Ohne dich, was wären wir?
Um’s Leben doch betrogen
Ohne uns, was wärest du?
Allein für dich dort oben
Doch zusammen tragen wir
die Hoffnung für die Welt
Das ist es Gott, was mir
am Leben so gefällt!
vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
Die Jahre ziehen wie Wasser im Fluss
und spülen so manches an Land
mal ists Geröll, mal ein freundlicher Gruss
des Lebens Spuren im Sand
Und manchmal glitzern die Sterne darin
und künden von Jubel und Glück
Mädchen, du warst mein schönster Gewinn
denk ich an dein Kommen zurück
Du brachtest mir Freude und Tränen zugleich
das Wasser stieg manchmal gar hoch
doch waren die Jahre wie nie zuvor reich
und reich sind sie immer noch
Oft halte ich inne – ich liebe es sehr
am Fluss Deines Lebens zu stehn
und wünsche, er bringt dir an Gutem noch mehr
mein Kind, deine Welt ist so schön

S‘Dorli het ä Chischte
mit gang ganz vill Schätz
und mängisch tuets drin gruschte
und freut sich denn wie lätz
wenn jedi einzel Choschtbarkeit
ihns zrugg erinnere tuet
a mänge Mönsch, a mängi Freud
a mängi Liebesgluet
es Lächle huscht em über‘s Gsicht
und s’nimmt e jedes Ding
leit’s denn wieder zrugg in d‘Chischt
und dänkt:
„Wie isch doch s’Läbe schön!“

gruschte – rumstöbern
Wie lätz – wie verrückt
Manch einer findet alles richtig,
was er tut, und macht sich wichtig.
Nur im Leben
sind dann eben
manche Dinge plötzlich nichtig.
Drum bedenke, was dir wichtig,
was noch bleibt wenn alles nichtig.
Nur das Leben,
eben eben,
dieser Schluss ist völlig richtig.
Ich hab mich aufgemacht
mit euch
das Nest verlassen
Ich wurde gross
mit euch
bin ich gewachsen
Ich hab die Welt
mit euch
entdeckt und sie bestaunt
ich habe viel gelacht
mit euch
und auch geweint
Ich habe mich gestritten
mit euch
und pubertiert
Ich hab mich oft geärgert
und mich
mit euch versöhnt
Ich habe mich verändert
mit euch
den Blick gewandt
und bin mit euch
gegangen
in manches „neue Land“
Stark bin ich geworden
mit euch
hab ich die Angst verlor‘n
Ich hab das grosse Los gezogen
für euch
zur Mutter auserkor’n
Ich möchte immer bleiben
mit euch
und jederzeit
für euch
und eure Kinder
da sein und bereit
Mum

Das Leben ist ein grosses Theater
jeder Tag ist ein neuer Akt
und mit jedem Sonnenuntergang
fällt der Vorhang wieder
Manchmal
so wie heute
wünschte ich mir
es gäbe noch eine Zugabe
und manchmal bin ich froh
wenn der Tag vorbei ist
Aber jeden Morgen
wird der Vorhang von Neuem weggezogen
und ich stehe wieder auf der Bühne
um meine Rolle zu übernehmen
Ich weiss nicht
was der nächste Akt mit sich bringen wird
aber ich werde mein Bestes geben
immer wieder
denn ich habe einen Traum
Irgendwann wird der Tag kommen
das grosse Finale
mit allen Träumenden
dann werden die Himmel jubeln
und die Erde wird sich freuen
Der Vorhang wird nicht mehr fallen
denn der Traum
ist Wirklichkeit geworden

Bildquelle: https://de.123rf.com/
Lieber Gott
Wenn ich über mein Leben nachsinne und es betrachte,
ist es als öffne sich ein Fenster an einem schönen Sommermorgen
und ein wunderbarer Tag zieht an mir vorbei…

Staunend stehe ich und schaue
wie alles war
wie es gekommen ist
dass ich so glücklich
und mich freue
und du in meinem Leben bist
Ich weiss für allezeit
du bleibst bei mir
auch wenn es Abend wird
und kommt die Nacht
die Stunde
bist du es, der mich trägt
Auf deinen Flügeln
bis ans Ende
zu jenem Lichte dort
wartet mir
und leuchtet
ein neues Morgenrot
Bildquelle: https://de.123rf.com/
…..dass d’Freud chan ine cho!
Beim Aufräumen bin ich auf dieses Gedicht gestossen
Meine beiden Prinzessinnen sind vor 3 Jahren für ein Jahr nach Südamerika gereist. Ich habe wohl die ganze Flugreise gedanklich bei ihnen verbracht. Daraus ist der Rap entstanden
I han en Schmärz i mim Härz

I han en Schmärz i mim Härz,
han doch gmeint, das i das schaff,
i bi stark, han jo Zyt,
Zyt gha, zum verstoh,
si wei go.
Jetzt isch er do, de Moment,
woni gwüsst ha er wird cho,
Abschid neh für langi Zyt,
no e Stund, oder zwei
zäme si.
Mir sind alli chli nervös
und au müed, s’isch en lange, lange Tag.
Der Zug fahrt a, mir sind drin
samt Gepäck s’isch alles do
wo si hend.
Wäred’s doch, nume scho,
am andre Änd vo dere Wält.
I lueg di aa, chlini Buba, weisch,
bisch so schön, voller Abentüür
i han dich lieb.

Und dis Mami, beidi zäme,
Chinder, i han keini Wort
zum beschriibe wie das isch,
wemme liebt, es isch Liide es isch Freud
es sich schön.
Und zum Schluss, i weiss au nid,
was i säge, was i rede,
bhüet euch Gott, euch fescht hebe
i de Arme, das isch all‘s,
s‘chunnt scho guet.
Aber denn flüsse d’Träne, niemer gsehts,
es muess use, es tuet guet,
no es bitzli wett i bliibe,
aber öppis in mir seit:
Wiitergo.
Und mir gönd alli zäme,
wiiter uf em Läbeswäg.
Ihr döt äne und mir bliibe
wunderbar sind alli Ort
uf de Wält.

Wunderbar sind alli Wäge,
wo mit Liebi gange sind
mini Chinder, laufet, liebet,
das es hell uf Erde wird.
Reiseblog der beiden Prinzessinnen
In mir ist Ewigkeit
das Grösste überhaupt
das ich empfinde
an jedem Ort
zu jeder Zeit
bist du das Leben
Wort für Wort
mit dem ich mich verbinde
Du bist der Himmel
tief in mir
der Liebe
und der Wahrheit Gründe

Bildquelle: https://de.123rf.com/
Ich schaue hinauf
zu den Bergen
von wo mir Hilfe kommt
du verbirgst dich nicht vor mir
Du Gott, bist eine feste Burg
In deiner Herberge
ist Raum für mich
Du schenkst Geborgenheit
und bürgst für mich
darum berge ich mich bei dir

Bildquelle: https://de.123rf.com/