Schlagwörter

, , , , , , , ,

Alle, die davon betroffen sind, werden mit mir einig gehen – Fieberbläschen sind unnötig, unästhetisch und schmerzhaft. Wer den Virus einmal hat, wird ihn leider nicht mehr los. Er schlummert irgendwo im Körper, um dann ungefragt und im dümmsten Moment die Lippen des Virusträgers mit Blasen zu übersähen und anschwellen zu lassen (je voller die Lippen, desto krasser das Resultat). imagesDie Blasen platzen dann irgendwann auf und die austretende Flüssigkeit ist hochansteckend, die Lippen schmerzen bei jedem Versuch, etwas zu essen und in Gesellschaft hat man das Gefühl, alle starren einem auf den Mund. Der Betroffene wird zu einer von allen und von sich selbst bemitleideten Kreatur.

Ich jedenfalls hab mir leid getan. Die Bläschen kamen, wenn der Fotograf seinen Besuch in der Schule anmeldete,  wenn ich Geburtstag feierte,  ich mich vorstellen sollte, mich auf ein Date freute, wenn ich zur Hochzeit eingeladen war oder gerade in den Ferien weilte. Meine Mutter sagte immer, „das Zeug muss raus!“ und schmierte mir die Lippen jeweils dick mit schwarzer Teersalbe ein, die ich dann von der Wunde fast nicht mehr wegkriegte.

Es verwundert daher nicht, dass ich schon beim ersten leichten Kribbeln in den Lippen, das drohende Ereignis, koste es was es wolle, abzuwenden versuchte. Von den angepriesenen Hausmittelchen, Cremes und Pflaster gibt es nichts , was ich  mittlerweile nicht schon ausprobiert hätte. Manchmal konnte ich das Unglück damit aufhalten, aber oft passierte es dann etwas später doch mit einem verstärkten Ausbruch. Wenn die erste Schwellung schon sichtbar ist, kann man den Virus kaum mehr zurück drängen. Ein paar Cremes helfen zwar, den Verlauf des Ausbruchs zu mildern, aber man muss trotzdem hindurch und es dauert jedes Mal zehn bis 14 Tage, bis die Bläschen völlig abgeheilt sind. Die Cremes sind sehr teuer und zum Teil agressiv. Das muss man sich mal vorstellen. Und man muss sie natürlich  immer dabei haben, denn wie ich schon sagte, der Virus kommt, wenn man es nicht erwartet. Ich hatte früher immer ein ganzes Waffenarsenal dabei, wenn ich das Haus verliess. Eine teure Creme und dann noch alle Hausmittelchen wie Honig, Zahnpasta, Kohle, Teebaumöl, usw….

Nun ist das alles Vergangenheit. Seit ich dem Ratschlag einer Apothekerin folge, habe ich Ruhe. In den letzten zwei Jahren erlebte ich nur noch einmal einen ganz schwachen Ausbruch. Nicht der Rede wert. Und wenn ich wieder ein Kribbeln spüre, dann nehme ich den Ratschlag sofort hochdosiert ein. Ansonsten mache ich hin und wieder eine Kur damit. Es funktioniert und tut dem Körper erst noch gut. Aminosäure L-Lysin, Zink und Vitamin C. Stärkt das Immunsystem ungemein! Plus Lippenpflege natürlich. Und lange Sonneneinstrahlung vermeiden, viel schlafen und kein Stress! Lieber einen Spaziergang machen und sich des Lebens freuen! So sollte es klappen, die Fieberbläschen für lange Zeit loszuwerden. Ich wünsche es allen, die darunter zu leiden haben.

Bekanntlich kann auch Zahnpasta unter Umständen einen Ausbruch verhindern, aber man sollte es nicht übertreiben….siehe unter der Rubrik hier clicken couchsurfing /the China experience.