
Ein hübsches Eis
doch lässt man’s lieber
wenn es heiss
und geht hinüber
zu der Diele
dort gibt’s kühle
Eis am Stiel
und in der Tüte
alle Sorten
erster Güte
dieses Eis
man sieht es hier
ist aus Stein
und nur zu Zier
vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten

Ein hübsches Eis
doch lässt man’s lieber
wenn es heiss
und geht hinüber
zu der Diele
dort gibt’s kühle
Eis am Stiel
und in der Tüte
alle Sorten
erster Güte
dieses Eis
man sieht es hier
ist aus Stein
und nur zu Zier
I will hei
jetzt hani gnueg
i bi jo gsi, han alles gseh
villicht au nid,
aber jetzte will i zrugg
I will hei zu mine Lüüt
und überhaupt
am allerbeschte isch es dött
woni ha, was i bruuche
was i wött
s’isch am schönschte
i mim Riich
ganz elei
s‘goht allne gliich
es isch doch so
hebet‘s guet, i muess jetzt go
säge ciao, ciao amigos
i gang hei
ville Dank, säg i au
s‘isch jo schön gsi
so feins Ässe
aber jetzte hani gässe
i will go
bruuch jetz eifach mini Rueh
und mis Bett
es isch Zyt
machet‘s guet und hebet Sorg
Irgendwenn
chum i wieder, will i furt
aber hütte sicher nümm
hebet‘s schön!

Mit fünfi bin i s‘erscht mol gfloge
und ha abegluet uf d‘Wält
mit em Mami wiit wiit obe
han i Städt und Dörfer zellt
D’Tschduwardess, die liebi Frau
het mer Farbstift und Papier
Orangesaft und Tchipsli au
uf’s Tischli gstellt am Platz bi mir
I weiss no guet und wie’s isch gsi
und wieni gstuunet ha
d’Hüüser, d‘Stroose, alli chli
und druff hets Spielzügauti gha
Obwohl, so ganz verstande
han i die Reis jo nid
und dass mer denn sind glande
goht ir Erinnerig zwiit
Es isch mir aber bliibe
de bsunders schöni Flug
Ich und s’Mami si go fliege
nach Gänf und wieder zrugg
Sit denn si füfzig Jahr vergange
jetz sitz i drin im Autobus
näbe mir isch mini Mame
mir sind schon bald am Airport dus
Ich bin‘s jetzte, wo tuet luege
sie ar Hand zum Flugzüg bringt
dass ihre wohl isch und tuet füege
und euses chline Reisli glingt
S’Flugi isch scho bald druf abe
mit eus in Süde unterwägs
dass mir zwöi das nomol erläbe
das freut mi halt wie lätz
S’Mami gseht scho nüme guet
drum tue n‘em alles brichte
vom Fänschter, wemme useluegt
und was me alls chan sichte
Hoch ob de Wulche dänk i zrugg
zrugg a jedes Jahr
mit ihre bis zum erschte Flug
e Gschicht – ganz wunderbar
für mis Mutti zum Muettertag

uf em erschte Bild bin i mit em rote Mänteli a de Hand vom Mutti
Wenn ich’s mir so überlege
war das erste Wort von mir
ohne Absicht in der Sprache
die ich heute sprech mit dir
Ich stand damals an der Strasse
und erhob die rechte Hand
mein Begehren hast du
sofort ohne Zweifel grad erkannt
Du nahmst mich mit auf eine Reise
in ein völlig fremdes Land
das ich so auf diese Weise
vorher noch nicht hab gekannt
In dem Land gibt’s keine Stimmen
einen Lärm und kein Geschrei
deine Welt ist gänzlich stille
Geräusche sind dir einerlei
Aber deine Hände sprechen
eine Sprache wunderschön
ich war völlig hingerissen
ihnen dabei zuzuhörn
von den Lippen meines Mundes
konntest du mein Wunsch verstehn
lehr mich deine Sprache sprechen
lass uns einmal wiedersehn
Seither reden unsere Hände
sie erzählen ohne End
was des andern Welt bedeute
und wie er die Dinge nennt
dass ich dich getroffen habe
hat mein Leben tief berührt
du hast mich mit deinen Händen
in ein neues Land geführt

