Kürzlich stand ich im Holocaust Museum Yad Vashem in Jerusalem in der Halle der Namen

Den vier Millionen achthunderttausend der fast sechs Millionen Juden, die von den Nazis und ihren Helfershelfern ermordet wurden, ist hier ein Denkmal gesetzt.
Der freie Platz in den Regalen steht für die Namen von mehr als einer Million Opfern, deren Namen noch nicht gefunden wurden.
Es sind Menschen – wie du und ich – die in diese Welt hineingeboren wurden, um das Leben zu haben und die von ihren Mitmenschen des Lebens unwürdig befunden wurden!
Die Gedenkstätte der Kinder
Der Raum ist komplett verspiegelt und reflektiert das Licht von fünf Kerzen. Durch die tausendfache Spiegelung dieser fünf Lichter wird eine enorme Größe im Raum erzeugt, die symbolisch für die Anzahl von alleine rund 1,5 Millionen Kindern und Jugendlichen steht, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Ihre Namen, ihr Alter und ihre Herkunft werden Tag und Nacht gerufen. Das Endlosband braucht ungefähr drei Monate, um alle Namen wiederzugeben.

Wie nie zuvor geschockt über das grausame Sinnen des Menschen wurde ich gleichzeitig von dieser heiligen Stätte und von den Worten ergriffen, welche über ihrem Eingang stehen:
Ihnen allen errichte ich in meinem Haus und in meinen Mauern ein Denkmal, ich gebe ihnen einen Namen. Einen ewigen Namen gebe ich ihnen, der niemals ausgetilgt wird.
Jesaja 56,5
Textquelle: Wikipedia/ https://www.yadvashem.org/de.html
Es war Wahnsinn, von einem Wahnsinnigen inszeniert und viele Wahnsinnige halfen ihm dabei. Die Anderen versteckten sich aus Angst…
Drei Jahre nach Kriegsende wurde ich geboren und meine Ahnenreihe war zufällig faltenfrei, aber wie würde ich mich heute fühlen, wären nicht nur der Bruder meines Vaters und der meiner Mutter im Krieg gefallen? Vermutlich hätte ich nie fühlen können, weil es mich gar nicht hätte geben können…
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Liebe Bruni, danke für deinen Beitrag und dein Fühlen.
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Liebe Brig, mir ging es gleich… Es fehlen die Worte. Elisa
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Liebe Brig, hier in Duisburg bin ich vor Jahren in eine Kunstaussstellung gegangen. Direkt am Eingang hing ein riesiges Bild mit weißen Flächen und darauf standen unzählige Zahlen. Ich wusste sofort, was es bedeutet und konnte meine Tränen kaum zurückhalten. Es waren die Nummern, die den KZ Insassen eintätowiert wurden. Es raubt mir den Atem, wenn ich die vielen Bilder anschaue. Ich bin in dieser Hinsicht sehr feinfühlig. Der Mensch ist oft schlimmer als jedes Tier!
Man kann es nicht häufig genug erwähnen, was damals geschehen ist. Nur gibt es immer noch Leugner. Nachdenkliche Grüße an Dich und ein schönes Wochenende wünscht Gisela
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Liebe Gisela, danke für deinen Beitrag. Das Thema raubt auch mir den Atem. Ich war schon mehrmals in Yad Vashem – ich komm da nicht durch ohne Tränen. Es ist unfassbar, zu was der Mensch im Stande ist.
Auch dir wünsche ich von Herzen ein schönes Wochenende 🌹Brig
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