möcht amigs verschwinde….

Möcht amigs verschwinde
eifach devo
mich ine verchrüüche
irgendwo
Am Liebschte grad jetzt
während i schriibe
mich löse vo allem
und i-lah-verliibe
vom Wort
und zum Wort
zur Gschicht möcht I wärde
Wär will, cha si läse -
und tschüss, liäbi Ärde
Ach, wär’s nur so eifach
me chönnt eifach go
ohni bi andre 
en Schmärz z’hinterlo
Ach, gäbs gar kei Trennig
und gäbs au kei Zyt
me chönnt wieder zrugg cho
s‘wär alls nid so wiit
Und gäb‘s nur es „Jetzt“
und nüt wär vergange
Kei Mönsch müsst meh brüele 
vor luuter Blange…

Abendgedanken

Ob du manchmal schläfst da oben?
Ob ich in deinen Träumen bin?
Denkst du zurück an unser Leben
und an die schöne Zeit darin?

Rollt dir manchmal auch 'ne Träne
herab auf das, was uns geschah?
Sehnst du dich, wie ich mich sehne
und wünschest dir, ich wäre da?

Gell, wir harren noch die Tage
Es kommt bestimmt die rechte Zeit
wo wir uns wieder - keine Frage
umarmen in der Ewigkeit

Dini Brig uf Ärde

I kämpfe um mis Läbe

I kämpfe um mis Läbe
um mini Läbesluscht
dass s’Härz nid bricht, es pochet 
so luut i miner Bruscht

Schwär isch jede Schnuuf
und s’tuet so weh, wohi
min liebe Götz bisch gange?
Wie chan i ohni di?

I kämpfe mit de Träne
demit, dich so lo go
mit all de ville Froge
mit dem, was zrugg hesch glo

D‘Zyt heilt alli Wunde 
wer weiss – so isch’s villicht
doch kämpf i no ums Läbe
und dass mis Härz nid bricht

Wie ein Blatt im Wind…



Ich hab davon geträumt
wohl hundertmal und mehr
ein Tag in tausend Jahren
und wie schön er wär

Es zogen viele Jahre
Tag für Tag ins Land
und ohne dass mein Traum
ins wahre Leben fand

Doch hab ich unerwartet
den Tag nun doch gesehn
Nur ist's, dass ich jetzt denke
er wär im Traum geschehn

Zu weit scheint jener Morgen
zu fern der Augenblick
den ich so sehr ersehnte
denk ich daran zurück

So bleiben manche Träume
wohl immer was sie sind
hältst du sie auch in Händen
wie Blätter sind's im Wind