Limerick/gendern

der Limerick ist mir etwas aus dem Ruder gelaufen…

Da war eine Frau aus Bendern
die wusste nicht richtig wie gendern
Sie sprach: "Liebe Menschen
ich würde mir wünschen
wir würden was anderes ändern!"

"Wie wärs",  sagt da jemand aus Ziethen
"wir würden das Kriegen verbieten?
Im Kleinen beginnts
zum Grossen gelingts
lasst uns den Frieden gebieten!"

"So tun wir es!" sagten die Leute
Wir bannen die Worte ab heute 
die etwas zu schaffen
mit Krieg und mit Waffen!"
Und taten’s mit Glockengeläute

Da hörten die Menschen auf Erden
kein Wort mehr darf Frieden gefährden
die Glocken klangen
und Völker sangen:
"Uns allen soll Friede werden!"

 hier klicken für:
Glockengeläute der Kirche 
in Bendern FL
 

Limerick/conspiracy theory

There is a nice guy in Wetherby 
who is very much into conspiracy 
but from the many 
he can't tell you any 
which are not simply a theory 

Wer Lust hat, kann es hier noch ausführlicher auf Deutsch lesen:

The nice guy from Wetherby war derjenige, der mir für die Zeit der 10-tägigen Quarantäne bei die Einreise nach England Unterschlupf gewährte. Wahrscheinlich dachte er: „Gut, kommt die zu mir, da ist sie wenigstens nicht so eingesperrt.“ Nebst der Tatsache, dass sich die Behörde überhaupt nicht dafür interessierte, wo ich meine Quarantäne verbringe, landete ich also ausgerechnet bei einem Coronaleugner, der mich entsetzt anguckte, als ich brav mit Maske vor seiner Haustüre stand. Er glaube nicht an die Wirkung von Masken und vor allem die blauen seien sehr problematisch, meinte er. Ich solle lieber keine tragen.
Mir war das mehr als recht und bald erfuhr ich auch den Grund für seine Sorge. Er erklärte mir, die blauen Masken wären mit Trockenwürmern getränkt (trocken oder getränkt jetzt?), die durch die feuchte Atemluft zum Leben erweckt, und den Weg in die Lunge fänden um dort ihr Werk der Zerstörung zu vollbringen.
Dasselbe passiere übrigens auch mit den Wattestäbchen, die man den Menschen mit Gewalt bis zum Hirn hinaufschiebe. Die Würmer würden dort freigesetzt und in das Hirn eindringen.
Ich konnte das alles nicht glauben, und zudem hatte ich meinen Kopf voll mit anderen Dingen. Ich wollte möglichst friedlich und schnell diese Tage hinter mich bringen. Nun war der junge Mann durchaus nicht alleine mit seiner Meinung. In seinem Hause trafen sich während meines Aufenthaltes Coronaleugner und Aktivisten, die es mit der verschwörten Regierung aufnehmen wollten. Von Quarantäne machen war also keine Spur, es waren täglich Leute auf Besuch. Einmal kam eine junge Schottin, welche behauptete, Zugang zu einem Labor zu haben, wo sie eben die blauen Masken und Wattestäbchen testen würden. Ich sagte, dass die Schweizer Stäbchen sicher „clean“ seien, worauf sie promt ein Testset von mir haben wollte. Ich habe ihr – schon alleine wegen ihres herrlichen schottischen Akzents – gerne eins geschenkt mit dem Vermerk, dass ich das Resultat des Labortests erfahren möchte. Ich habe nie wieder von ihr gehört.
Dafür hörte ich eines Nacht ein heftiges Rumpeln. Ich war sofort hellwach und wusste bereits, was passiert war, noch bevor ich die Tür von meinem Schlafzimmer öffnete. Seitdem ich auf einer Ferienfahrt einen Mitreisenden mitten in der Nacht blutüberströmt im Hotelkorridor vorgefunden habe, gehe ich jedem Rumpeln nach und siehe da – mein Gastgeber lag splitternackt und ausgestreckt am Fusse der steilen Treppe, die vom oberen Stock nach unten führte und von welcher er offenbar runtergefallen war.
Erst musste ich sichergehen, dass er noch lebte, denn er regte sich nicht mehr. Er musste mindestens bewusstlos sein. Immerhin war kein Blut zu sehen und als ich seinen Herzschlag prüfte, schien es ruhig zu schlagen. Ich beugte mich über sein Gesicht und da kam er auch schon wieder zu sich. Es mutete fast wie eine Neugeburt an, wie er da lag – der Kopf von der Hebammen Hand gehalten – und da gab er auch schon einen Laut von sich: „Lass mich alleine!“ Ich holte eine Wolldecke, deckte ihn zu und riet ihm, noch ein Weilchen liegen zu bleiben. Ach…ich hätte so gerne die ersten Gehversuche mit ihm gemacht. Der Morgen kam, und er war wieder völlig hergestellt. Wir haben nicht mehr darüber gesprochen.
Apropos Viren und Bakterien…so hübsch sein kleines Häuschen auch ausschaute, so dreckig war es. Und ich bin jetzt keine empfindliche Person, was Dreck anbelangt. Vor allem die Küche war grenzwertig. Ich empfand gar kein Bedürfnis von seinem Angebot, mich jederzeit zu bedienen, Gebrauch zu machen. Da war ich froh, um die täglich frischen Nahrungslieferungen seitens meines geschätzten Studenten. Trotzdem war die Küche bei meinem Weggang um einiges sauberer, als sie bei meinem Einzug war.

Zum Ende wurden der junge Mann und ich irgendwie doch noch Freunde. Ich war ihm endlos dankbar für die offene Unterkunft mit Garten (!) und für seine nette Gesellschaft. Was das ganze Theater mit Lockdowns, Tests und Quarantäne anbelangt – da waren wir uns einig – man hätte es den Menschen ersparen können.
Die Sache aber mit all den Verschwörungstheorien (die Wattestäbchen waren nur die Spitze des Eisbergs) – das beschäftigt mich bis heute, denn der junge Mann ist leider nur einer von vielen, die mit ihren extremen Ansichten in den letzten drei Jahren unzählige Menschen zusätzlich verunsichert haben und es immer noch tun.

gemütliches Quarantänehäuschen 🙂
fresh food daily!
romantischer Garten im Hinterhof
Zimmer mit Aussicht

knotty art

A little wooden baby boar
just came off an English moor
It seems to be
quite scared of me
I 'm not,  what it was looking for
🙁
Anyway - it will be fine
with all the other woods in line
I‘ll nail them all 
on the wall 
as a knotty art design
😀

Frühlingserwachen

P1060407 (Medium)

Es Schneehepaar ir Früehligsunne
schmelzt vor Wärmi und vor Wunne
es seit der Maa:
„Oh lueg das aa,
mim Rüebli isch en Salto glunge!“ 

d‘Schneefrau luegt und muess grad lache
„Ei, was git es au für Sache!
Do chömmer grad
es wär parat
mitenander Liebi mache!“