Diese hübsche kleine Torte
gibt’s nur einmal, deshalb horte
ich das Stück
zum guten Glück
isst niemand gern von dieser Sorte

vom Leben berührt – Gedichte und Geschichten
Diese hübsche kleine Torte
gibt’s nur einmal, deshalb horte
ich das Stück
zum guten Glück
isst niemand gern von dieser Sorte

Macht und Gewalt
sie haben das Geld
in Hülle und Fülle
regieren die Welt
wie’s ihnen gefällt
Das Meiste für sie
sie werden sich’s leisten
und nichts oder wenig
bleibt uns und den Meisten
Jawoll, sie wollen
gar mehr noch, die Ollen
sie drohen und prahlen
was einem dann halt
nicht wundert wenn’s knallt
Du heiliger Gral
Wer hat sie gewählt?
die Grossen, die Tollen!
Wer wird das bezahlen?
wann wird uns denn endlich
der „Zwanziger“ fallen?
Ich fürchte die Tage
der Welt sind gezählt.
Ein paar, die sich noch
an die Hoffnung krallen
rufen zu Hilfe
und während die Schreie
langsam verhallen
blähen und brüsten
die Dicken und rüsten
als wär’s keine Frage
sie lieben die Lage
und reden und lallen
und „schnallen“ es nicht
Auch sie werden fallen
Die Teufel, sie lachen
oh Gott wenn’s dich gibt
kannst du noch was machen?
Sich mutig wagen
immer mal fragen
Neuland betreten
und Schritte gehn
Neugierig sein
die Welt und sich selber
entdecken und schmecken
manchmal auch irren
stolpern und lernen
nach vorne sehn
Das Leben ist reisen
ist suchen und finden
hoffen und glauben
und überwinden
Ist Weisheit und Demut
und Liebe mehren
ist schliesslich am Ende
dankbar und glücklich
nach Hause kehren

Bildquelle: https://de.123rf.com/
mit den Enkeln beim Steine suchen auf der Kiesinsel fand ich diesen Fuss…

Ein Fussdruck aus Stein
fand ich gestern im Rhein
und hätte fast samt
den Buben das Land
nicht mehr erreicht ganz allein…
Ich nahm sie zur Hand
die Kleinen, sie liefen
und Wasser triefen
in Schuhe und Socken
wir waren nass
und ziemlich erschrocken
Doch welch ein Glück
wir kamen zu Fuss
von der Insel im Fluss,
zurück auf das Land
und sahen grad noch
wie diese verschwand
mein Götz ist ein Spinner
ein Schlimmer, schon immer
schon damals beim Dinner
das erste Date
und nachher im Zimmer
vergesse ich nimmer
“diesmal gewinn er!”
sagte der Spinner
und richtig
er blieb mir für immer

