Was wäre, wenn statt Sünde
Lieblosigkeit dastünde?
Einfach, weil ich finde
es bräucht ein Wort
das man verstünde
Autor: Brig
Das Leben ist ein grosses Theater
Das Leben ist ein grosses Theater
jeder Tag ist ein neuer Akt
und mit jedem Sonnenuntergang
fällt der Vorhang wieder
Manchmal
so wie heute
wünschte ich mir
es gäbe noch eine Zugabe
und manchmal bin ich froh
wenn der Tag vorbei ist
Aber jeden Morgen
wird der Vorhang von Neuem weggezogen
und ich stehe wieder auf der Bühne
um meine Rolle zu übernehmen
Ich weiss nicht
was der nächste Akt mit sich bringen wird
aber ich werde mein Bestes geben
immer wieder
denn ich habe einen Traum
Irgendwann wird der Tag kommen
das grosse Finale
mit allen Träumenden
dann werden die Himmel jubeln
und die Erde wird sich freuen
Der Vorhang wird nicht mehr fallen
denn der Traum
ist Wirklichkeit geworden

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d’Sprooch vo mim Härz
Ei Sprooch isch mir
vo allne Sprooche
bsunders lieb
und bsunders nooche
I weiss nid rächt
warum’s so isch
han villi Nächt
am Chuchitisch
drum um gschdudiert
warum si mich
so fescht berüehrt
doch offesichtlich isch Ivrit
en Teil vo mir – Brigit
scho immer gsi
han‘s nur nid gwüsst
zum Glück
hei mir eus gfunde
hei‘nis küsst
s‘isch wie Heimet
wie‘nen Ort
i lieb vo ihre jedes Wort
uf mine Lippe
wenn i red
wenn i döt bi
i de Städt
mit de Mönsche
i dem Land
do schlot mis Härz
will is verstand

Uf em Berg Tabor in Israel
das Bergkirchlein

Die meisten Kirchen sind aus Stein
wie diese hier, nur nicht so klein
auch nicht so hübsch, wenn man bedenkt
dass die Natur sie mir geschenkt
Keiner hat sie je erbaut
noch hat sie einer angeschaut
bis ich sie fand
am Wegesrand
wo sie wohl hundert Jahr schon stand
tiefer als das Meer
Tiefer als das Meer
und weiter als die Sterne
mehr als alles, was ich weiss
bis zum Anfang ferne
spiegelt sich
geheimnisvoll und klar
des Schöpfers Lieb und Wärme
in deinen Augen wunderbar

für Emilia, geb. 26. September 2018
die gröschti Tschättere
De Götz seit, dass si Frau die gröschti
Tschättere seig im Land vor Röschti
do het er rächt – si tschättet vill
a Tschättere halt, wemme so will
si redet gärn, seit ihri Meinig
genau wie er, do sind‘s sich einig
s’git Sache, wo me lut sett säge
vill besser, als se umeträge
drum tüend‘s au mängisch wättere
de Götz und sini Tschättere
Schwiizerdüütsches Lexikon:
Götz: nicht Gott, aber gleich nach ihm
Röschti: schweizer Nationalgericht, flacher, in heisser Butter oder Fett in der Pfanne ausgebackener Fladen aus gekochten und geriebenen Kartoffeln
Tschättere: despektierlicher Ausdruck für unsympatische Frau, Klatschbase, Schwätzerin, (aus dem englischen „to chat“ ?)
es tschätteret öppis: etwas macht Lärm
wättere: schimpfen
erschüttert
Wenn wir erschüttert sind
und schwanken
wenn kein einzig Wort mehr ist
sind Gottes Worte und Gedanken
unerschütterlich und fest
Wenn wir in Trauer
fast verzweifeln
und die Zukunft nicht mehr sehn
wird sich Gott für uns ereifern
und neue Wege mit uns gehn
für Renate und David
die ihr Kind auf tragische Weise verloren haben
und für alle Menschen, die gerade verzweifelt und erschüttert sind
Lied: God will make a way
Bettwanzen
S‘isch nümme nätt, sit fetti Wanze
sich i mim hübsche Bett verschanze
weiss de Gugger was wieso
sind die i mis Zimmer cho
stäche mi i dunkler Nacht
mache um mis Bluet a Schlacht
trotz em ville reinige
tüend si mi nächtlich peinige
und ziehnd sich denn zum Eier legge
zrugg in ihri gheimen Egge
i muess fürchte ohni Gift
sis morn scho hundert
und im Lift
gönd in ander Lüüte Wohnig
und bald het jed und jedi sonig
grüsig ekelhafti Chäfer
am Bett, im Schrank, entlang em Täfer
es isch Chrieg und grossi Waffe
bruuchts um wieder Ornig z’schaffe
S’gröscht Gebot isch jetze ruume
alli Schränk, kei Zyt versuume
in jede Ecke, jedi Ritze
mues me Giftspray ine sprütze
s’Bett isch alt, das chan grad weg
alls ander chunnt in Plastiksegg
Chläbiband rund um d’Matratze
das hebt sie weg vom Mönsch, die Wanze
und regelmässig Gift versprütze
in jede Ecke, jedi Ritze
es isch en Chrampf wo eim erschöpft
en Kampf
bis no die letschti Wanze schlüpft
und irgendwenn
töt i si denn!
Ach, wär nur die Gschicht nid wohr
und s’chiem im Traum mir alles vor
aber das isch leider jetz
en fromme Wunsch und wieni schätz
muess i do am Balle bliibe
sus wird i nie die Ploog vertriebe

Am Ball bleiben – das ist das Allerwichtigste im Kampf gegen diese Plagegeister, welche leider auch in unseren Breitengraden wieder auf dem Vormarsch sind. Sie sind nicht wählerisch, eine billige Absteige oder ein Luxushotel – es ist ihnen egal. Hauptsache, es gibt eine Blutmahlzeit.
Mittlerweile bin ich Experte was Bettwanzen anbelangt. Ich habe sie erfolgreich eliminiert, ohne teure Kammerjäger, aber mit viel Einsatz und Konsequenz. Gerne gebe ich meine Erfahrung weiter an solche, die gerade am Verzweifeln sind.
Eins sein

Eins sein ist nicht die Grundlage
sondern die Krönung eines gemeinsamen Lebens
für meine Eltern
zum 60. Hochzeitstag
scheiss drauf…
deutsche Version von:
why people say all the time „Scheisse“ ?
Scheisse ist kein schlimmes Wort
Hunde scheissen ganz natürlich
draussen fast an jedem Ort
Herrchen kommt ganz schnell gelaufen
hinterher und nimmt den Haufen
in den Sack und weg damit
wie sich‘s gehört für Hundeshit
wir alle scheissen hin und wieder
kein Grund zur Aufregung darüber
ob dünn und oft, ob dick – Verzeihung
jedes mal ist’s ne Befreiung
auch sonst, was einen manchmal dünkt
ist beklemmend und wenn’s „stinkt“
aus Erfahrung kann ich sagen
besser, es bleibt nicht im Magen
ein „Scheiss doch drauf!“ hilft hin und wieder
befreit das Herz und auch die Glieder
