Reformation darf nie aufhören

Anlässlich des Reformationsjubiläums sah ich vor kurzem den eindrücklichen Film über den Schweizer Reformator Ulrich Zwingli. Ich muss schon sagen, dieser Zwingli war für die damalige Zeit ein ganz moderner Mann. Die einen mögen ihn Zwängeler genannt haben, aber er war eben ein ungezwungener, ein lebensfroher Mensch, der mit seiner Befreiungsbotschaft viel bewegt und Gutes geschaffen hat. Entsetzlich ist allerdings die Tatsache, dass er und mit ihm die neue, reformierte Kirche, welche sich kurz vorher im heissen Kampf für Glaubens- und Gewissensfreiheit eingesetzt hat, gnadenlos jene verfolgte, die es mit der Reformation noch genauer nehmen wollten (Geschichte der Täuferbewegung in der Schweiz).

Heutzutage wird bei uns niemand mehr auf Grund seiner Überzeugung verfolgt. Trotzdem geschieht es immer wieder, dass einer zum schwarzen Schaf wird, weil er den Glauben hinterfragt oder eine andere Erkenntnis hat. Unverständnis und das „nicht akzeptiert fühlen“ führt dazu, dass derjenige die Gemeinschaft verlässt. Familiäre und freundschaftliche Beziehungen sind dann plötzlich belastet oder zerbrechen sogar daran.

Was wir darum von der Reformation lernen können ist, dass sie nie aufhören darf in unseren Herzen und wir verstehen müssen, dass wir zwar verschiedene Wege gehen, aber in der Liebe zueinander verbunden sind, weil wir alle dasselbe Ziel haben.
Vor Jahren hat der katholische Theologe Heinrich Fries folgendes gesagt:

«Das Anderssein des andern wird nicht als Fremdheit und Feindseligkeit erfahren,
sondern als Gewinn: Es ist gut, dass du da bist;  durch dich wird mein Eigenes reicher;
ich wäre ärmer ohne dich.»

 

five diamonds

Normaly my best guests.would give me five stars
This time I got five diamonds. Vincent showed me some amazing card tricks
I was blown away!
But beside the tricks Vincent also shared a personal story with me
I was deeply touched

You amazed me
magic boy
with five diamonds
in your play
but more than that
you touched my heart
and for a moment life
was like a magic card

DSC01925 (Medium)

 

 

de falsch Momänt

S’Dorli isch scho lang am Wäge
hin und her het‘s überleit
Si Sach isch nid ganz eifach z’säge
und was mol gseit isch, das isch gseit

Doch säge möchts es will es meint
me sett doch offe si
ir Familie mitenand
und Äs…ghört au dört dri

Äs dänkt bi sich mit chli Humor
chame s’Ganze würze
echli Witz und trotzdem wohr
das chönnt de Sach nur nütze

Leider hets de falsch Momänt
de falschi Witz verwütscht
und isch mit siner guete Gschicht
nid glandet sondern grüütscht

Verzwiiflet hets sich welle hebe
a sine liebe Lüüt
doch die hei gseit wie chasch au nur
so öppis macht me nid

Si hend sich abdreit will es het
en Andere afo rede
d‘Gschicht vo ihm isch rächt zur Zyt
und wichtiger vo Bedne

Trost

Beitrag zum Aufruf  der Blogparade “ Trost“
von Jeca Blog Psycho-Psyche-Therapie

Bei dir ist Trost nicht vergebens
der du die Zeiten durchbrichst
und Worte des ewigen Lebens
in alles Vergängliche sprichst

Wo du mit Frieden umhüllest
und Tränen mit deinem Gewand
trocknest und Kummer stillest
ist Trost so viel mehr als Verstand

Trost wird dann Offenbarung
wenn Mut und Hoffnung zerbricht
bleibst du Gott die schönste Erfahrung
im Dunkel bist du das Licht

DSC02418 (Medium)

hüt isch scho morn

Hüt isch scho morn
und geschter isch wenn
wenn isch das gsi
i weiss es scho nümm

I weiss nümme wie
und was isch wo
warum isch alles so
schnälläbig do?

Wett nümme renne
haltet se aa
stoppet die Chugele
si söll eifach staa

Weiss de Himmel
was los isch uf Ärde
warum denn alles
no schnäller mues wärde

No meh inedrücke
in jede Tag
dass me am Ändi
eifach nüm mag

nur en Momänt
e Stund oder und zwei
wett i verschnuufe.
mit mir ganz elei

danke…

wo Gott hockt

So wie uns der Kompass auf der Karte zeigt, wo wir uns befinden und welche Richtung wir gehen müssen, so ist unser Gewissen der innere Kompass, welcher uns im Leben hilft, den richtigen Weg einzuschlagen.

Im Hebräischen werden beide Worte Kompass und Gewissen aus derselben Wortwurzel gebildet. Aber auch das Wort Norden kommt aus der gleichen Wortfamilie, so wie auch die Worte verborgen und Code (siehe Liste unten)

Nun gibt es im Alten Testament mehrere Bibelstellen, die den Eindruck erwecken, Gott würde im Norden wohnen. Natürlich kann das niemand beweisen.  Aber nehmen wir mal an, es ist so und Gott wohnt im Norden.
Aber wo ist denn dieser Norden genau? Irgendwo hinter den Sternen über dem Nordpol? Wir wissen es dennoch nicht. Niemand hat den Ort je entdeckt. Er bleibt verborgen.
Doch wenn Norden und Gewissen ein und dasselbe Wort sind, dann wohnt Gott ja auch in unserem Gewissen. Dann ist er jedem von uns ganz nahe.