I han di gseh
am Bahnhof stoh
kei Zwiifel
bisches du, Antonio
I red di a
bisch überrascht
du kennsch mi grad
und lachisch
echli verläge fascht
wie lang hei mir
eus nümme gseh
und überhaupt
hei mir eus je
so richtig gseh?
I gspüres grad
de Augeblick
de ghört jetz eus
mir stiige i
was für es glück
in gliiche Zug
du und ich
zmitzt i de lüüt
es isch eus gliich
I lueg di a
und stuune
was du seisch
und wie du redsch
alls a dir isch mir bekannt
dis Lachä
dini Art
ob du’s au fühlsch?
mir sind
meh als nur verwandt
de Zug chunnt a
im Bahnhof Züri
sisch nid s’letschti Mol
wo mir eus gsend
das gschpüri
i dir und mir
isch öppis blibe hange
en Teil vo eus
im andere
wird immer Sehnsucht ha
und blange
Für min Cousin Antonio
Mir hend eus chürzlich zuefällig am Bahnhof troffe, sind in gliiche Zug iigstiege und hend mitenand gred,
wahrschinlich s’erschti Mol überhaupt i eusem Läbe. Es isch mer gsi…als hätt i no en Brueder becho…
Wenn Glocken läuten um Mitternacht
ergreift mich das Wunder erneut
als würde stehen vor ihrem Spiel
die Zeit und die ganze Welt
Ihr Klang trägt mich wie auf Flügeln davon
es kehren die Tage zurück
die Glocken im Turme jubeln im Chor
zu Freude und Liebe und Glück
und war es auch schwer, der Glockenklang hüllt
den Schmerz und so manches Leid
Friede umgibt mich in kalter Nacht
gleich wie ein wärmendes Kleid
und dann wird es still
bum …bum… bum
mein Herz schlägt mit mit dem Schlag an der Uhr
die Sterne ziehen dahin
sie kommen mit in ein neues Jahr
sag Gott, wo führt es uns hin?
vom Turme kommt schon die Antwort herab
begleitet von hellem Klang
die Glocken verkünden das treue Wort
ich gehe den Weg dir voran
ein Weilchen bleib ich beim Turme noch stehn
schau hoch zu dem Sternenmeer
dort ist bewahrt was jemals geschehn
und das, was wird sein noch viel mehr

innehalten, Augen schliessen und dem Glockengeläute zum neuen Jahr lauschen
Es gibt ja kein nach Hause kommen
es sei denn, man zieht fort
und auch kein freudig Wiedersehn
ohne Abschiedswort
eine Antwort kriegt man nur
wenn man Fragen stellt
doch heimatlos ist alleweil
wer ohne Antwort bleibt

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Min Unggle het en Schiilift gha
am Hügel näb sim Huus
i bi damals nones Chind
es schüchs gsi und es chlis
Fahre hani zwar scho chönne,
breit und beinig uf de Schii
aber bim e Renne gwünne
wär ganz und gar unmöglich gsi
Das hani gwüsst woni verstohle
de Gschänklitisch bestuunet ha
für all wo starte hets döt Priise
schön und wunderbari gha
Eine het mer bsunders gfalle
aber ebe…s’isch wie s’isch
dä wo gwünnt wird ohni Zwiifel
grad DAS Gschänkli neh vom Tisch
Es isch es Taschelämpli rot
es runds gsi und mit chline
wienes Mariechäferli
mit schwarze Pünktli fine
No nie hani es sones härzig
Tierli gseh zum lüchte
genau das wärs woni grad jetz
zum glücklich si no brüüchte
Es het mi gwüss grad animiert zum
schnäller si denn je
und so guet is halt ha chönne
bin i abe ufem Schnee
Gnützt hets aber gar nid vill
uf de Lischte wiit wit hinde
jo, die Letschti bini gsi
die Letscht vo allne Chinde
De Unggle het mi denne tröschtet:
„Lueg es het doch gwüss
au für di es chlises Gschänkli
zum Bispil dört die feine Nüss!“
De Tisch isch fascht scho abgruumt gsi
won i bi zuenem cho
und gseh – ungläubig- s’Chäferli
de bescht Priis lit no do!
Ganz verläge han en gno
unds nid so rächt verstande
dass niemer, keine usser mir
das Lämpli kuul het gfunde
Sicher ischs en Irrtum gsi
drum hanis schnäll versteckt
villicht hätt ein im nach hinein
de Irrtum no entdeckt
Wo’s dunkel gsi isch a däm Obe
het es überglücklichs Chind
dihei im Bett under de Decki
mit em Chäferlämpli gspillt
und so zu sich sälber gseit
was kümmeret mich e Lischte
niemert weiss es aber hüt
hani gwunne uf de Pischte

Wenn dein Herz ins Koma fällt
weil Trauer es gefangen hält
wenn es dunkel wird und Nacht
vergesse nicht, wer sie gemacht
der bringt auch deinen Tag zurück
die Sonne und ein neues Glück