I kämpfe um mis Läbe

I kämpfe um mis Läbe
um mini Läbesluscht
dass s’Härz nid bricht, es pochet 
so luut i miner Bruscht

Schwär isch jede Schnuuf
und s’tuet so weh, wohi
min liebe Götz bisch gange?
Wie chan i ohni di?

I kämpfe mit de Träne
demit, dich so lo go
mit all de ville Froge
mit dem, was zrugg hesch glo

D‘Zyt heilt alli Wunde 
wer weiss – so isch’s villicht
doch kämpf i no ums Läbe
und dass mis Härz nid bricht

Wie ein Blatt im Wind…


Ich hab davon geträumt,
wohl hundertmal und mehr,
ein Tag in tausend Jahren
 und wie schön er wär.

Es zogen viele Jahre
Tag für Tag ins Land
und ohne dass mein Traum
ins wahre Leben fand.

Doch hab ich unerwartet
den Tag nun doch gesehn.
Nur ist's, dass ich jetzt denke,
er wär im Traum geschehn.

Zu weit scheint jener Morgen,
zu fern der Augenblick,
den ich so sehr ersehnte,
denk ich daran zurück.

So bleiben manche Träume
wohl immer was sie sind,
hältst du sie auch in Händen,
wie Blätter sind's im Wind.

Altjahrsnacht


Wenn Glocken läuten zur Altjahrsnacht
ergreift mich das Wunder erneut
als würde stehen vor ihrem Spiel
die Zeit und die ganze Welt

Ihr Klang trägt mich wie auf Flügeln davon
es kehren die Tage zurück
die Glocken im Turme jubeln im Chor
vor Dankbarkeit, Freude und Glück

Und war es auch schwer, der Klang umhüllt
den Schmerz und so manches Leid
Friede umgibt mich in fröstelnder Nacht
gleich wie ein wärmendes Kleid

Und dann wird es still….bum …bum… bum…

Mein Herz schlägt mit – mit dem Schlag an der Uhr
die Sterne ziehen dahin
sie kommen mit in ein neues Jahr
sag Gott, wo führt es uns hin?

Vom Turme kommt schon die Antwort herab
begleitet von hellem Klang
die Glocken verkünden das treue Wort
ich gehe den Weg dir voran

Ein Weilchen bleib ich beim Turme noch stehn
schau hoch zu dem Sternenmeer
dort ist bewahrt was jemals geschehn
und das, was noch sein wird viel mehr

Ich wünsche euch von Herzen
ein gesegnetes und glückliches neues Jahr