Und wenn Gott Liebe ist, dann erahnen wir auch bereits den Code, mit welchem wir sein „in uns sein“ offenbar werden lassen können. Alles klar?

Wolltest du nicht schon immer mal einen Code knacken? Na dann… auf gehts, Kompass ausrichten und los!

Alles Liebe
Brig

und ja… aus derselben Wortwurzel stammt das Wort tsafan – verbergen oder auch was die Zukunft bringen wird! Jetzt möchte ich doch mal wissen, wo dieser Norden ist…

 

von der hebräischen Wortwurzel Tsadi – pe – nun werden folgende Worte gebildet:

Matspen / Kompass
Matspun / Gewissen
Tsafon / Norden
tsafun / verborgen
Tsofen / Code
tsafan / verstecken / was die Zukunft bringen wird

Jesaja 14, 13
Und du, du sagtest in deinem Herzen: „Zum Himmel will ich hinaufsteigen, hoch über den Sternen Gottes meinen Thron aufrichten und mich niedersetzen auf den Versammlungsberg im äußersten Norden.
Ich will hinaufsteigen auf Wolkenhöhen, dem Höchsten mich gleichmachen.“

Hiob 37,22
Und jetzt sieht man das Licht nicht, das durch die Wolken verdunkelt ist; aber ein Wind fährt daher und fegt den Himmel rein.
Aus dem Norden kommt ein goldener Schein, um Gott ist furchtbare Hoheit
Den Allmächtigen – ihn erreichen wir nicht, den Erhabenen an Kraft

 

 

wetten?


Wenn man sich uneinig ist über eine Sache
und jeder auf seinem Standpunkt beharrt
ist Wetten eine gute Möglichkeit
die Diskussion zu beenden und der Sache auf den Grund zu gehen
Götz und ich wetten öfters mal
Manchmal ist es uns ernst, manchmal machen wir es nur des Wetteinsatzes wegen
Das macht Spass, weil wir meistens beide etwas davon haben

 Wetten
dass das Wetten selber
manchen Streit erspart?
Jegliche Uneinigkeit
beseitigt auf ne nette Art?
Denn die Wahrheit
lässt sich finden
mit ’ner Wette gut verbinden
plötzlich sucht
ein jeder sachlich
und beruft sich
eben fachlich
auf die Quelle
und der Wetteinsatz anstelle
hitz‘ger Diskussionen
könnte 
sich für beide lohnen
Eines aber ist gewiss
gewinnt man – oder nicht
am Schluss
ist jeder sich der Sache nun
sicher, wenn er spricht davon

 

 

die nackte Wahrheit

Als Einzige nackt in einer Menschenmenge zu stehen und von allen angestarrt zu werden – das war früher einer meiner schlimmen Albträume. Im Traum verstand ich nicht, wie ich immer wieder in diese ungemütliche Situation geraten konnte und schämte mich sehr. Jedesmal war ich aufgewühlt und traurig, wenn ich erwachte.

Heute verstehe ich den Traum sehr gut und erst recht nach dem vorhergehenden Beitrag hier auf Brigwords. Nur – im Gegensatz zu jener Geschichte, hat mir keiner die Kleider weggenommen.
Ich bin es ja selbst, die sie ganz bewusst ablegt. Immer wieder. Allerdings ist es wirklich nicht angenehm, inmitten von gut Gekleideten nackt da zu stehen. Man überlegt sich das zweimal. Handkehrum erkennt man aber gerade durch die eigene Nacktheit andere Nackte und fühlt sich wohl unter ihnen.
Trotzdem – ich lege mir noch oft ein Kleid um, weil das Nacktsein in einer von Kleidern regierten Welt einfach schwer auszuhalten ist. Für beide Seiten.
Aber irgendwann – das ist mein Traum – brauchen wir uns nicht mehr zu kleiden, weil wir dann erkennen, dass wir nackt einfach freier und glücklicher sind. 

P.S. den Text nochmals lesen und „nackt“ durch wahr und „Kleider“ durch Maskierung ersetzen.

Hinweis zum schweizerdeutschen Gedicht:
„blutt“ bedeutet nackt

die blutt Wohret

I stande blutt
vor allne Lüüt
cha mi niene go verstecke
leider hani jezt grad nüt
wo mini Blütti würd bedecke
Keine isch,
wo mir sis Chleid
uslehnt, oder öppis seit

sie luege nur und starre
Wie wär’s
anstatt eso z’verharre
es würden alli sich entblösse?
Es würd s’Problem uf ei Schlag löse
d‘Tatsach wär
mer wäred gliich
blutt
egal öb arm, öb riich
mer wäred offebar und bloss
all eusi Maske wär‘ mer los
und alles
was mer denn no gsehnd
isch genau das
wo mer wend
d’Wohret

DSC08705 (Medium)
oder öppe nid?