Was eimol isch gsi und denn lang nümm, isch plötzlich wieder dis Lache, di Stimm Du bisch es, isch’s möglich nach so langer Zyt gsehn ich dich wieder, dass es so öppis git! Vertraut und doch neu, zwüsche nöch und no fern gschpüre mer bedi, mir hend eus no gern
für meinen Schulschatz (mit Blume in der Hand) den ich nach 45 Jahren wieder getroffen habe
Gott hett hütte i de Nacht bim Dorli churz es Bsüechli gmacht und hett ihm gseit: „Los emol zue, ei Sach git mir eifach kei Rueh. Es goht um d’Schöpfig – weisch, de Bricht, in Wohrheit isch es nur ä Gschicht. Es het vor Adam und sir Frau scho Zyte geh und Mönsche au. I ha dr das nur welle säge und dass di nid verchopfsch drwäge.“
S’Dorli het drab scho chli gschmunzlet doch plötzlich hett es d’Stirne grunzlet, denn uf eimol wird ihm klar, wie tüüf die Botschaft und wie wahr. Am Änd isch’s anders, als mer meine und wüsse tuets jo eh e keine. Nur – isch wäge däm die Gschicht nid eifach falsch, sie het scho Gwicht. Zwüsche de Ziile stoht vill meh als me mängisch grad will gseh
Das het jetzt s’Dorli welle säge, und ja verchopf die ruhig chli drwäge
Jammern ist extrem infektiös, schlechte Stimmungen verbreiten sich wie Aerosole, auch übers Internet. Gute Stimmungen allerdings auch. Wollen wir es nicht einfach mal versuchen?
der Stein vom Rhein sagt unbedingt! Daumen hoch, weil’s einfach stimmt ein fröhlich Wort macht soviel Mut Leute, es kommt alles gut!
Welch ein grausliges Entdecken beim Graben heut im Ackerland da wollte einer mich erschrecken doch hab ich das nicht gleich erkannt und weil ich grosse Augen machte und einen lauten Schrei ausstiess wars, dass er sich Tränen lachte so gemein und richtig fies
Ich erinnere mich an das Telefongespräch mit meiner Tochter an dem Tag, wo der Lockdown beschlossen wurde. Ich war ziemlich aufgelöst, da alles, was meinen Alltag glücklich machte, wegbrechen würde. Meine Tochter sagte: „Mama, hab keine Angst. Es kann nicht so weiter gehen. Die Welt, wie wir sie haben hat keine Zukunft. Endlich fängt etwas Neues an. Freue dich darauf!“ Ihre Worte haben mich immens getröstet und bis heute klingen sie in meinen Ohren nach. Vor zwei Tagen habe ich wieder mit ihr gesprochen und auch über diese Worte, die offenbar nicht nur bei mir, sondern auch bei ihr immer wieder nachklingen. Angesichts der Angst und Unsicherheit, welche parallel mit den Fallzahlen von Covid steigen oder fallen, fiel in unserem Gespräch das Wort Achterbahn. Genau so fühlt sich die momentane Situation an – wir befinden uns in einer Achterbahn der Hoffnung, der Angst und der Unsicherheit. Aussteigen geht nicht. Und das nächste Looping steht kurz bevor. Aber vielleicht entdecken wir ja unterwegs, warum wir da drin sitzen, und können der ungewollten Reise sogar etwas Gutes abgewinnen. Irgendwann ist auch eine Achterbahn zu Ende und man kann wieder aussteigen, Aussteiger werden…
Wir sind hoch hinauf gekommen jubeln noch in unserem Wahn und merken dann etwas beklommen wir sitzen in ’ner Achterbahn
Gleich wird’s richtig unbehaglich Welt kopfüber, und wir flehn Manch einem scheint es plötzlich fraglich ob wir die Talfahrt überstehn
Aber nach dem ersten Schrecken noch leben wir ja – immerhin fangen wir an zu entdecken eigentlich ist’s nicht so schlimm
Ja, es ist fast – darf man’s sagen beinah befreiend, dieser Schwung und es schweigen bald die Fragen mit wachsender Begeisterung
Es nimmt das Leben unerwartet so plötzlich einen andren Lauf Die Bahn ist mit uns durchgestartet und keiner hält sie jetzt noch auf
Hinunter fährt sie bis zum Boden zum Anfang – ja, wir gehn zurück der Fortschritt ist erst mal verschoben doch vor uns liegt der Weg zum Glück
Zusammen sollten wir ihn gehen in eine Zukunft ohne Wahn miteinander und verstehen die Welt braucht keine Achterbahn