richtig fies

Welch ein grausliges Entdecken
beim Graben heut im Ackerland
da wollte einer mich erschrecken
doch hab ich das nicht gleich erkannt
und weil ich grosse Augen machte
und einen lauten Schrei ausstiess
wars, dass er sich Tränen lachte
so gemein und richtig fies

der gute Kern

So manch vermeintlich rauhes Herz
ist innen fein und glatt
es schützt sich nur vor Liebesschmerz
weil’s viel gelitten hat

Nimmt’s einer zärtlich in die Hand
und löst die rauhe Schicht
bricht durch des Schutzes dicke Wand
sein guter Kern ans Licht


hart wie Stein

Ich traf den Herren heut beim Baden
und dachte mir, es könnt nicht schaden
ihm ein liebes Wort zu geben
sicher ist’s nicht leicht, sein Leben.
Auf meine Frage, wie’s ihm gehe
meinte er, das man’s ja sehe
und ich doch keine Ahnung hätte
vom Leben in des Flusses Bette.
Ständig würde er von Steinen
geschubst, sogar schon von den Kleinen.
Da tat‘s mir leid um solch ein Los
und legte ihn auf meinen Schoss.
Ich fragte, ob es ihm genehm
wenn ich ihn nach Hause nähm
nur – er müsse mir versprechen
ab und zu auch mal zu lächeln.
Da sagte er: „Du musst verzeihn
Ich bin nun mal so hart wie Stein.
Da blieb am Schluss der Herr im Fluss
dort liegt er noch am selben Ort
und wird geschubst in einem fort.

de Wilhelm Tell

de Schwizer Held, de Wilhelm Tell
isch mer hüt im Rhy
plötzlich begägnet anre Stell
wo’s nid so tüüf isch gsi

De schöni Maa uf schönem Stei
mit Berg im Hintergrund
erinneret mich jetzt dihei
an euse Freiheitsbund

die Schweiz feiert heute zum 729. Mal
Brüderlichkeit, Freiheit und Unabhängigkeit

hier kannst du die Geschichte von Wilhelm Tell lesen,
welche die junge Schweiz damals sehr ermutigt hat in ihrem Kampf für die Unabhängigkeit

der Rütlischwur von 1291:
Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Quelle Wikipedia

geborgen

Das irdische Leben mag Anfang und Ende haben
aber die Liebe hört niemals auf
sie ist Schöpfung ohne Ende
sie ist das Universum
in welchem wir geborgen sind

Nichts ist stärker als die Liebe
die uns trägt
und wieder zusammenführt

für ewig

Es gibt schon ganz verrückte Dinge
zum Beispiel Embryo – Stein – Zwillinge
aus ihnen ist nie was geworden
sie sind im Mutterstein gestorben
doch vereint sind sie für ewig
ein Symbol für Lieb und selig

Der Rhein – eine Schatztruhe

Der Rhein ist eine wahre Truhe
voll von Schätzen ist der Fluss
heute fand ich alte Schuhe
und ein Elefantenfuss

Eine einzelne Sandale 
ein Pistazienwaffeleis
eine hübsche Wasserschale
und ein Herz in einem Kreis

Weiter fand ich eine Vase
und ein Schafbock Münzentier
dazu ein Herrn mit dicker Nase
und einer, der ertrank mir schier

Schliesslich war noch dieser Panther
und ein Vogel, ist‘s ein Specht?
Und was noch viel eleganter
war ein Blatt – fast wie in echt

Rhein, du hast sie in der Fülle
Steine jeder Farb und Form
ganz unwahrscheinliche Modelle
ich staune jedes Mal enorm

I just love it!