In der Schweiz leben rund 10’000 vollständig Gehörlose
Bis zu 600’000 Personen sind leicht bis hochgradig schwerhörig.
Interssante Fragen und Antworten zum Thema
auf der Webseite des schweizerischen Gehörlosenbundes sgb-fss
…..dass d’Freud chan ine cho!
Beim Aufräumen bin ich auf dieses Gedicht gestossen
Meine beiden Prinzessinnen sind vor 3 Jahren für ein Jahr nach Südamerika gereist. Ich habe wohl die ganze Flugreise gedanklich bei ihnen verbracht. Daraus ist der Rap entstanden
I han en Schmärz i mim Härz

I han en Schmärz i mim Härz,
han doch gmeint das i das schaff
i bi stark han jo Zyt
Zyt gha zum verstoh
Si wei go
jetzt isch er do, de Moment
woni gwüsst ha er wird cho
Abschid neh für langi Zyt
no e Stund oder zwei
zäme si
Mir si alli chli nervös
und au müed, s’isch en lange lange Tag
der Zug fahrt a, mir sind drin
samt Gepäck s’isch alles do
wo si hend
wäred’s nume nume scho
am andre Änd vo dere Wält
i lueg di aa, chlini Buba, weisch
bisch so schön, voller Abentüür
han dich lieb

und dis Mami, beidi zäme
Chinder, i han keini Wort
zum beschriibe wie das isch
wemme liebt, es isch Liide es isch Freud
es sich schön
und zum Schluss, i weiss au nid
was i säge, was i rede
bhüet euch Gott, euch fescht hebe
i de Arme, das isch all‘s
s‘chunnt scho guet
aber denn flüsse d’Träne, niemer gsehts
es muess use, es tuet guet
no es bitzli wett i bliibe,
aber öppis in mir seit
wiitergo
und mir gönge alli zäme
wiiter uf em Läbeswäg
ihr döt äne und mir bliibe
wunderbar sind alli Ort
uf de Wält

wunderbar sind alli Wäge
wo mit Liebi gange sind
mini Chinder, laufet, liebet
das es hell uf Erde wird
Reiseblog der beiden Prinzessinnen
„to reconsile„ in Hebrew means:
„lehitpajes“ – it comes from „peace“
but „peace“ in Hebrew means „shalom“
and is the word where „pay“ comes from
„leshalem“ – „to pay for peace“
where there is none, that’s what it says!
Therefore, if there is a thing
which seperates and is between
between your brother, between you
He is hurt, you might be too
There’s the question…
Who can pay?
Who is gonna make a way?
If everyone – that would be best
could take a part and share the cost
to win it all, and guess…?
this means the word „lehitpajes“
…lead us to wonderful places

Das Mädchen, das mich jeden Abend
in den Schlaf, in meine Nacht
mit seinem Lächeln, gar nichts sagend
hinbegleitet und bedacht
daran erinnert dass des Tages
Sorg und Mühe sind dahin
Sie wacht bei mir – ich glaub, sie mag es
wenn ich im Land der Träume bin
Bild: Anna Shesterikova http://www.anna-art.ru/
Ein Konflikt
ist meist verzwickt
mindest zwei
die sich verstrickt
unglaublich manchmal
und verrückt
wie es geschieht
und ungeschickt
Was macht man nun
wer überbrückt?
ein gutes Wort
wär jetzt geschickt
wo einer traurig
und bedrückt
„Verzeih mir Freund,
nimm mein Respekt!“
Wer das kann
dem ist’s geglückt
der hat den Streit
im Keim erstickt
Beide lachen
und es drückt
Ein den Andern
ganz beglückt
weil Versöhnung
sie erquickt

Bildquelle: https://de.123rf.com/
Mein Augenlicht
seit ich ’ne Brille trage
weil ich vieles nicht
oder nur noch vage
ohne sie erkenne
ist wie nie zuvor
mir ein Juvel
und alles was ich sehe
durch die Gläser
was ich schon verlor
scheint mir so recht
gar keine Frage
speziell
jedes Wort
jedes Ding und jeder Ort
es kommt mir vor
als wäre meine Lage
unwahrscheinlich hell
mit Brille scharf und licht
und darum ists, ich trage
sie gerne im Gesicht

Manche Menschen folgen nur
Gehorsam ist ihr Los
folgsam tun sie was von ihnen
einer fordert rigoros
so wurde auch gesetzestreu
– die Menge schrie danach –
gefordert, dass man Jesus töt
weil er die Regeln brach

Darum bedenke das Gesetz
was Recht und Wahrheit ist
auf dass du nicht den andern schlägst
und selbst die Regeln brichst
wahre Liebe fordert nicht
sie ist, wenn es denn soll
das Gesetz, das einzig gilt
dem ich Gehorsam zoll
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