kein unverschämt Gedicht 
noch einmal in die Tüte
Nein, das kommt mir nicht!

🎉🎉🎉

heilige Momente

Ich vermisse das Heilige
in den Begegnungen
das Berühren und berührt werden der Seele
Ich vermisse den Himmel
der sich auftut
wenn Menschen sich anvertrauen

So, wie es kürzlich geschah
im Zwiegespräch mit meiner drei Monate alten Enkelin:

Ich grüsste sie in ihrem Bettchen
da schaute sie zu mir hoch
und ihre Augen fingen an zu leuchten
Sie war plötzlich ganz aufgeregt
mir zu berichten
was sie erlebte
und was sie bewegte
Es war wunderbar, ihr zuzuhören


Für einen Moment
und das war heilig
tat sich der Himmel über uns auf

Da wurde mir wieder bewusst
wie sehr ich es vermisse

Glücksgefühl

Manchmal ist es alles
Alles was ich fühl
und manchmal fühl ich nichts
ist alles wie dahin

Ach würde es doch bleiben
und wiche nie von mir 
dies innig Glücksempfinden: 
Ich gehör zu dir